Wer lange feiert, der wird auch muede. Also sind wir gestern Abend nicht mehr auf’s tosende Meer, sondern erstmal nach Donsoe. Donsoe ist eine Fischerinsel etwas suedlich von Goeteborg. Da war Hafenfest mit einer sehr flexiblen Band, die im Wechsel Abba und Stones spielte. Eine Lachsforelle (schwedich Regnbognlax)hab ich erstmal nach den 3S: saeubern, saeuern, salzen, gefuellt mit Zwiebelringen uns einem Bund Dill. Außenherum genauso, Zwiebelringe (insgesamt 2 Zwiebeln) und ein weiteres Bund Dill. Das ganze Viech dann in doppelte Alufolie. Obenhinein noch etwas Olivenoel und einen Schuss Weißwein. Dann sorgfaeltig verschliessen und fuer 20 Minuten in den vorgeheitzten Backofen, ca 150 Grad, aber so genau weiß mein Ofen das nicht. Wer keinen Backofen an Bord hat, kann den Alu-Fisch auch in einen länglichen Topf mit nur 3cm Wasser stecken. Großer Vorteil dieser Zubereitungsart: Eine saubere Sache, keine Gerueche, und es entsteht eine ganz leckere Soße.
Wir sind nun unterwegs von Schweden in Richtung daenische Insel Anholt. Leider wieder unter Maschine, der Wind ist Suedwest. Genau wie unser Kurs.
Uebrigens: unser POSITION REPORT hat Husten, hat sich wohl aufgehaengt. Programmverbiesterung wuerde Gerner sagen.
Sea u Bert
Rentnerband
Eine jung erscheinende Gruppe von Rentnern brachte hier in Goeteborg wirklich die Steine zum Rollen. Gut drauf waren die Jungs, sehr sportlich, sehr schlank. Muss meinen Lebenswandel ueberdenken. Bei einer Einwohnerzahl von 500 000 waren gestern abend 57 000 beim Stones-Konzert. Die ganze Stadt stand Kopf. Wetter: fuer hiesige Verhaeltnisse aeusserst seltene laue Sommernacht, was schon allein die Schweden gaz wuschig macht. Die Avenue, die wirkliche Hauptflaniermeile in Goeteborg, war noch heute Nacht um eins so voller Menschen, dass selbst Stehplaetze vor den Kneipen knapp waren. Kein Haus, aus dem nicht bekannte, laute Rocktoene zu hoeren waren. Eine irre Athmosphaere, voll cool. Nur Angie haben sie nicht gespielt, das fehlte.
Mit Liegeplatz direkt vorm Opernhaus sind wir praktisch downtown, aber mit viel Schwell gesegnet. Da der Wind sich wieder mal nicht an unsere Reiseplaene haelt, laufen wir heute Abend aus, Richtung Anholt, wenn’s geht. Wir gucken mal vor der Kueste, was der Wind zulaesst. Sea u Bert
Rentnerband
Marstrand – die Zweite
Das groesste Problem an Marstrand ist die Waage. Bergs Konditorie ist zu schoen und insbesondere lecker. Einfach nur sitzen und gucken, toll. Heute, nennen wir es mal morgens, stundenlang dort gesessen und geguckt. Vorher um die Insel, 58 Minuten also eine ganze Minute besser als im letzen Jahr! Dann ein ausgiebiges 16Grad schwimmen von einer Minute und dann 3 Stunden Berg’s Konditorie. Mann, war das ein harter Tag. Waere bloß diese verdammte Waage nicht an Bord. Abends gabs dann Leckeres aus der Fischbude. Morgen geht’s nun nach Goeteborg, und dann kommt der von Rolf schon fuer heute angekuendigte Sommer. Sea u Bert
Mein schoenstes Ferienerlebnis
Der Leuchtturm bleibt – die Wolken kommen mit
SalzwassergepflasterteHochgebirgsstraße
Kleine Reparatur auf See
endlich segeln!
Marstrand / Schweden
An Marstrand hab ich schon vor ueber 30 Jahren einen Narren gefressen. Das lag fast wie auf Helgoland am Baecker, genauer an Berg’s Konditorie. Hier werden die besten Kleinkuchen der Welt gemacht. Immerhin so lecker, dass ein Buch darueber erschienen ist, das wir natuerlich mit Widmung des Meisters an Bord haben. Bei Berg’s fruehstueckt man. Flachbrot mit Ei und Hering oder Fleischkloeßchen auf Rote-Bete Salat und natuerlich die kleinen Kuchen, von denen die Besten Mazzarin heißen. Dabei sitzt man auf einer Bank und betrachtet die Schoenheit des gegenueber liegenden eigenen Schiffes. Man sitzt leicht mediteran auf der Pier. Herrlich. Meine Tochter Julia war zum ersten Mal im Alter von etwa vier Monaten hier und hat mit vier Jahren Frau Steensjoe, das war die Meisterin, an der Schuerze gezupft und in fliessendem Englisch ein Kaesebroetchen bestellt: ‘One Cheese Please’. Diesen Grundstein ihrer Sprachkarriere hat sie vor ziemlich genau 25 Jahren gelegt. Marstrand ist teuer, weil es so viele schicke maritimisierte Sachen gibt. Und bei Red-Green gibt’s alles fuer die Haelfte, weil der Sommer bald zu Ende ist. Diesmal alles moegliche mit Sternen. Da wir ja einen dicken Stern am Bug haben, muessen ueberall Sterne drauf. Nun sind die Sandradirk-Becher nicht mehr allein, die waren für den Abendkakao reserviert. Morgen bleiben wir noch hier, dann geht’s nach Goeteborg. Der Tag beginnt hier ziemlich sportif mit einmal zack zack um die Insel, das dauert stramm Berg- und Tal ueber die Felsen gewalkt eine gute Stunde, Zeiten der Vorjahre stehen im Logbuch. Und dann darf man ja wohl anstaendig fruehstueken, oder? Sea u Bert