Heimkehr kommt in den Stall

Nach der letzten eiskalten Reise von Helgoland über Cuxhaven nach Glückstadt haben die klugen und kräftigen Hände der Yachtwerft Glückstadt die Heimkehr an Land geholt. Mitgeholfen haben ein 160t Kran und ein alter tschechischer Panzertransportanhänger. Den kennen wir gut. Denn auf dem haben wir damals 6 Jahre lang gebaut. Wir kennen von dem Biest jede Schraube, haben auf und unter ihm gelebt, gefreut und noch mehr geflucht. Kurz vor dem langersehnten Stapellauf mussten wir die 16(!)Reifen mit je einem Meter Durchmesser aufblasen. Das hat mit unserem Baumarkt-Kompressor volle zwei Tage gedauert. Leni und ich haben abwechselnd auf dem Hallenboden zwischen den Reifen gelegen – zwei Tage lang. Wir kennen diesen Tieflader. Endlich konnten wir nun auch die norwegische Beule sehen. Nicht so schlimm. Die Werft wird sie untersuchen. Wie hiess es im Film ‘Das Boot’: ‘Das muss das Boot abkönnen’ . Sieht so aus als wenn die dicke Lady nicht einmal Makeup braucht. Und – ein paar Fältchen haben wir doch alle. Ein paar im Gesicht, ein paar auf der Seele.

Cuxhaven-Glückstadt,, die Zielgerade.

Man das war cool in Cuxhaven, genauer gesagt null Grad. Da sind wir um 6.15 mit Marinafahrrädern
zum Brötchenholen gefahren.
Lausig kalt.  Vor sieben dann ausgelaufen in fast völliger Dunkelheit. -Wer nicht anfängt wird nicht fertig-
Mit dem kommenden Tageslicht fing die Elbe an zu dampfen, bis alles in dickem Nebel verschwand.
Natürlich haben wir dann im Ruderhaus dann ganz gut zu tun. Aber die Kombination von GPS Kartenplottern und
Radar macht eine sichere Reise auf der gut befahrenen Elbe möglich.  Wir sind da nicht unerfahren.  Nebel gibt’s
schon mal auf der Elbe, gerade wenn man (und Frau) die Saison so gerne in die länge zieht.
Wunderschöne  Bilder  bei Sonnenaufgang, Tonnen die nur mit dem Kopf aus der Watte gucken, Containerschiffe die
auf einer Wolkenschicht fahren, die Sonne selbst durch einen Filter taucht die ruppigen Elbwellen in ein Ölgemälde – Licht.
Dank der guten Heizung im Ruderhaus ein herrliches Erlebnis.  Von einem Frachter, der uns nach Radar mit ca. 60m Abstand
überholte kennen wir nur den Namen: " Havlys".  Gesehen haben wir ihn nicht . Überhaupt nicht.
Das Einlaufen nach Glückstadt war wie ein heimkehren zu alten Freunden. Lutzi, Jörn, Heiko,  Werner und natürlich Werftchef Sven
sind da und wie immer hilfsbereit und nett.  Das Einparken in einen Platz der einen meter kürzer kurzer ist als das Boot war fordernd,
aber hat Spass gemacht. (Der Klüverbaum guckt über den Vordermann).
Nachmittags: Segel abschlagen, schnacken und Abschiednehmen vom schippern. Denn nun kommt sie aus dem Wasser die schwere Lady,
wohl mit 42 Tonnen die schwerste in diesem Winter  in der Werft meint Sven. Wir freuen uns aber auch auf den Winter. das bauen am Schiff und
das Leben in der Werft ist auch schön, und erinnert an unsere sechsjährige Bauzeit. Dagegen ist dies eine Kleinigkeit.
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Bert

STILL GmbH, Sitz der Gesellschaft: Hamburg, Registergericht: Hamburg HRB 11168, Ust-IdNr. DE 811145412, Geschäftsführung Dr. Rolf Karg (Vorsitzender), Bert-Jan Knoef, Dr. Lorenz Zwingmann, Aufsichtsrat Hubertus Krossa (Vorsitzender)