Faenoe – Whalewatching

….ist von Rebaek nur ein paar Meilen entfernt. Hier bildet der kleine Belt eine Kreuzung. Nach Westen der Koldingfjord, nach Osten der Gamborgfjord, und der kleine Belt nach Norden und Sueden. Es gibt hier immer geschuetzte Ankerplaetze, zum Beispiel rund um Faenoe, wie heute. Jedes mal, wenn wir hier herumschippern, sehen wir Schweinswale. Die sind ein bis eineinhalb Meter lang und zeigen elegant ihre Rueckenflosse. Der Ausruf ‘Flipper querab’ ist mehrfach taeglich zu hoeren. Es ist richtig schoen hier. Da wir heute auf einem Dithmarscher Famielienfest waren, gibt’s in diesem Jahr auch nix mehr zu essen. Mindestens. Es sei denn mein Kumpel Sven haette mir doch eine Frikadelle aufgehoben. Aber das waere ja nur eine Ausnahme. Sea u Bert

Rebaek

Hier in Rebaek sind wir im Sommer zu Hause. Hier haben wir vor dem Haus von Johannes und Mona eine Mooring, d.h. eine Ankerboje, an der wir festmachen. Im Grund ist ein niedlicher Betonstein von 750 kg. Rebaek liegt im Koldingfjord kurz vor Kolding auf der Suedseite. Eine Mooring ist eine tolle Sache, das Schiff dreht sich mit Wind und Strom um die Boje, bei jedem Blick hat man einen anderen Vorgarten. Leicht gehuegeltes Land, im Wechsel der Jahreszeiten unterschiedlich gefärbt. Zur Marina und damit zu Broetchen (endlich zum Thema) sind es etwa 3 Minuten mit dem Flitzboot. In Kolding , der zweit- oder dritt-groeßten Stadt Daenemarks, gibt’s natuerlich alles. Man kann auf einem Fluss mit Beiboot bis Mitten in die Stadt.
Der Tag war toll, den ganzen Tag mit den Passatsegeln herumprobiert, lief super. Bei ruhigem Wetter beherrschen wir die Sache nun. Wenn’s pfeift, wird das sicher schwieriger.
Heute Mittag gab’s Pfannkuchen aus so einer Schuettelflasche mit Cranberries und Zucker+Zimt. Heute Abend einen Gemuesetopf mit selbsteingekochtem Rinderfilet. Die Basis ist der Saft aus dem Fleisch, etwas Kokosmilch, gelbes Curry, Kardamom und Geheimgewuerz. Das Einkochen wollte ich mal probieren, hat geklappt. Einfach Rinderfilet in ein Twist-off-Glas und 1 Stunde und 20 Minuten kochen, was mir etwas lang vorkommt. Dann, so hab ich irgendwo gelesen, ist es sterilisiert. Spaeter werde ich so die im Atlantik gefangenen Thunfische einkochen. Vielleicht fangen wir ja auch mal ‘ne Kuh. Sea u Bert

Tunoe

Donnerstag ist Seemannssonntag. Da gibt’s eigentlich Torte. Leider nicht auf diesem Schiff. Tatsaechlich ist das so Brauch in der internationalen Welt des Seemanns. Da sich die Wochentage des Seemanns nicht besonders unterscheiden, und die Schiffe im Atlantik sonntags nicht rechts ran fahren, wurde eben der Donnerstag ausgeguckt. Hab heute trotzdem keinen Kuchen gekriegt. Sauerei. Heute war eindlich der Wind fuer die Passatsegel zu gebrauchen. Zwei große (je 50 qm) dreieckige Segel ganz vorne, die vor dem Wind gefahren werden. Dies sind auf der grossen Reise die Haupt-Arbeitssegel, da man ueblicherweise die Passatwinde (Tradewinds) nutzt. Lief toll, 3.7 Knoten Geschwindigkeit bei nur 8 Knoten Wind (das sind gerade mal ganz knapp 3 Windstaerken). Das ist fuer unseren 40tonner Diesel ein flotter Wert, fuer Radfahrer eher lahm. Nun sind wir hinter Tunoe vor Anker. Morgen kommt der Rest bis Kolding, und dann darf ich bald endlich wieder mit kleinen Gabelstaplern spielen.
Zu futtern gabs Fischcurry aus drei Sorten frischem Fisch. Rezept gibt’s ganz aehnlich auf der Website von www.Bobbyschenk.de, dort Karlas Kochkiste. Bobby ist der weltweit anerkannte Großmeister Bluwassersegelei, dessen Buecher ich alle gelesen habe, und sehr regelmaessig seine Website verfolge. Seine Frau Karla ist die Weltmeisterin der Bordkueche. Von ihr und ihrem vor 30 Jahren erschienen Bordkochbuch hab ich viel gelernt. Bin ganz stolz, dass sie nun auf ihrer Kochseite ein Rezept von HEIMKEHR veroeffentlicht. Auf der Duesseldorfer ‘boot’ hatte nicht nur ich sie mit Nachdruck aufgefordert, endlich wieder ein Kochbuch zu schreiben, das ist inzwischen auf der website (siehe oben) geschehen. Meckern hilft doch.
Sea u bert

Traumsegeln nach Ebeltoft

Wir konnten uns schwer trennen von Hjelm. Diese Insel ist einfach zu schoen. Erstmal tauchend Seepocken vom Schiffsbauch abgekratzt. Dazu gibt es ein Spezialwerkzeug, einen Aluminium-Pfannenwender Marke Erika. Das Wasser inzwischen tropisch heiss, 19 Grad. Der erwanderte Leuchtturm hat den alpin anmutenden Anstieg mit einem herrlichen Rundblick belohnt. Das 6tausnste Bild vom Schiff und diverse vom Leuchtturm werden in Form von Nullen und Einsen auf den Chip gebeamt. Ship auf Chip. Alles klar? Der Weg nach Ebeltoft war traumhaftes segeln. Das Hoch ‘Rolf’ beschert uns blauen Himmel bis zum Horizont. Heute kein Rezept, es gab Scholle im Restaurant. Ich war ganz verrueckt auf die Kartoffeln. Leider auch auf die Buttersoße.
Morgen soll endlich das neue Passatsegel probiert werden. Dazu brauchen wir achterlichen Wind. Wenn der nun aus Sueden kaeme, muessten wir zurück nach Norwegen. Dann kommen wir drei Wochen spaeter nach Hause. Aber in einem grossen Hoch pustet der Wind meist aus Ost. Das wird ‘Rolf’ auch tun. Sea u bert