Wenn so ein Fischkutter mit Hilfe des Golfstroms unter Segeln und ohne Maschine 10,1 läuft, dann machen wir hier ne Flasche auf. Prost.
Das ist Fritz.
Golfstrom-Express.
In See, Atlantik, noch 100 Meilen bis Charleston. Der Golfstrom hat’s hier wirklich eilig. Bis zu 4 Knoten Strom laufen hier auf offener See. Das macht sie auch etwas ruppig. So haben wir eine Affennaht drauf. Rekord war heute Nacht 10.3 Knoten. Unser Etmal (über Grund) 195 Meilen, da wird soger der Hochseeporsche Momo blass. Unvorstellbar diese gigantische Warmwasserheizung. Große Teile Europas werden damit geheizt, die Häfen Norwegens bleiben Eisfrei. In dieser Kurve zwischen Florida, Georgia und South Carolina nimmt er nochmal so richtig Schwung, bevor er am Cape Hatteras dann Richtung Europa abspringt. Hier draussen beträgt die Wasserthemperatur fast 30 Grad. Mit Momo hatten wir heute wieder ein Seefunkgespräch Gespräch über 2000 Seemeilen Distanz in den Pazifik. Dort ist das Wasser nur 19 Grad warm. Da werden nachts lange Hosen getragen. Die Beiden haben übrigens ‘nur’ noch 2800 Meilen bis zu den Marquesas. Sea u Bert
Potzdonner.
In See, Atlantik, etwa querab von Cape Caneveral. 7382 Meilen seit Oberndorf. Das war eine wilde Nacht. Um eins kamen die ersten Wolken auf s Radar: Squalls. Das sind mini Tiefdfruckgebiete, die allerdings recht heftig sein können. Man (oder Frau) sieht sie auf dem Radar, es sind so wabernde Amöben. Ausweichen geht meistens nicht, also werden die Segel verkleinert und durch. 5 Stunden heftiges Gewitter, und ebenso heftiger Regen. Der Wind läufte vor den Dingern her, heute Nacht ging er bis auf 35 Knoten, das ist Windstärke acht. Auch hier hat sich unsere dicke Heimkehr wunderbar verhalten. Das steckt sie weg. Durch den starken Golfstrom, sind wir heute nacht immer wiedrer über 10 Knoten über Grund gelaufen. Flott. Heute morgen ging uns noch ein kleiner Mahi Mahi an die Angel, die Filets sind eine tüchtige Mahlzeit für zwei. Sea u Bert
Heimkehr läuft aus.
West Palm Beach, Florida, USA. Nach ein paar Tagen hier geht’s nun weiter nach Charleston, South Carolina. Eine wunderschöne alte Stadt. Vor dem Steven alles blau, hinter uns die Skyline von Palm Beach. Drei bis vier Tage werden wir auf See sein. Sea u Bert
MOMO läuft aus.
Galapagos. Unsere Freunde Brigitte und Uwe von MOMO laufen Freitag früh von den Galapagos zu den Marquesas aus. 3500 Meilen vor dem Steven, durch den pazifischen Ozean. Wir wünschen der schnellen MOMO eine gute Reise. ____/)____ Sea u Marlene und Bert
Was uns so auffällt in USA.
West Palm Beach, Florida, USA. Die Einklarierungsprozedur war ok. Wie das genau geht, werde ich für die Segler noch mal extra beschreiben. Neu ist uns, dass das Schiff zwar ein ‘Cruising-Permit’ für 12 Monate hat, wir, die Crew, aber nur eine Aufenthaltsgenehmigung für 6 Monate bis zum 25. November bekommen haben. Dann müssen wir raus, entweder kurz nach Canada oder nach Oberndorf zum Weihnachtsmarkt. ___/)___ Amerika ist groß. Für Fußgänger nicht gedacht. Der Weg zum Supermarkt ist weit. Einkaufen tut man in diesem Land mit Autos. Der Supermarkt ist so super groß, dass wir den Unterschied zu Staniel Cay (guckt mal ein paar Tage zurück) geradezu schockiert. Wir haben uns zusammen mit Liz und Bill von KALANDIA ein Auto gemietet, den Proviant aufgefüllt, Seekarten-Chips in Ft. Lauderdale geholt und den größten Yachtausrüster unseres Lebens besucht. Ein paar Ersatzteile braucht man immer. Sea u Bert
Neue Telefonnummer!!!
Wir haben jetzt in den USA eine neue Telefonnummer: +1 561 317 6910—-Da lohnt sich das Einspeichern, die bleibt fast ein Jahr.
Stars and Stripes.
Heimkehr in Amerika.
Vor Anker, West Palm Beach/Lake Worth, Florida, USA. 7270 Seemeilen seit Oberndorf.
Nach einer über 7000 Seemeilen langen Reise haben wir nun in West Palm Beach, Florida, die USA erreicht. Dies ist der 30. Staat, den wir mit der HEIMKEHR auf unserer Reise bisher besucht haben. Der Kleinste hatte 1600 Einwohner, der Größte sind nun die USA. Nordamerika mit dem eigenen Schiff zu besuchen, ist ein weiterer Lebenstraum, den wir schon seit Jahrzehnten mit uns herumtragen. Der erste Lebenstraum ist ja schon wahr geworden: mit dem eigenen Schiff über den Atlantik in die Karibik segeln. Oft haben wir darüber gesprochen, geträumt z.B. bei den Frühstückspausen während der Schiffsbauzeit. Da haben wir unserem Olaf immer erzählt was wir so machen wollen. Mit Flugzeug und Auto haben wir schon viel vom Land gesehen. Auch geschäftlich war der Skipper schon viele Male in den USA, hatte allerdings nie Zeit. Das ist nun ganz anders, denn um der kommenden Hurrikan-Saison zu entfliehen, segeln wir die Ostküste der USA hoch, möglichst bis nach Kanada. Auf dem Weg dahin liegen Charleston, die große Chesapeake Bay, New York und Maine mit dem berühmten Indian Summer. Von da geht es dann im Herbst wieder nach Süden mit dem Ziel, Ende des Jahres nochmal eine Saison in der Karibik zu verbringen. Im Mai nächsten Jahres beginnt dann die Rückreise nach Europa, nach Oberndorf. Unterwegs haben wir gelernt, dass in den meisten Ländern w i r die Farbigen waren und w i r die Ausländer. Alle, die wir kennengelernt haben, haben uns gut behandelt. Wir haben besonders in der Karibik und auf den Bahamas viel Fröhlichkeit und Kreativität getroffen. Etwas mehr karibisches “Take it easy man” würde sicher auch in unsere Welt zwischen Weser und Elbe passen. Das wir nun tatsächlich in den USA angekommen sind, bewegt uns. Der Weg hierher war nicht immer einfach. _____/)____ Sea u Marlene und Bert