Tidenschipperei von Ost- nach Südirland.

Früh um 3.30 Uhr den Anker aufgeholt. Die Tide wartet nicht. Noch ganz schön dunkel um diese Uhrzeit. Wir motoren weiter nach Süden, erst später können wir das Groß dazu setzen. Wir kommen sehr gut voran, runden Greenore Point und sind an der Südküste Irlands angekommen.

Irische See/St. Georgs Kanal. Tushar Rock Lighthouse in einiger Entfernung.

Vor Anker Kilturk Rock vor Tacumshin Lake vor einem endlos weißen Sandstrand. Wir machen Pause und warten auf die Stromkenterung. 2. Frühstück, Schläfchen und schwimmen. Dann kentert der Strom und wir schippern weiter nach Westen.

Wir passieren Hook Head Lighthouse, einer der ältesten Leuchttürme der Welt und der Zweitälteste, der noch in Betrieb ist. 1996 ist das Feuer automatisiert worden. Der steht hier seit über 800 Jahren! Die Mauern sind 4 m dick, er ist 35 m hoch. Kennung: Fl W 3s.

Wir ankern in der Councillor’s Bay bei Dunmore East. War ein langer Tag, 67 Seemeilen. Zum Abendessen gibt es Spaghetti mit Berts superleckeren Tomatensoße.

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Abschied von Dun Laoghaire und Ankern.

Now we have the salad, scheint sie zu denken. Denn wir haben Customs an Bord. Aber sie sind freundlich, schreiben viel auf, lassen sich Pässe und Schiffspapiere zeigen und ziehen wieder von dannen. Wir radeln auf der West Pier zum grünen Hafeneinfahrtsfeuer.

Die Tidenschipperei ist lustig. Bisher mussten wir immer schon vorm Aufstehen los, heute alles ganz easy – nachmittags um 15.00 Uhr Leinen los in Dun Laoghaire. Da der Strom so ca. 6 Stunden nach Süden läuft und dann 6 Stunden nach Norden, müssen wir uns Ankerplätze suchen. Häfen gibt’s an der Ostküste wenige und wenn, sind sie meistens zu klein oder zu flach für unseren Tiefgang. Das Wetter ist ruhig, wir sind wieder mal mit Motor, Groß- und Klüversegel unterwegs. Herrlicher blauer Himmel mit dicken Tupfenwolken, laues Lüftchen. Wir ankern vor einem langen Strand, etwas Schwell, Brandung. Herrlich. Zum Abendessen gab’s Salat mit Schafskäse, gekochten Eiern und Hühnchen.

Sea U

Marlene & Bert

Optischule.

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Dun Laoghaire / Dublin Bay

Ankern ist wunderbar. Morgens erstmal ins Wasser springen ist das Beste. Kein Leinengetüdel, keine Fender – einfach nur den Anker aufholen und los geht’s. Tidebedingt konnten wir länger schlafen (ist ja auch Sonntag) und machen uns gemütlich auf den Weg nach Süden. Anfangs ist der mitlaufende Strom noch schwach, wird aber immer stärker und wir kommen flott voran. Vorbei am Leuchtturm Rockabill, den Skerries, Lambay Island, Ireland’s Eye, Martello Tower, Howth und Baily Leuchtfeuer queren wir die Dublin Bay und machen in der Marina Dun Laoghaire fest. Wir bringen die Fahrräder auf die Pier und radeln in die City. Heute essen wir mal nicht landestypisch, wir gehen zum Asiaten. Jasmintee statt Guinness.

Dundalk Bay – Dun Laoghaire = 45 Seemeilen

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Ankern in der Dundalk Bay.

Die Tide bestimmt mal wieder den Zeitplan. Frühes Aufstehen ist angesagt. Die TidenAPP sagt, um 7 Uhr losfahren. Das machen wir und wir haben richtig geplant, der Strom läuft mit und wir segeln flott nach Süden. Später kommt eine Maschine dazu (heute ist Jan an der Reihe), da wir so hoch am Wind nicht mehr segeln können. Mittlerweile sind wir in der Republik Irland angekommen und wir setzen die irische Gastlandsflagge. Nach 65 Seemeilen fällt der Anker in der Dundalk Bay.Zum Abendbrot gibt es Königsberger Klopse aus dem Glas mit Kartoffeln. Auch mal lecker.

St. John’s Point Lighthouse

Screenshot

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Titanic.

Mit Bahn und Fahrrad fahren wir nach Belfast zur Titanic-Ausstellung.

Auf genau diesem Gelände wurde die Titanic 1909 auf Kiel gelegt. Die 3jährige Bauzeit des Museums entsprach ungefähr der Bauzeit des Schiffes.

Das Museum ist 38 m hoch. Genauso hoch wie der Rumpf der Titanic. Die kantigen Formen sollen an die Bugpartien großer Schiffe erinnern.

Titanica, Skulptur einer tauchenden Frauenfigur.

RMS Titanic

Foyer des Museums

Die Ausstellung beginnt mit dem Shipyard. Mit diesen “Waggons” fahren wir durch die Werft und sind mittendrin beim Bau des Schiffes.

Glühende Nieten werden eingeschlagen und von der anderen Seite gegengehalten.

Fantastische 3D-Fahrt vom Kiel über die Decks bis zur Brücke.

Am 14. April 1912 kam es zur Kollision mit dem Eisberg.

Unsere Seekarte North Atlantic Ocean: Wir sind nach 99 Jahren im Mai 2011 mit Heimkehr auf unserer Reise von Bermuda zu den Azoren nur 300 Seemeilen von der Unglücksstelle entfernt gewesen.

Der Untergang. Von den über 2220 Menschen an Bord kamen 1514 ums Leben.

1985 entdeckt Ballard die Titanic in 3800 m Tiefe. Teile des Schiffes und andere Fundstücke wurden geborgen.

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Bangor.

Dann heißt es Abschied nehmen von Rathlin. Wir laufen um 5 Uhr aus, die Tide diktiert die Zeit. Wir setzen noch in der Church Bay das Großsegel, was aber mehr zur Deko war. Denn der vorhergesagte Wind ließ auf sich warten. Dafür war es sehr dunstig. In den wilden Eddies rund um Rue Point und Fair Head im Rathlin Sound wird Heimkehr ganz schön hin- und hergeworfen. Dann packt uns die Tide und wir laufen mit 11 Knoten über Grund Richtung Süden nach Bangor im Belfast Lough. Wir wollen uns unbedingt die Titanic-Ausstellung in Belfast ansehen. Aber erstmal machen wir eine kleine Fahrradtour entlang der Küste.

Sea U

Marlene & Bert

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Leuchttürme auf Rathlin.

Rathlin hat uns supergut gefallen. Eine ganz besondere Insel. Sie misst von West nach Ost 7 km und von Nord nach Süd 4 km. Mit dem Bus sind wir zum West-Leuchtturm gefahren. Eine abenteuerliche Fahrt über die ganze Insel auf engen, kurvenreichen Straßen. Zum Ost-Leuchtturm laufen wir. Und den Süd-Leuchtturm am Rue Point sehen wir von See. Am letzten Abend gibt es Musik und Tanz in Mc Cuaig’s Pub. Tolle Stimmung, nette Leute, leckeres Guinness. Mit der Crew der BOLERO haben wir einen schönen Abend.

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Rathlin Island.

Kurz zum Beiboot-Außendorder: Er läuft wieder! Die Vergaserreinigung und neues Benzin im Tank haben ihm gutgetan. Jetzt schnurrt er wieder – also der Motor, der Skipper aber auch. Die Kapitäne der Ausflugsboote freuen sich mit uns. Es ist so unglaublich, wie freundlich und nett hier alle sind.

Ballycastle hat uns gut gefallen. Der Hafen mit den Fischern, Fähren und Ausflugsbooten ist lebhaft, es gibt immer was zu gucken. Wir gehen zur Belohnung lecker essen, zum Nachtisch italienisches Eis. Ballycastle hat einen wunderbaren langen Strand und Morton’s Fish & Chips gleich am Hafen.


Aber jetzt lockt uns die vorgelagerte Insel Rathlin. Das sind nur 6 Seemeilen, bei bestem Sommerwetter schippern wir rüber. Diese Insel ist echt ein Highlight. Kleine Marina, wieder so ein warmherziger, netter Hafenmeister, ein uriger Pub, schönes Restaurant, drei Leuchttürme, ein kleines Museum, ein Mini-Dorfladen, ein kleiner Strand. Rathlin hat nur 150 Einwohner.

Die Insel hat eine wilde Geschichte und ist bereits 6000 v.Chr. besiedelt worden. 1575 gab es ein großes Massaker, bei dem Hunderte, insbesondere Frauen und Kinder, von den damaligen Engländern ermordet wurden.

Sea U

Marlene & Bert

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Der Außenborder.

Aller guten Dinge sind drei. Das Dinghy brauchte drei Anläufe, bis es endlich nicht mehr die Luft verliert. Aber der Außenborder will auch Aufmerksamkeit. Wir finden drei!!! Lecks: eins in der Ballpumpe, eins im Schlauch und eins im Filter. Hier in Ballycastle gibt es keinen Ausrüster. Wir schnacken mit zwei Ausflugsdamperkapitänen, die sofort alles stehen und liegen lassen, um uns zu helfen. Sie telefonieren rum und schon haben wir den richtigen Shop, in dem wir die Ballpumpe bekommen. 45 Minuten mit dem Bus zu einer Firma, die große Ribs baut (bis zu 2500 PS). Tom zeigt uns seine Firma. So nette, hilfsbereite, warmherzige Menschen. Wir sind begeistert.

Nach der Leckreparatur läuft der Motor immer noch nicht. Wir bauen den Vergaser aus und finden weißlichen Schmodder. Das sieht nach einem Benzin-Wassergemisch aus. Wir reinigen alles höchst penibel mit Bremsenreiniger und Druckluft und saugen das Wasser aus dem Benzintank. Jetzt gehen wir lecker Essen und morgen sehen wir mal, ob wir unseren Beibootmotor wieder zum Laufen bringen. Drückt uns die Daumen.

Das Reparaturteam: Marlene & Bert

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