Rum-Destille besichtigt.

Le Marin, Martinique. La Mauny heißt der gute Tropfen, dessen Herstellung wir beobachten durften. Das geht so ähnlich wie beim Malt Whisky, nur eben mit Zuckerrohr. Unser Guide erzählt uns genau, wie alles funktioniert. Und zwar so charmant, dass wir trotz der französischen Erklärung alles verstehen. Warum ist die Zuckerrohrpresse von einer Dampfmaschine angetrieben? Ganz einfach, weil das ausgepresste Zuckerrohr gleich mit einem Förderband in den Kessel transportiert wird und so den Dampf für den Antrieb produziert. Keine weitere Energie also. Der Dampf wird auch für den Destillationsprozess benutzt. Hier wird so viel Rum produziert, dass 2.600.000 Flaschen pro Jahr abgefüllt werden. Zwei davon haben wir jetzt an Bord.

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Konsumschock

Heute waren wir mit dem Mietwagen in der großen Stadt. Fort de France. Eine Großstadt mit vierspurigen Staus. Alles sieht aus wie in Frankreich. Und dann der Supersupermarkt. Carrefour. Ein Blick rechts und ein Blick links den Gang runter, unglaublich. Alle bisherigen Supermärkte auf dieser Seite des Atlantiks, die wir besucht haben, waren maximal 10 % dieser Größe. Es gab sogar meinen Lieblingskäse Beaufort, aus den französischen Alpen. Die 25,– Euro pro Kilo haben mich aber abgehalten. Von Haribo gab’s auch allerlei, leider keine Lakritze. Die, die die Kinder mitgebracht haben, ist fast alle. Sea u Bert

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Unser neues Postamt

Le Marin, Martinique. Nette Kneipe direkt am Wasser, was braucht der Segler mehr als eine gute Internet-Verbindung.. Hier sitzen sie alle, schreiben Mails und telefonieren über Skype. Sea u Bert____/)____

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Supermarkt mit Dinghi-Dock

Le Marin, Martinique. So haben wir es gern. Ein kleiner ordentlicher Supermarkt mit eigenem Anleger. Einkaufswagen direkt zum Beiboot. Hier gab es viele europäische Waren, Käse z.B. Allerdings auch örtliche Spezialitäten wie eingelegte Schweinenasen, auf die wir verzichtet haben. Sea u Bert____/)___

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Zwei wichtige Daten!

Vor Anker, Le Marin, Martinique. Der 11. November soll es gewesen sein, 1502, an dem Columbus zum ersten Mal Martinique betrat. Am 1. Februar 2010 betraten Marlene und Bert erstmalig die französische Insel. Die Bucht, in der wir mit mindestens 200 anderen Yachten liegen, ist rundum von Mangroven eingesäumt. Martinique ist die größte Insel der französischen Antillen. Sehr bergig ist sie, außerdem zu einem Drittel mit Regenwald bedeckt. Der höchste Berg, der Mount Pelee, ist mit 1390 Metern auch der höchste Berg der Windward Inselgruppe. Die Inseln nördlich von uns nennt man die Leeward Islands. Seit 1815 ist die Zankerei mit den Engländern um diese Insel beendet, seitdem ist Martinique französisch, sehr sogar. Sea u Bert

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Endlich wieder Flipper!

Vor Anker Cul-de-sac du Marin, Martinique, West Indies. 5583 Seemeilen seit Oberndorf.
Seit langem endlich mal wieder eine große Horde Flipper. Bestimmt 50 dieser beeindruckenden Schwimmer kamen uns im St. Lucia Channel entgegen. Leider hatten sie nicht viel Zeit, spielten kurz mit HEIMKEHR und zogen weiter. Das Stück von St. Lucia nach Martinique war nur 26,4 Seemeilen lang, aber ruppig. Bei 6 Windstärken läuft hier eine ziemlich steile See auf. Martinique ist wirklich französisch, an unserer Steuerbord-Saling weht als Gastlandsflagge die Trikolore, die Autos fahren rechts und am Bäckerladen steht Boulangerie. Martinique war in seiner Geschichte nur zweimal ganz kurz englisch, sonst immer französisch. Den Schönheitspreis hat der Ort Marin noch nicht gewonnen, aber das kann sich ja morgen noch ändern. Auf jeden Fall gibt es hier die größte Ansammlung von Yachtausrüstern in der gesamten Karibik. Das ist ja schließlich Grund genug, hierher zu kommen.

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Sind unterwegs.

Rodney Bay Marina, St. Lucia. Ausgelaufen mit Schnapszahl: 5555,5 Seemeilen seit Oberndorf. Das haben wir erstmal mit Cola-Rum gefeiert. Heute hatten wir einen ganzen Regentag. Sowas sind wir hier nicht gewöhnt. Anyway, wir haben erstmal 1938 Liter Diesel getankt, womit wir nun wissen, dass wir doch über 3000 Liter insgesmt bunkern können. Der Sprit ist für uns zollfrei, und kostet etwa 63 Eurocent. Der Schlauch ist eher für Megayachten ausgelegt. 200liter pro Minute haben wir Heimkehr in den Bauch gepumt. ___/)___Jetzt liegen wir bei ziemlichem Puust in der Bucht vor Anker. Morgen früh werden wir nach Martinique auslaufen. Da wird’s richtig französisch. Das freut uns, was den Lebensmitteleinkauf angeht. Tatsächlich reisen wir nach Europa ein, mit Euro und Bistro. Wir sind gespannt auf die Mischung.___/)___ Hier in der Bucht lag vorhin ein 5 Mast Vollschiff, der Royal Clipper. Dieses, ich glaube größte Segelschiff der Welt ist unter vollem Zeug ankerauf gegangen und weggesegelt. Ein ergreifender Anblick für einen Seemann. Die Lichtmaschine läuft, Matthew hats hingekriegt, nun ist mal wieder alles heil. Sea u Bert ____/)___

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