Kurzwelle mit Pactormodem. Das ist einer der wenigen Ausrüstungsteile an Bord, ohne das wir nicht auf eine intercontinentale Reise gehen würden. Wir sind Seefunker, haben also die Long Range Scheine, wir sind nicht Amateurfunker. Prüfung und Lehrgang bei letzterem sind aufwändig, aber man lernt eine Menge und hat ein weiteres Teilnehmerfeld über die Welt verteilt. Wir werden den Schein im nächsten Winter machen und wollen dann von zu Hause aus mit Segelfreunden in der Welt schnacken. Aber auch mit Seefunk funktioniert die Sache hervorragend. In den Häfen finden sich die Yachties, die die gleiche Richtung haben und dann schlägt man eine Zeit und Frequenz vor. Und dann dran bleiben. Schiffe, die noch im Hafen liegen, versorgen die, die schon draußen sind, mit Wetter so lange noch Internetverbindung besteht. Auf See dann haben wir uns immer zuerst die Position, Wetter und Schiffsdaten durchgegeben. So bekommt man eine hervorragende Ergänzung zu den Wetterberichten. Im Atlantik zwischen Bermuda und den Azoren haben wir uns so über die Strömungsdaten ausgetauscht, die uns mit 1,5 kn entgegenstanden. So kann man sich helfen. Auch technische Hin- und Herberatungen und schließlich Rezepte für den gefangenen Thunfisch sind willkommene Abwechslung auf den langen Ozeanstrecken. Apropos Wetter: Wir bekommen jeden Morgen ein Mail über unsere Kurzwelle von Wetterwelt in Kiel. Wir hatten nie Probleme mit dem Empfang. Für die Installation braucht man einen Fachmann, weil Kurzwelle immer noch etwas Zauberei ist. Wir haben das mit Yachtfunk.com gemacht und alles hat funktioniert. Das war nicht bei allen so, die wir getroffen haben. Ihr könnt ihn auf der boot in Düsseldorf treffen. Sea u Bert
Author: Bert
Noch ein weiterer Termin für Vortrag!
Oberndorf. Am 10.2.2012 um 19.30 Uhr werden wir ein weiteres Mal unseren Vortrag (2.Folge) halten. Wieder im historischen Gasthaus ‘Zur Sietwende’ (Henning)in Oberndorf-Niederstrich, Niederstricher Deich 2. Wir werden berichten über die spannende Strecke durch Karibik und Bahamas, die amerikanische Küste bis rauf nach New York. Wir haben allerlei aufregendes erlebt auf diesem Stück, heftigste Gewitterstürme, einen Vulkanausbruch und schließlich einen auf die Heimkehr zulaufenden Hurricane. Wir freuen uns, wenn Ihr kommt. Oberndorf ist immer eine Reise wert, besonders diesmal, denn es gibt in der Pause die berühmten Dölling-Würstchen. Sea u Marlene und Bert
Was hat sich bewährt, Teil 21.
Eine elektrische Ankerwinsch. Natürlich kann sie auch hydraulisch sein. Die ist ein erheblicher Sicherheitsfaktor, auch für kleinere Schiffe. Bei uns ist es viele Male vorgekommen, dass entweder der Anker nicht gut saß oder unsere Position nach dem Kettestecken doch zu dicht am Ufer oder am Nachbarn war. Dann fällt die Entscheidung ‘nochmal hoch’ viel leichter. Bei Heimkehrs Gewichten (das Skippergewicht spielt hier keine Rolle!) geht es sowieso nicht anders. Die Kette wiegt etwa 450 kg, der Anker weitere 95 kg. Zweimal mussten wir ihn ohne Ankerwinsch heraufholen, als sie in USA ausfiel. Unsere Winsch war eine große internationale Marke, die wir gewählt hatten, weil wir in die Welt segeln wollten. Nach 8 Jahren war kein Ersatzmotor zu bekommen, weder im Herstellerland England noch in USA. Wir mussten eine ganz neue kaufen und waren stinksauer. Auf dem Bild ist die neue Winsch. Sea u Bert
Was hat sich bewährt, Teil 20.
Ein schweres Ankergeschirr. Unser Anker wiegt 95 kg. Nun kriegt mal keinen Schreck, die Heimkehr ist ja auch ein ziemlicher Brocken mit ihren 42 Tonnen. Der Reserveanker hat 50 kg und ist an Deck gelascht. Die Kette ist 13 mm stark und 100 m lang. Warum solche Schwergewichte? Der Toplichtkatalog gibt auf einer Tabelle Richtwerte an. Auch in dieser Tabelle würde ich empfehlen, eins höher zu gehen. Alle Berechnungen sind für Anker mit hoher Haltekraft. Unserer ist ein D’Hone Anker, den man häufig an Berufsschiffen sieht. Bei einem Besuch im Royal Cape Yacht Club in Kapstadt trafen wir den Skipper eines Motorseglers, der hatte einen 95 kg Bügelanker. ‘Ein schwerer Anker ist das beste Schlafmittel’ sagt er und wir haben unseren Anker sofort aufgerüstet, schwerer gemacht. Unser tiefster Ankergrund war in Schottland mit 29 m Wassertiefe. Da sind natürlich selbst 100 m nicht genug, aber mehr hatten wir nicht und das Wetter war ruhig. Unser Anker ist auf unser Atlantikreise nur zweimal durch den Grund gegangen (dragged), beide Male in nordamerikanischen Gewitterstürmen mit Windstärken um 58 Knoten (11 Bft). Keine einzige Yacht war nach dem Sturm noch an der gleichen Stelle. Wenn ich so könnte wie ich wollte, würde ich einen Bügelanger nehmen. Leider kann man den nicht in einer Kettenklüse fahren, wie es bei Heimkehr sein müsste. Wir haben viele Bügelanker gesehen unterwegs. Vorsicht vor günstigen Kopien, ich habe auch schon verbogene gesehen. Die beste Adresse für Anker und Ketten ist ‘Toplicht’ in Hamburg. Über die Ankerwinsch und die gelbe Leine mehr in den nächsten Tagen. Sea u Bert
Was hat sich bewährt, Teil 19.
Sea me. Dies ist ein aktiver Radarreflektor. Obwohl Heimkehr nicht nur schwer, eisern und oben eckig ist, konnte ein Lotse von der Radarberatung auf der Elbe uns nicht gut sehen. Das ‘Sea me’ vergrößert das Echo auf dem Radarschirm der anderen Schiffe vielfach, bei sehr geringem Stromverbrauch. Besonders wichtig im großen Atlantik, wo sechs Meter Dünung nichts ungewöhnliches ist. Eine zweite Funktion ist die Radarwarnung. Solange das eigene Radar ausgeschaltet ist, piept es, wenn Radarstrahlen von anderen empfangen werden. Wenn’s piept, ist es klar, irgendwo rundherum ist ein anderes Schiff. Eine oft lebenswichtige Information. In Nord- und Ostsee hilft diese Funktion allerdings wenig, weil es fast überall sendende Radargeräte gibt. Sea me – Sea u Bert
Spargelzeit?!
Oberndorf. Heute gab’s Spargel. Meine Tochter Julia hat ihn im Frühsommer eingefroren, weil ich so furchtbar gejammert habe, dass es keinen Spargel gibt außerhalb von Europa. Heute war es soweit. Bescherung. Ist natürlich nicht ganz so wie (F)frisch, aber wenn man (und Frau) seit drei Jahren keinen Spargel gegessen hat, dann ist es ein Genuss! Im nächsten Jahr legen wir nicht ab, bevor wir nicht ausgiebig Spargel gegessen haben. Sea u Bert
Was hat sich bewährt, Teil 18.
Obstkisten. Diese braunen Obst- und Gemüsekisten hat jede Yacht irgendwo im Schiff, die von Las Palmas aus über den Atlantik gesegelt ist. Die Händler liefern den Proviant darin. Sie sind zäh, robust und vielfach einzusetzten. Die auf dem Bild nimmt schon seit 15000 Meilen die Fallen unter dem Großmast auf, schützt vor dem Über-Bord waschen. Unter Deck ideal für Kartoffeln und im Maschinenraum gut für Ersatzteile. Auch außen an der Reling sind sie gut für die Landschuhe, damit die Kakerlakeneier nicht an Bord kommen. Und die gesammelten Muschelschätze passen auch gut rein. Sea u Bert
MOMO auf See.
Oberndorf. Seit ein paar Tagen ist Momo unterwegs von Capetown nach Namibia, ob nach Lüderitz oder Walvis Bay ist noch nicht klar, weil Lüderitz bei Nacht schlecht anzulaufen ist. Auf jeden Fall lohnt es sich, auf die Website zu gucken, denn da berichtet Uwe unter ‘Momo-Express’ täglich auch darüber, was Brigitte kocht. Liebe Köche an Land und auf See, da können wir uns eine Scheibe abschneiden. Da wird immer schick gekocht und auch bei sieben Windstärken die Spätzle geschabt, wie sich das eben auf einem Schwaben-Schiff gehört. Wir essen heute als kulinarische Brücke in den Südatlantik schwäbische Maultaschen. Sea u Bert
Was hat sich bewährt, Teil 17.
Prebit Leuchten. Wir haben Heimkehr vor dem großen Auslaufen wo immer möglich mit LED Leuchten ausgestattet. Dabei spielte nicht nur der viel geringere Stromverbrauch, sondern auch die Lebensdauer der Leuchtmittel eine Rolle. Auf unsere Reise von 2,5 Jahren haben wir eine große Menge Ersatzteile mitgenommen, allerdings keine Glühlampen mehr. Bisher hatten wir 8 Sorten Glühlampen an Bord, jetzt nur noch zwei. Prebit hat eine ganze Reihe von verschiedenen Leuchten, als Kartenleseleuchten. Auch welche, die man mit einem Doppelklick von weiß auf rot umschalten kann. Dimmbar sind sie alle. Das Bild zeigt einige der Leuchten, die ich auf dem Messestand von Toplicht fotografiert habe. Übrigens: Heimkehr hat keine Sponsoren, wenn wir etwas loben, dann nur aus Erfahrung und Überzeugung. Sea u Bert
Neuer Vortrag!
Oberndorf. Am 20. Januar um 19.30 Uhr werden wir unseren 2. Vortrag halten. Wieder im beliebten historischen Saal im Gasthaus ‘Zur Sietwende’ (Henning) in Oberndorf-Niederstrich. Das Thema ist der zweite Teil unserer großen Reise: ‘Von der Karibik bis nach New York’. Veranstalter ist wie im letzten Jahr der Osteland Arbeitskreis. Andreas Hülsenberg, der amtierende Vorsitzende von ‘Trans Ocean’, wird Deutschlands größten Segelclub vorstellen, so dass dieser Abend ganz im Zeichen des Hochseesegelns steht. Wie fast alle Weit-weg-Segler sind auch wir Mitglied bei TO. In der Pause wird es diesmal auch Dölling-Würstchen geben, die guten von der Elbefähre. Wir freuen uns auf Euch! Sea u Marlene und Bert