In See, über Kurzwelle. Das finden wir ziemlich aufregend. Das wollten wir immer, nach Amerika segeln. Nun ist’s nicht mehr weit. Nur noch diese Nacht durch. Sea u Bert
Der will ja nur spielen.
Flugzeugabsturz auf Normans Cay.
Normans Cay, Bahamas, Sommer 1979. Carlos Lehder kauft im Januar 1979 die südliche Hälfte der Insel. Die auf der anderen Hälfte Wohnenden vergrault er, zum Beispiel mit den Schießübungen seiner Wachmannschaften. Die etwa 100 Mann wachen über die Insel und sorgen dafür, dass keiner sich der Insel nähert. Mit Hubschraubern und schnellen Booten ziehen sie eine weite Sicherheitszone um die Insel. Hundert Arbeiter bauen die Landebahn aus. Alsbald beginnt ein reger Frachtverkehr mit heißer Ware: Kokain. Eingangsfrachten aus Columbien, Ausgangsfrachten Richtung USA. Lehder betreibt eine ganze Flotte von Frachtflugzeugen. Im Sommer war er selbst auf der Insel, als das allerneuste Flugzeug auf seinem Jungfernflug einschwebte. Angesichts der Tatsache, dass der große Boss da ist, macht der Pilot eine besondere Show: Er setzt zur Landung an, startet durch (touch’n go)und will eine steile Kurve drehen. Die gelang nicht. Im flachen Wasser der Lagune landet die Maschine im Wasser. Da liegt sie heute noch. Lehder soll sich zu seinem Assi umgedreht und gesagt haben: Joe bestell ein neues Flugzeug. Am 14. September 1979 haben dann 260 Bahamische Polizisten versucht, der Sache ein Ende zu machen. Sie nahmen 33 Spitzbuben fest. Lehder bekam einen Tip und war schon auf der Nachbarinsel. Er löste die Sache auf seine Art. Ein Koffer mit 250000 $, und nach 48 Stunden waren alle wieder an ihren “Arbeitsplätzen” auf der Insel. Erst 1988 wurde Lehder in Columbien gefasst und alsbald in den USA zu lebenslänglich plus 135 Jahren verurteilt.___/)___ Der Flugplatz ist in Betrieb. Einige wenige Toutristen sind hier. Die Kneipe an der Piste gehört dem Enkel des Vorbesitzers der Insel. Da haben wir gegessen und uns diese Geschichte angehört.
Lenis Himmelfotos.
Das Versorgungsschiff kommt.
Staniel Cay, Bahamas. Alle sind am Hafen, wenn einmal die Woche das Schiff kommt. Jeder sucht sich seine Pakete und zieht fröhlich damit los.
Staniel Cay. Der Laden, die Bäckerei, der Junior.
Es regnet in den Bahamas.
Exuma Bank.
In See. Exuma Bank. Bahamas. Etwa 200 Nm bis USA und 7055 Nm seit Oberndorf. Dies ist keine Bank auf dem Ostedeich, auch keine, von der man Geld abheben kann, sondern eine riesige Sand- und Korallenbank. Bei flottem Wind segeln wir quer rüber, sie ist hier immerhin 35 Meilen breit, etwa 65 Kilometer. Hier ist es nun nicht ganz so aufregend, weil sie gleichmäßig tief ist und eigentlich keine Korallenköpfe haben soll. Trotzdem guckt immer einer von uns nach den Verfärbungen des Wassers, die die Riffe anzeigen. _____/)_____ Sea u Bert
7000 Meilen zum Schweinefüttern.
In See, Exuma Bank, Bahamas. Genau 7000 Seemeilen (ca. 13000 Kilometer) hat die Heimkehr seit dem 16. Juni letzten Jahres zurückgelegt, seit sie von den Oberndorfern feierlich verabschiedet wurde. Nach den 7000 Meilen war die Heimkehr gestern an der Bahamainsel Staniel Cay angekommen. Das Begrüßungskomitee war außergewohlich: Große Schweine liefen vom Strand ins Wasser, schwammen zügig zur Heimkehr und baten freundlich um milde Gaben. Eine Kartoffel wurde gern genommen. Freundlich grunzend schwammen sie wieder an Land. Die Bahamas sind eine über 800 Kilometer lange Inselkette auf riesigen Sandbänken. Alleine die Exuma Bank, auf der wir zur Zeit nach Norden segeln, ist 200 Seemeilen lang. Das Wasser ist hier selten über vier Meter tief, und wir können die ganze Zeit durch das türkis-grüne, kristallklare Wasser den Grund sehen. Es fühlt sich an, als würden wir in einem Schwimmbad segeln. Da die Hurricane Saison näher rückt, müssen wir weiter nach Norden. Die Hurricane Zone geht hoch bis etwa nach Washington. Wir wollen aber noch weiter, wenn wir es schaffen bis nach New York. Bevor wir im nächsten Mai die Rückreise nach Europa antreten, werden wir auf jeden Fall in diesem Jahr zum Weihnachtsmarkt nach Oberndorf kommen.
Schweinebucht.
Staniel Cay, Exuma Bank, Bahamas. Wir haben gedacht, es wäre eine Touri-Story. Nein es gibt sie wirklich, die schwimmendes Piggy’s. Sie haben von uns eine Süßkartoffel bekommen, fanden sie lecker. Einen Burger hätten sie wohl lieber gehabt. Sea u Bert