Kein Bild, kein Strom, wir kommen schon.

Great Kill Harbor, Staten Island, New York, USA. Ok der Hurricane ist weg. Aber nun geht plötzlich die Espressomaschine nicht. Schließlich auch ne Naturkatastrophe. Der Inverter, der aus selbstgefertigten 24 Volt 230 Volt machen soll, tut’s nicht. Ich guck schon mal, was ein neuer kostet, was soll man schon machen an zwei Schuhkartons voll Elektronik. Leni bleibt hartnäckig und studiert den Schaltplan und das Handbuch. Ich hatte alles geprüft, was man prüfen kann an dem Ding. Sie verlangt hartnäckig, dass ich das Controlpanel auseinander nehme. Zieh doch mal die Stecker der Datenleitung. Das war’s. Mit einem Tropfen WD 40 und etwas Einschleifen lief das Ding wieder. Klasse das Mädchen! Bestimmt kriegt sie jetzt den Aushilfsjob bei Eddy und Nils und nicht ich. Dafür krieg ich wieder ordentlichen Kaffee. SeaU Bert

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Gott sei Dank!

Great Kill Harbor, New York, USA. Es ist alles gut gegangen. Trotz dieses Flugtheaters gestern waren wir um 17.00 an Bord und alles war friedlich. Es wehte ein leichter Nordwind und Heimkehr lag fest mit vier dicken Leinen an ihrer Mooring. Einziger ‘Schaden’: Jede Menge Möwendreck auf Solarzellen und Radar. Der Hurricane Earl hatte seine Zugbahn seit Cape Hatteras etwas nach Osten dreht. Damit entstand genug Abstand zu uns. Für uns unerwartet ist die scharfe Abgrenzung der Winde. Nur 200 Seemeilen östlich von uns blies der Sturm mit umgerechnet 15 Windstärken nach Beaufort, das sind Windgeschwindigkeiten, die wir in Europa nicht kennen. Wellenhöhen bis 12 Meter. Kaum ein Schiff kann solchen Gewalten widerstehen. Hurricanes ziehen normalerweise nicht so hoch nach Norden. Die Hurricane Zone endet je nach Betrachtung der verschiedenen Vericherungsgesellschaften entweder in Florida oder am Südende der Chesapeake Bay. Um den Hurricanes zu entgehen, sind wir so weit nach Norden gesegelt. Wir haben sehr großes Glück und viel seelischen Beistand durch unsere Freunde gehabt. Danke. SeaU Marlene und Bert

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Jogging in Amsterdam.

Amsterdam. Heute Morgen um sieben Uhr findet der Pilot einen technisches Problem an unserem Flugzeug. Bis alles wieder lief, war der Slot in Amsterdam weg. Alle Versuche, aus dem stehenden Flugzeug in ein anderes zu kommen, schlugen fehl. In Amsterdam ist das Gate G6 am anderen Ende der Gebäude. Wir sind die ganze Strecke gerannt, um dann vor der geschlossenen Tür zu stehen. Zu spät. Wir fliegen nun um 13.00 weiter und sehen hier im Fernsehen, wie der Hurricane zieht. Zur Zeit sieht es so aus, als wenn EARL (wie von Leni und Rolf prognotiziert) auf einer ziemlich geraden Linie von Cape Hatteras nach Nantucket zieht. New York und Long Island liegen in einer langen Bucht. Wir haben die Hoffnung, dass Great Kill (unser Hafen) vom Sturm nicht erreicht wird. Wir können nun etwa um 17.00 local time an Bord sein. SeaU Bert

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Hurrikan EARL.

Oberndorf. New York. Gerade gestern hatte uns Renate gefragt, ob wir unterwegs auch mal Angst gehabt haben. Da haben wir nach langem Überlegen NEIN gesagt. Heute aber haben wir Angst. Angst um Heimkehr, die allerdings in einem sehr geschützten Hafen an einer schweren Mooring liegt. Aber der Hurrikan Earl soll nach den Vorausberechnungen ziemlich dicht an uns vorbeiziehen. Wir haben deswegen umgebucht und fliegen am Freitag nach New York und sind bereits am Freitagmittag in Newark. Am späten Nachmittag soll dann der Sturm kommen. Wir werden kämpfen. Drückt uns die Daumen. Marlene + Bert