Ja wo laufen sie denn.

Camden, South Carolina, USA. Wirklich keine Wolke am Himmel seit Tagen, aber Nachtfrost. Die dreistündige Fahrt nach Camden durch die Indian Summer Wälder war ein Erlebnis. Ein schöner Tag auf der großen Wiese neben der Rennbahn. Leckeres Buffet-Futter und fein schnacken, den ganzen Tag mit netten Leuten, alten Freunden und herrlichstem Sommerwetter. Da ich kein Freund des Glückspiels bin, hab ich auch nur einen Dollar gesetzt und erwartungsgemäß verloren. Und das, obwohl mein Pferd frühzeitig ins Ziel kam, bedauerlicherweise jedoch ohne Jockey. Sea U Bert

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Grits.

Georgetown, South Carolina, USA. Grits ist ein Mus aus Mais. Hier in den Südstaaten eine Beilage zu allen möglichen Speisen. Shrimp and Grits zum Beispiel. Oder zum Frühstücks-Spiegelei. Wir mögen es. Sea u Bert

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Fackeln im Sturm.

Georgetown, South Carolina, USA. Ein herrlicher Tag zusammen mit den ‘Pjotters’ Martha und Kees. Wir haben die Charleston-Tour gemacht, waren auch wieder in Boone Hall, dieser wunderschönen Plantage, auf der Fackeln im Sturm gedreht wurde. Und da wir gerade diesen Film mit seinen 12 Teilen aus der Konserve ansehen, sind wir besonders angetan. Da war dieser Baum am Fluss, unter dem der schönen Madeline die Tränen in das nicht zu übersehene Dekolltee tropften. Und Marlene hat Baumwolle gepflückt. Bis sie das Material für ein paar neue Jeans zusammen hat, dauert’s wohl noch. Sea u Bert

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Diesel, Diesel, Diesel.

Georgetown, South Carolina, USA. Alles riecht nach Diesel, reicht langsam. Heute, nachdem wir alles fein vorbereitet hatten kam, Clearance, so heißt der Diesel-Spezi. Ein Pumpenfiltersystem hat er auf eine Art Schiebkarre montiert. Mit dem Ding haben wir dann Dreck herausgesaugt und den ganzen Tankinhalt mit 2 Micron gefiltert. Die bei uns eingebauten Filter haben 30 Micron, sind also viel gröber. Unser Sprit ist also jetzt superrein. Damit der blöde braunschwarze Staub sich nicht in die Ecken verkrümelt und sich ums gefiltert-werden drückt, habe ich mit einem alten Paddel im Tank Seegang gemacht. Ok, mehr geht nun nicht. Wir sind aber in Zukunft auch in der Lage, so eine Aktion selbst zu machen. Wir haben die Pumpe und feine Filter an Bord. Heimkehr hat keine Algen oder Bakterien im Tank. Der Diesel hier in den Staaten hat eine andere Zusammensetzung. Ein höherer Bioanteil z.B. macht den Diesel weniger haltbar. Eine info von Deutz, unserem Motorenhersteller, spricht von soetwas. Wir werden nun mit Deutz reden und herausfinden, was wir zur Konservierung hinein tun müssen. Hier ist es Mode, 2-Taktöl oder Transmissionfluid (ATF) beizumengen. Das gibt dem Diesel mehr Fett und bessere Schmiereigenschaften. Ein Biozid (Grotamar) haben wir auch schon drin. Aber das kläre ich erstmal mit Deutz ab, was noch in den Kutter-Cocktail gehört. Nun haben wir die Nase voll vom Dieselgeplantsche und haben für ein paar Tage ein Auto genmietet. Der Preis ist cool: 5 Tage für 76 Dollar, etwa 50 Euro. 10 Euro am Tag finden wir echt billig. Sea u Bert

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Wieder verstopfte Filter.

Georgetown, South Carolina, USA. Wir haben gestern Abend spät unsere Reise nach Charleston abgebrochen und sind vor der Winyah Bay vor Anker gegangen. Dies ist die Einfahrt nach Georgetown, etwa 50 Meilen nordwestlich von Charleston. Der Grund sind erneute Probleme mit Schmutz im Tagestank. Obwohl wir den mehrfach gereinigt und geschruppt haben, ist jetzt wieder dieser feine, braune Staub aufgetreten, der die Filter verstopft. Wir hatten eine biestige See gegenan und die Tagestanks nicht ganz voll, so dass der Diesel kräftig hin- und herschwappen konnte. Wir haben den Verdacht, dass es sich vielleicht doch um Bakterien handelt, die dieses feine Zeugs produzieren. Jetzt suchen wir Hilfe vom Profi, den es hier in Georgetown gibt. Wir werden berichten. ____/)____ Sea u Bert und Marlene

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Von Kap zu Kap.

In See, Atlantik, südl. Cape Lookout. Über Kurzwelle. Wir sind dann doch mit 6 Windstärken ausgelaufen, backstags geht das. Manchmal etwas ruppig, aber eigentlich geht’s gut. So laufen wir mit Klüver, gerefftem Groß und Besahn nie unter 5 aber oft über 6 Knoten in die kommende Nacht. Draußen ist es lausekalt. An Land soll es heute Nacht Bodenfrost geben. Auf See ist mit Glatteis aber noch nicht zu rechnen. Der sehr nahe Golfstrom spendiert uns eine Wassertemperatur von 21 Grad, deswegen wird es unter Deck nicht mehr so kalt. Bis Cape Fear noch 59 Meilen, bis Charleston weitere 112. Übermorgen früh um 2.00, sagt der Rechner, sind wir vor der Einfahrt. Natürlich nur, wenn wir die Geschwindigkait halten können. Heute morgen hatten wir zum Frühstück reichlich Delphinbesuch. Sea u Bert

In den Dünen.

Vor Anker, Lookout Bay, North Carolina, USA. Eine Strand- und Dünenlandschaft wie auf meiner Geburtsinsel Borkum. Ein idealer Platz für Leni, um noch mehr Muscheln zu finden. Gegenüber der mit seinem Rautenmuster markante Lookout Leuchtturm, der die Schifffahrt vor einem der gefährlichsten Kaps warnt. Über 800 Wracks sollen hier vor Kap Lookout liegen, nur ein Teil davon durch deutsche U-Boote versenkt. Wir liegen hinter dem Leuchtturm in einem einsamen Naturhafen, gut geschützt. Trotzdem pfeift’s ganz ordentlich, und wir werden unser Auslaufen von hier wohl auf den Sonntagnachmittag verschieben, da soll es von 6 auf 5 Windstärken abflauen. Sea u Bert