Is so wiet!

Das war auf der Bieritz-Werft der Ausruf, der alle an die Arbeit schickte. Morgen Mittag wollen wir nun los. Wir hoffen, dass der Wind dann rum ist auf etwa Nord. Dann sind es etwa 120 Seemeilen (nm) bis zur Ecke des Verkehrtrennungsgebietes vor der holländischen Insel Terschelling. Verkehrstrennungsgebiete sind Autobahnen zur See, in denen jeweils zwingend nur in eine Richtung gefahren werden darf. In der Mitte ein breiter Grünstreifen, der allerdings eher blau ist. Unsereiner bleibt da lieber draußen. Wir werden knapp außerhalb, nördlich des südlichen Weges segeln. Wir wollen am liebsten durch bis zur Isle of Wight. Das sind von hier etwa 400 nm. Das könnten wir in 4 Tagen schaffen, wenn Wind und Strom auf unserer Seite sind. Da der Englische Kanal aber die meistbefahrene Wasserstraße der Welt ist, müssen wir die Nachtwachen dort zu zweit gehen. Das werden wir natürlich nicht lange durchhalten. Wait and see (sea). Morgen früh letzte Gelegenheit für Panikkäufe, wir werden sie nutzen. Ob wir aufgeregt sind? Klar, tüchtig. Aber wir wollen nun auch los. Sea u Bert____/)_____

Just in Time!

Die Pässe mit den US-Visa sind da. Anke hat sie uns auf die Insel gebracht. D’Anke.

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Morgen geht’s los!

Der Wetterbericht verspricht Gutes! Wenn’s wirklich so wird wie versprochen, laufen wir morgen um 14.00 aus Richtung England. Sea u
Bert________/)_____

Mange Puust!

Sagen die Dänen zu viel Wind. Wir liegen in Helgoland und haben reichlich davon. West 7 ist genau das, was wir nicht gebrauchen können. Aber die Aussichten sind gut: Am Dienstag ist die Chance groß, dass wir sanftere, nördliche – vielleicht sogar nordöstliche Winde bekommen. Wenn der Wind sich an die Vorhersage hält, zischen wir ab. Die Wetterberichte bekommen wir täglich von WETTERWELT. Die haben uns auch im letzten Jahr sehr geholfen. Sie kommen jeden Morgen per Kurzwelle als Mail. Mein Vater hat immer gesagt: GEDULDIGER SKIPPER HAT IMMER GUTEN WIND ___/)___ Zur Zeit genießen wir Helgoland. Reparieren, sortieren, verbessern und ordnen alle möglichen Sachen. Zwischendurdch immer fein schnacken. Wir liegen ganz gut, konnten uns mit dem kräftigen West genau von der Seite an einer Boje und einem Anleger freiholen. So berührt die Dicke (der Kutter ist gemeint, nicht Leni) nicht einmal die Pier. Gestern gab’s Steak aus dem wunderbaren Fleisch von Manni Engel. Heute Salat mit leckeren Krebsschwänzen. Auch von Engel. Geht doch, oder? Sea u Bert

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James Krüss

Irgendwo ins grüne Meer hat ein Gott mit leichtem Pinsel, lächelnd wie von ungefähr, einen Kleks getupft, die Insel.

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Mein schönstes Ferienerlebnis…

Roter Fels, Seehunde, Sonnenuntergänge, überall leckere Restaurants und die reine Nordseeluft, aber was ist das alles gegen Brötchen vom Inselbäcker Meier. Diese Brötchen macht der schon seit 50 Jahren. Was ich da alles verpasst habe, ich komme doch erst seit 45 Jahren her. Sea u Bert ______/)______

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Helgoland

ist auch ein ganz gehöriges Stück Heimat für uns. Die Überfahrt easy, gemütlich mit viel Sonnenschein. Sonnenschein und Wärme haben wir auch nochmal zum Abschied bekommen von Petra, Daphne und Rainer. Jetzt fehlen uns noch die Logbücher und die Pässe. Die Letzteren werden noch in der US-Botschat in Berlin bearbeitet. Aber die Visa bekommen wir´, das hat man uns zugesagt. Die Logbücher haben wir schlicht vergessen zu kaufen. Wir haben gern eine bestimmte Form. Aber Anke hat sie in Hamburg fix besorgt und wir werden sie bald haben. 2300 l Diesel haben wir getankt, etwa 3000 passen rein. Und Hurra, der Wassermacher geht! Geiles Teil. Macht 60 l Wasser in der Stund. Das Wasser schmeckt hervorragend! Nun morgen früh? Na? Habt Ihr im letzten Jahr aufgepasst? Meier Brötchen. Klar!
Sea u Bert _______/)_____

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