Next Stop New York.

Vor Anker, Cape May, New Jersey, USA. 8509 Seemeilen seit Oberndorf. Ein kurzer Trip, von Delaware nach New Jersey quer über die Mündung des Delaware River. Etwa 20 Meilen. Hier in Cape May liegen wir im Hafen vor Anker, vor der Schule der US Coast Guard. Morgen früh geht’s weiter nach Norden, Richtung New York. Das soll gute 24 Stunden dauern. SeaU Bert

Das war nicht unser bester Tag.

Vor Anker vor Lewes, Delaware, USA. 8489 Seemeilen seit Oberndorf. Erstmal hatte ich mich ganz gehörig mit der Tide verrechnet, dann hat der Wind sich nicht an die Vorhersage gehalten. Wir sind von heute Morgen um zehn bis heute Abend um zehn gegen sechs Windstärken angebolzt. In der über 50 Meilen langen Bucht gibt es gegen Südwind nur ganz im Süden Schutz. Also mit beiden Maschinen gegenan, den ganzen Tag lang. Das war doof. Nun sind wir um 22.00 Uhr vor Lewes vor Anker gegangen und freuen uns über die Ruhe. Vor unserem Feierabend haben wir noch schnell die beiden Hauptdieselfilter gewechselt, weil die Vacumeter wieder im Anschlag waren. Das heißt, beide waren fast dicht. Wenn die Tagestanks nicht ganz voll sind, wird natürlich bei diesem blöden Seegang der Staub aus den Ecken gespült. So etwas machen wir im eingespielten Team unter 15 Minuten. Morgen segeln wir wohl rüber nach Cape May, unserem Absprung nach New York. Gute Nacht. Bert.

C&D Canal

Eigentlich wollten wir früh ankerauf im Sassafras River. Aber dann kamen nochmal Robert und Hund Nicki längsseits, um uns zum Frühstück einzuladen. Das mussten wir leider wegen der Tide im C&D Canal dankend ablehnen, aber geschwatzt haben wir dann doch noch fast eine Stunde lang. Wie nett. Wir kommen auf der Rückfahrt wieder. ____/)____ Ganz im Norden der Chesapeake Bay verbindet ein 19 Seemeilen langer Kanal die Chesapeake Bay mit der Delaware Bay, eben der Chesapeake und Delaware Kanal. Wir haben den richtigen Zeitpunkt für die Durchfahrt ausgerechnet, die mitlaufende Tide schiebt und wir laufen mit 7,7 Knoten über Grund durch den ca. 120 m breiten Kanal. Sieht aus wie der Trollhättan Kanal in Schweden. Schon im 17. Jahrhundert spukte einem Holländer die Idee im Kopf herum, die beiden großen Buchten miteinander zu verbinden. Aber erst Benjamin Franklin brachte 1822 das Projekt ins Rollen und 3000 Arbeiter nahmen Schaufeln und Äxte in die Hand und schufen diese Abkürzung. 1829 wurde er für die Schiffahrt freigegeben, hatte damals noch 4 Schleusen. Im Ersten Weltkrieg bekam der Kanal große Bedeutung und Präsident Theodor Roosevelt ließ 1919 die Schleusen wieder entfernen. Der Kanal wurde weiter verbreitert und ausgebaggert. Hier gehen große Schiffe durch und nutzen den Shortcut zwischen den beiden großen Städten Philadelphia und Baltimore. Wir passieren 5 Brücken, alle hoch genug für Heimkehrs Mastlänge. ____/)____ All’s well on board. Marlene

Minenfelder.

Diese Bojen liegen hier dicht an dicht und markieren die darunter liegende Krabbenfalle. Die Leinen wollen furchtbar gern in unseren Propeller. Wir müssen sehr aufpassen beim Slalomfahren. SeaU Bert

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Ein Abend wie Samt und Seide.

Sassafras River, Maryland, USA. Solche Abende kennen wir vom Ärr in Schweden. Dann kamen noch unsere Nachbarn aus dem wunderschönen Haus zum Schwatz vorbei, mit einem Chesapeake Retriever im Boot, der berühmten hiesigen Hunderasse. Ein wunderschöner Abend mit klassischer Musik von Grieg. Anschließend ein völlig ungestörter Sternenhimmel wie ein Zelt über uns. Der große Wagen hängt etwas schief, aber der Nordstern, der zeigt so ungefähr nach Oberndorf. SeaU Bert

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Die Chesapeake Bay Bridge.

Genauer gesagt, die William Preston Lane Jr. Memorial Bridge, benannt nach dem früheren Governor von Maryland. 1952 wurde die erste mit 2 Spuren gebaut und war damals mit 7 km die weltweit längste wasserüberspannende Stahlkonstruktion. 1973 wurde dann die zweite gebaut, mit 3 Spuren. Die Brücken sind 56,7 m hoch. Da passen wir locker durch. SeaU Marlene

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