Ein schweres Ankergeschirr. Unser Anker wiegt 95 kg. Nun kriegt mal keinen Schreck, die Heimkehr ist ja auch ein ziemlicher Brocken mit ihren 42 Tonnen. Der Reserveanker hat 50 kg und ist an Deck gelascht. Die Kette ist 13 mm stark und 100 m lang. Warum solche Schwergewichte? Der Toplichtkatalog gibt auf einer Tabelle Richtwerte an. Auch in dieser Tabelle würde ich empfehlen, eins höher zu gehen. Alle Berechnungen sind für Anker mit hoher Haltekraft. Unserer ist ein D’Hone Anker, den man häufig an Berufsschiffen sieht. Bei einem Besuch im Royal Cape Yacht Club in Kapstadt trafen wir den Skipper eines Motorseglers, der hatte einen 95 kg Bügelanker. ‘Ein schwerer Anker ist das beste Schlafmittel’ sagt er und wir haben unseren Anker sofort aufgerüstet, schwerer gemacht. Unser tiefster Ankergrund war in Schottland mit 29 m Wassertiefe. Da sind natürlich selbst 100 m nicht genug, aber mehr hatten wir nicht und das Wetter war ruhig. Unser Anker ist auf unser Atlantikreise nur zweimal durch den Grund gegangen (dragged), beide Male in nordamerikanischen Gewitterstürmen mit Windstärken um 58 Knoten (11 Bft). Keine einzige Yacht war nach dem Sturm noch an der gleichen Stelle. Wenn ich so könnte wie ich wollte, würde ich einen Bügelanger nehmen. Leider kann man den nicht in einer Kettenklüse fahren, wie es bei Heimkehr sein müsste. Wir haben viele Bügelanker gesehen unterwegs. Vorsicht vor günstigen Kopien, ich habe auch schon verbogene gesehen. Die beste Adresse für Anker und Ketten ist ‘Toplicht’ in Hamburg. Über die Ankerwinsch und die gelbe Leine mehr in den nächsten Tagen. Sea u Bert

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