Kurzwelle mit Pactormodem. Das ist einer der wenigen Ausrüstungsteile an Bord, ohne das wir nicht auf eine intercontinentale Reise gehen würden. Wir sind Seefunker, haben also die Long Range Scheine, wir sind nicht Amateurfunker. Prüfung und Lehrgang bei letzterem sind aufwändig, aber man lernt eine Menge und hat ein weiteres Teilnehmerfeld über die Welt verteilt. Wir werden den Schein im nächsten Winter machen und wollen dann von zu Hause aus mit Segelfreunden in der Welt schnacken. Aber auch mit Seefunk funktioniert die Sache hervorragend. In den Häfen finden sich die Yachties, die die gleiche Richtung haben und dann schlägt man eine Zeit und Frequenz vor. Und dann dran bleiben. Schiffe, die noch im Hafen liegen, versorgen die, die schon draußen sind, mit Wetter so lange noch Internetverbindung besteht. Auf See dann haben wir uns immer zuerst die Position, Wetter und Schiffsdaten durchgegeben. So bekommt man eine hervorragende Ergänzung zu den Wetterberichten. Im Atlantik zwischen Bermuda und den Azoren haben wir uns so über die Strömungsdaten ausgetauscht, die uns mit 1,5 kn entgegenstanden. So kann man sich helfen. Auch technische Hin- und Herberatungen und schließlich Rezepte für den gefangenen Thunfisch sind willkommene Abwechslung auf den langen Ozeanstrecken. Apropos Wetter: Wir bekommen jeden Morgen ein Mail über unsere Kurzwelle von Wetterwelt in Kiel. Wir hatten nie Probleme mit dem Empfang. Für die Installation braucht man einen Fachmann, weil Kurzwelle immer noch etwas Zauberei ist. Wir haben das mit Yachtfunk.com gemacht und alles hat funktioniert. Das war nicht bei allen so, die wir getroffen haben. Ihr könnt ihn auf der boot in Düsseldorf treffen. Sea u Bert