Hoffmann hat Fußpilz!

Oberndorf. Ungesundes Schuhzeug? Nasse Füße? Wie konnte das unserem Hymnendichter nur passieren? Oberndorfer sind fassungslos. Heimkehr Maschinistin Marlene diagnostiziert eindeutig Fußpilz. Sie glaubt, das ungesunde Schuhzeug ist schuld. Beweis: der Fährmann auf der anderen Seite der Oste trägt die lokalen Holzschuhe, steht im gleichen Klima und ist gesund. Muss Hoffman von Fallersleben nun zum Arzt? Hausbesuch auf dem Deich? Marlene meint, Pilz entfernen und Salbe drauf. Hoffentlich kann Hoffmann sich auch so tief bücken, er soll ja etwas hölzern im Rücken sein. Sea u Bert

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Heimkehr liegt vor der Werft.

Glückstadt. Da geht’s mir gleich wieder besser. Die Dicke liegt in ihrem alten Nest vor unserer Werft, der Yachtwerft Glückstadt. Hier haben wir sie 6 harte Jahre lang umgebaut und ausgerüstet für die große Reise. Hier haben wir uns immer wohlgefühlt, hier passen alle auf sie auf. Hier sind Sven, Heiko und viele andere Freunde. Glückstadt ist schön. Es war ein Tag wie Samt und Seide, warm, sonnig und ruhig. Und nun liegt sie da, als wenn nichts gewesen wäre. Man sieht es ihr nicht an: Keine Karibik, kein Amerika, keine zwei Atlantik-Überquerungen und keine 15000 Meilen. Sie sieht prima aus, wie die Maschinistin, die hat das auch alles gemacht. Sea u Bert

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Angekommen?

Glückstadt. Das hätte ich nicht gedacht: Nachdem wir nach der etwas flachen Nacht in Glückstadt liegen, macht sich in mir ein erheblicher Abschiedsschmerz breit. Irgendwie mag ich nicht von Bord, meine kleine, große Welt verlassen. Wir haben die Dicke nun allein gelassen vor dem Glückstädter Sperrwerk, das wir vorläufig wegen des niedrigen Wassers nicht passieren können. Morgen früh fahren wir wieder hin und beginnen mit den Ausräumen, Konserven und Klamotten erstmal. Sea u Bert

Heimkehr ausgesperrt.

Glückstadt. Selbst bei Hochwasser reicht der Wasserstand nicht aus, um die Schleusentore zu öffnen. Der Glückstädter Binnenhafen würde dann – na ja nicht leer laufen, aber zumindest würden alle Schiffe dort auf Schiet sitzen. Also warten wir nach dem Motto: geduldiger Schipper …

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Nightflight.

Glückstadt. Nur mal eben nach Oberndorf. Tja, heute war extremes Niedrigwasser durch starke östliche Winde, dadurch 1,20 bis 1,50 m weniger Wasser als üblich. Über 2 Stunden vor Niedrigwasser kamen wir im unteren Eingang neben der Rhinplate fest. Haben alles versucht wieder los zu kommen. Nix da. Warten war angesagt. Um Mitternacht sind wir nun nach Glückstadt eingelaufen. Den Trip zur Oste haben wir erstmal gestrichen, denn über die Barre in der Ostemündung würden wir es bei diesen Wasserverhältnissen nicht schaffen. Mit an Bord Eddy aus Oberndorf, aber der kennt die Natur. Naja eigentlich müssen wir ja sowieso nach Glückstadt. Sea u Bert

Curry Queen.

Hamburg. Neben dem Zippelhaus trafen wir Einhandsegler Dirk. Er hat sehr wohl zwei Hände, zog es aber vor, allein über den Atlantik zu segeln. Manchmal nur 150 Meilen von uns entfernt. Er hat ein Buch geschrieben, das im nächsten Jahr auf den Markt kommt. Darauf könnt Ihr Euch schon freuen, denn Leni liest gerade das Manuskript und kichert dauernd. Wie unschwer zu erkennen, hat er das Ölzeug wieder gegen den grauen Anzug getauscht. Die Härte der späten Geburt eben. Heute hat er uns den Weg zu einer hervorragenden Currywurst gezeigt. Wie schon gesagt, gleich neben dem dem Zippelhaus. Sea u Bert

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Afternoon Tea.

Hamburg. Anlass war genug: Lenis Geburtstag. Da waren wir mit Natascha zusammen bei Messmer Tee im Momentum zum Afternoon Tea. Ganz lecker, sehr schick und ruhig. Sehr empfehlenswert. In der Hafencity. Und das Halstuch hat Natascha ihr geschenkt. Das trägt Frau heutzutage. Sea u Bert

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Auge in Auge mit den Giganten.

Hamburg. Eine Hafenrundfahrt per Bus. Wir waren begeistert. Ein absolutes Muss für alle, die am Hafengeschehen interessiert sind. Die Fahrt dauert 3 Stunden und führt durch neue und alte Geheimnisse des Hafens. Mitten zwischen den Containern und Mega-Frachtern hindurch führt der Weg mit hochprofessioneller Führung. Der Bus hat Sondergenehmigungen zum Befahren der Terminals. Zwischendurch ein Stop bei ‘Duckdalben’, dem Haus der Seemannsmission zwischen den Containerterminals. Hier treffen sich Seeleute aus aller Welt, können nach Hause telefonieren und Geld überweisen, kostenlos zum Arzt gehen, E-Mails schicken, im kleinen Kiosk einkaufen. Jeder Gast bekommt kostenlos Kaffee. Ein Raum der Stille bietet Gebetsplätze für fast alle Religionen der Welt. Räume in einem Raum, wo die Seeleute zu ihrem Gott sprechen können. ‘Ankerplatz im Strom der Zeit’ wird das Haus auch genannt. Buchung der Giganten-Tour per Internet: www.jasper.de, 28 € pro Person, unbedingt Personalausweis mitbringen. Sea u Bert

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