Guiding Angel?

In der letzten Seeschleuse des Caledonain Canals treffen wir einen großen Fischkutter. Mit dem Fischer geschnackt, Rat geholt für die sehr schwierige Ausfahrt. Er: ‘just follow me its tricky’. Er will nach Newcastle, noch 140 Meilen weiter als wir. Fragt noch, wie schnell wir sind. Nach dem Auslaufen blieb er immer genau, ganz genau 0,5 Meilen vor uns. Sein Kontakt auf dem Radarschirm war 14 Stunden lang genau auf dem Entfernungsring. Hat uns total gerührt. Wir haben in und vor den Häfen hier sehr viele nette Leute kennengelernt.

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Ausschlafen und reparieren.

Peterhaed, Schottland.
Ja, wir waren heute morgen natürlich froh, hier zu sein. Schon vor dem (späten) Frühstück kam der erwartete starke Wind aus Südost. Der soll sich nun auspusten, wir hoffen weiter, dass er damit am Mittwochmorgen fertig ist.
Da auf Schiffen jeden Tag etwas kaputt geht, muss auch jeden Tag etwas repariert werden. Heute die Toplampe. Leider war es nicht nur die Birne. Nun sind kleine fummelige Reparaturen im Uhrmacherformat in 12m Höhe bei 6 Windstärken und Grad nicht so einfach. Natürlich bricht dann dort oben eine 2(!)mm Schraube ab. Aber ok. Das ist ja nun unser neuer Job. Kinder betet, Vater lötet!
Sea u Bert

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Wir sind in Peterhaed.

Peterhaed, Schottland.
Soeben um 2.15 Uhr sind wir eingelaufen in die Marina von Peterhaed. Wir haben es also vor dem starken Südost geschafft. Puh, endlich wieder geschippert. So ‘ne Woche in einer einsamen Marina ist doof. Jedenfalls, wenn man nicht freiwillig dort ist. In nur 14 Stunden waren wir nun hier. Durch die alte See war es eine ziemliche Schaukelei. Das Dinner: Reis im Reikocher und eine Dose Heinz Tomatensuppe hinein, mit zwei Basilikumblättchen garniert. Fertig. Ist für solche Tage prima. So, jetzt hoffen wir, dass alle Vorhersagen stimmen und wir am Mittwochmorgen oder in der Nacht davor nach Helgoland auslaufen können. Das ist nun dringend, denn meine nach Irland geschmuggelte Schweinemettwurst ist alle.
Sea u Bert

Ausgelaufen!

Moray Firth, Schottland.
Sind seit 6 Stunden unterwegs. Blauer Himmel, Sonnenschein (wirklich). Es steht alte See von heute Nacht, als hier noch Windstärke 8 war. Die See ist etwa 3 m hoch, aber wir kommen klar. Wir motorsegeln, weil Wind aus 40°, und weil wir wegen der erwarteten Winddrehung auf Süd vor morgen Früh in Peterhead sein wollen.
Sea u Bert

Daumen drücken!

Inverness, Schottland.
Die erste Hälfte des Tages haben wir damit verbracht, das Wetter zu analysieren. Auch haben wir ein langes Gespräch mit Meeno Schrader / WetterWelt geführt. Es ist einfach eine verzwickte Wettersituation. Dennoch ab morgen Nachmittag öffnet sich ein Fenster, mit dem wir nach Peterhead können und wenn sich das Wetter an die Vorausberechnungen hält, öffnet sich ein weiteres, mit dem wir versuchen wollen, nach Helgoland zu kommen. Heute Abend haben wir alles super seeklar gemacht, Dieselfilter gewechselt, Kühlwasser aufgefüllt, Getriebeöl kontrolliert, Wasser gebunkert – kurzum, wir sind klar. Aufgrund der Tide und weil es für die Windentwicklung besser ist, wollen wir um 12.00 h ausschleusen. Danach folgen, wie schon berichtet, ziemlich genau 100 Seemeilen bis Peterhead. Dort wollen wir am Montagmorgen ankommen. Peterhead ist das Sprungbrett für Helgoland. Wann wir springen können, entscheidet sich dort.
Sea u Bert

Der erste Schnee!

Inverness, Schottland.
Auf der anderen Seite des Moray Firth gibt’s ein paar höhere Berge. Heute Morgen alles weiß! Hier unten am Wasser sind’s noch 5 Grad und wir lieben unsere Dieselheizung immer mehr. Wir haben uns ein Auto gemietet, nachdem die nächsten Tage wettermäßig keine Verbesserung bringen sollen. Abwarten, Whisky trinken.
Sea u Bert

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Sturm und Regen.

Inverness, Schottland.
Müsste eigentlich Invernass heißen. Im Norden nix Neues. Wir lernen jeden Wetterbericht auswendig, dadurch scheint der Wind nicht weniger zu werden. Wir suchen immer wieder nach Löchern im Wind, um jedenfalls erstmal an die Ecke, Peterhaed, zu kommen. Nix is. Wir wissen, dass wir nur abwarten können. Immer abwechselnd fallen uns die schottischen Wolken auf den Kopf. Teetrinken wird auch langweilig. Also walken und Radfahren trotz Regen. Batterien überprüfen und Wasser nachfüllen, Ölstände checken, Kühlwasserfilter säubern (alles Leni). Ich hab achtern die Schranktür repariert, Wäscheleinenaufrolldinger angeschraubt, Maschinenraum aufgeräumt. Skype-Telefonate geführt, gesurft(zum Glück gibt’s hier ein WLAN!), Essen gekocht. Spaghetti mit Fleischklößchen und tomatiger Basilikumsoße. Naja, und so weiter.
Sea u Bert