Author: Bert

Neues Rezept.

Camaret. Poisson cru a la Christina. Weißes Fischfilet, z B. Kabeljau, ganz flach schneiden. So 3 mm etwa. Zitronen- oder Limonensaft, Pfeffer und Salz, etwas Öl und Frühlingszwiebeln drüber und drunter. Etwa 8 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Auf den Teller und einige Himbeeren drauf. Mahlzeit. Tomatensalat und Brot dazu. Außerdem gab es heute bei uns noch eine bretonische Fischsuppe aus dem Glas, die ich in Martinique im dortigen französischen Supermarkt gekauft habe. Kleine Weißnbrotscheiben geröstet und etwas Käse eingeschmolze. Hinein in die Suppe. War lecker heute. Unsere Küche wird etwas französischer. Sea u Bert

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Bootshakenbrot?

Warum das Brot Bootshakenform hat wissen wir nicht. Oder ein Hase mit Schlappohr? Sea u Bert

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Landesüblich.

Die Franzosen rennen immer mit einem Brot herum. Der Skipper nun auch. Sea u Marlene

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Black Gang.

Camaret. So nennt man die Zollfahndungsgruppen in allen Ländern der seefahrenden Welt. Bei uns hatten sie rote Jacken über der dunklen Uniform. Eine Gruppe von 8 sehr freundlichen Beamten hat uns heute mit ihrem schnellen Schlauchboot besucht. Ausgesprochen nett und freundlich, ich wiederhole das absichtlich, weil es Freunden von uns weniger freundlich widerfahren ist. Zwei Mann untersuchten in Lenis Begleitung das Schiff, guckten in jeden Schrank und hinter jedes Polster. Sie interessierten sich auch für die Dicke der Wände. Ich hatte den Papierkrieg, nichts besonderes, wie überall. Einzig zwischen den Herren diskutiert, Lenis Muscheln führten zur Beanstandung. Einfuhr sei nach Europa verboten. Der Chef fand’s nicht so schlimm, hatten wir doch erklärt, dass es sich ausschließlich um im Restaurant gegessene Muscheln handelt. Sie blieben, die Muscheln. Mit freundlichen Abschiedsgrüßen in mehreren Sprachen zogen sie dann weiter. Sea u Bert

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Europas höchster Leuchtturm.

…..steht an der Nordküste von Finistere, Phare de l’ile Vierge. 77 m hoch ist die Lampe. Die 365 Stufen sind uns erspart geblieben, bei Niedrigwasser kann man nicht hin. Finistere heißt die Nordwestecke von Frankreich. Nicht zu verwechseln mit Kap Finistere, das ist die Nordwestecke von Spanien. An der Küste hier ist ein Tidenhub von 6 bis 7 Metern. Wenn der Stopfen herausgezogen wird, stehen die Boote mit zwei Stützen auf dem Grund. Die Beiboote haben dicke Rollen. Sea u Bert

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Ein Zitat von Heide Wilts.

‘Was letztlich in Erinnerung bleibt und zählt, sind nicht Strapazen und Entbehrungen … sondern es sind die schönen Bilder von Buchten und Meeren … und das Glücks- und Geborgenheitsgefühl, endlich am Ziel zu sein.’ So empfinden wir das auch. Sea u Bert

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Da waren wir heute.

An den endlosen Sränden der Vandee, etwa 400 km südlich von hier. Sea u Bert

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Galettes, Austern, Cidre, Baguette.

Camaret-sur-Mer, Bretagne, Frankreich. Unser Liegeplatz in der Marina Port Vauban gefällt uns gut, nette Segler drumherum, natürlich viele Franzosen, aber auch Engländer, Iren, Schweden, Deutsche, Holländer. Eine bunte Mischung. Das tut gut, endlich mal wieder mit anderen zu schnacken nach so langer Zweisamkeit. Wir kramen die Fahrräder raus und radeln in die Stadt. An der Straße rund um den Hafen ein Restaurant neben dem nächsten. Wir probieren die ersten Galettes, das sind die knusprigen Crepes mit dunklem Teig und herzhafter Füllung. Dazu Cidre (trinkt man aus Tassen). Lecker. Dann weiter zu der Tauchbasis Leo Lagrange, wo ich vor über 30 Jahren gelernt habe, den Kopf unter Wasser zu stecken. Habe viel Spaß dabei, die Plätze von damals wiederzufinden. Abends zur Feier des Landfalls gönnen wir uns ein Drei-Gänge-Menu mit Austern, Fischsuppe, Thunfisch, Steak und Ile de Flotande = Eischneeberge mit Karamelsoße drauf auf Vanillesoße. Umwerfend! Eine ganze Flasche Weißwein vernichten wir so nebenbei. “Macht alles nichts”, beruhigen wir uns, “diese Schlemmerei haben wir uns nach 9 Tagen im Atlantik verdient.” Zufrieden mit uns und der Welt fallen wir in die Kojen und in einen tiefen Schlaf. Und freuen uns auf das frische Baguette zum Frühstück. Morgen ist Sendepause, wir besuchen Freunde. Auch im Hafen: All’s well on board – Marlene

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