Und nun zu dritt!
Und hopp!
Proper Preflight Planning Prevents Poor Performance.
Diesr Fliegerspruch mit den ‘5 P’ gilt auch für Skipper. Erstmal die Karten und Handbücher studieren. 400 Seemeilen durch den Atlantik muss man ernst nehmen.
Leni’s Taxi.
Der erste Blick.
Angekommen in Grand Turk.
6573 Seemeilen seit Oberndorf. Ein Taxifahrer namens Moses ruft beim Zoll an. Ich solle mal hier warten, das Büro hätte der letzte Hurrikan mitgenommen. In der Tat überall Trümmer, dazwischen eine ganze Palette mit Einklarierungspapieren. Es erschien eine nette braune Lady mit zwei kleinen Kindern (es ist Samstag), stellte sich als Customs-Officer vor. Die ganze Formularprozedur spielte sich auf der Kühlerhaube ihres Jeeps ab. Nun dürfen wir 7 Tage hierbleiben. Da zum Einklarieren immer nur der Skipper an Land darf, solange die gelbe Flagge weht, musste die ganze restliche Crew an Bord bleiben. Allerdings musste Leni’s Taxi mich erstmal auf den Strand setzen. Die hiesige Flagge haben wir noch nicht. Haben erstmal das englische Red Ensign gesetzt, da die Inseln seit 1972 britische Kronkolonie sind. _____/)_____ Sea u Bert
Berts große Stunde.
Und dann hat Bert noch den Computer repariert. Mit dem Schraubenzieher!!! Was genau passiert ist, wissen wir nicht. Jedenfalls schwarzer Bildschirm, kein Pieps, kein Blink. Nicht nur das, der Drucker funktioniert wie auf wundersame Weise auch wieder, obwohl der schon seit Wochen den Dienst eingestellt hatte. So haben Nachtwachen eben auch was gutes, Mann hat Zeit und werkelt ein wenig rum an den technischen Geräten. Und kann dann völlig unbeobachtet zur Belohnung an die Süßigkeiten-Box. Hat er sich verdient. Ich bin stolz auf ihn. Meine PC-Arbeit war nicht so erfolgreich. Habe versucht, den Ersatz-Computer daran zu erinnern, dass er mittels Bluetooth gefälligst mit dem Kurzwellenfunkgerät und dem integrierten Pactor-Modem zu kommunizieren hat. Fällt ihm im Traum nicht ein. Über COM7-Schnittstelle? Kenn ich nicht, meint er, er kennt nur COM1. Bevor er überhaupt weitermacht, hätte er doch gerne ein Bluetooth-Passwort. Das kenn ich nun wieder nicht. Kurz gesagt, wir verstehen uns nicht. Ich gehe freiwillig NICHT an die Süßigkeiten, Strafe muss sein. ___/)___ Die Nacht ist heute schwärzer als gestern, der abnehmende Mond versteckt sich immer wieder hinter Wolken. Die sehe ich, wenn sie sich zu Squalls zusammenbrauen, als wabernde Amöben auf dem Radarschirm. Passieren gerade die Passage zwischen Silver- und Mouchier-Bank. Diese Banks sind bis zu 20 m flach, die Passage dazwischen fast 4000 m tief. An manchen Stellen ragen die Korallen auch an die Oberfläche, aber da machen wir einen großen Bogen drumrum.
All’s well on board. _____/)_____ Marlene (on duty von 01.00 – 05.00 Uhr)
Noch ne Nacht,
In See, Nordatlantik, 6477 Meilen seit Oberndorf. Über Kurzwelle. Auch heute fast kein Wind, was uns die Gelegenheit zu allerlei Wartungsarbeiten gab. Die Winschen sind gefettet und wir haben grau gemalt. Und komische mini Leckstellen im Auspuff angedichtet. Da jetzt Mai ist, ist nun auch die endgültige Entscheidung gefallen: Wir fahren weiter nach USA, nach Oberndorf ginge es hier rechts ab, und zwar nur Anfang Mai. Also in einem Jahr werden wir hier den Kurs absetzen zu den Azoren. Nun gucken wir erstmal diese Inseln an. Auf Grand Turk gab’s 1962 große Aufregung, der berühmte Astronaut John Glenn ist mit seiner Kapsel genau hier vor der Insel ins Wassser geplatscht. Da hat der US Präsi Johnson ihn von hier angeholt. Nett nicht? Seidem ist wohl nichts weiter passiert. Sea u Bert
Nachtwachen haqben auch was Gutes
In See, Atlantik. Ein Schiff haben wir heute gesehen. Ein Hochseeschlepper mit einer riesigen Barge im Schlepp, beladen mit Containern. Der Schlepper läuft über eine Meile vor der Barge. Bild kommt später. Bis Caicos noch über zwei Tage. Immer noch kein Wind. Ja was gut ist, freier Zugang zu den Süßigkeiten ohne Hinweis auf die Magenverträglichkeit. Marlene schläft. Sea u Bert______/)______