Wir wollen weiter nach Westen, also Leinen los in der Sovereign Marina und ab in die Schleuse. Das Schleusen geht schnell und wir laufen aus in den Englischen Kanal, vorbei an der Seebrücke Eastbourne.

Leider kommt der Wind ziemlich Südwest. Da wir den Strom genau berechnet haben, haben wir Strom gegen Wind! Das kennen wir ja von der Elbe, Spaß macht das nicht. Dafür ist die Küste mal wieder einmalig schön. Kreidefelsen, immer wieder unterbrochen von sanften Tälern mit kleinen Orten.

Wir passieren Beachy Head mit dem wunderschönen Leuchtturm, der direkt im Wasser steht. Der erste Leuchtturm – Belle Tout Lighthouse – wurde 1831 oben auf der Klippe gebaut. Weil Nebel und tiefe Wolken den Leuchtturm immer versteckt haben, wurde er 1902 außer Betrieb genommen und seit dem weist das Beachy Head Lighthouse den Schiffen den Weg. Er ist 33 m hoch, sein Licht hat eine Reichweite von 16 Seemeilen (oder 30 km), die Kennung ist Fl (2) W 20 Sekunden.

Beachy Head Lighthouse – im Hintergrund oben auf der Klippe Belle Tout Lighthouse.

So ganz nebenbei haben wir den Nullmeridian überquert. Wir sind jetzt nicht mehr auf der östlichen Länge, sondern auf der westlichen. Die blaue Linie im Wasser haben wir gar nicht gesehen und geholpert hat es beim Überqueren auch nicht 🙂