Oberndorf. Erstes Eis auf der Oste! Nach einer weiteren lausekalten Nacht beginnt das geheimnisvolle Knistern auf dem Fluss, wenn die Eisschollen sich aneinander kuscheln und am Schilf herumraspeln. Sea u Bert
Winterfarben an der Elbe.
Liebe Freunde in Brisbane, St. Helena, Capetown, Bahamas, Karibik, Langenhorn und wo auch immer in der Welt: So hat Marlene heute Morgen den Winter fotografiert: Klirrend kalt und farbig bei Minus 7 Grad. Bibber B
Was hat sich bewährt? Teil 25.
Funkrunden. Es gibt einige Dinge, ohne die ich nicht über Ozeane segeln würde. Dazu gehört eine Kurzwellenanlage, das hab ich schon berichtet. Die Funkrunden entstehen im Hafen vor dem Auslaufen oder am Ankerplatz. Die Kurzwellenfunker erkennt man ja schon an der Antenne und da ist der Kontakt schnell geknüpft. Die Idee, jeden Abend auf z.B. 8122 kHz um 19.00 Uhr UTC zu schnacken, haben fast alle Segler mit Freude aufgenommen. Schon nach kurzer Zeit bildet sich dann eine Runde. Einer muss sie führen (Net-Controler) und wir begannen immer mit Position, Wetter und Strömung. Da die Yachten auf den Ozeanen meistens eine Richtung fahren, bildet sich ruckzuck eine Infokette über den ganzen Weg. Wir wussten auf unserer letzten Atlantiküberquerung immer, wie das Wetter auf der ganzen Länge war. Natürlich gibt es auch ganz andere Dinge, so brauchte eine Yacht antibiotische Augentropfen, wir hatten sie. Eine Yacht bekam die Batterien nicht voll, aber eine dritte Yacht hatte den Elektriker an Bord. Mit gegenseitiger Beratung wurde mitten im Atlantik ein Dieselfilter aus Socken und Küchenrolle gebaut. Kurzum: Gegenseitige Unterstützung jeden, meistens technischen, manchmal medizinischen Inhalts. Man (und Frau) hat 1000 Meilen Wasser um sich herum und ist trotzdem nicht allein. Das tut gut. Sea u Bert
Heimkehr-Crew adoptiert Seehund.
Oberndorf. Ein freundlicher Seehund, ganz aus Holz, Freund aller Kinder, liegt vor dem Anleger in Oberndorf. Der Verein Oste-Touristik Oberndorf kümmert sich um viele Projekte, die den Touristen erfreuen. Der hölzerne Seehund gehört dazu. Nun kommt er in die Jahre und muss überholt werden (der Seehund, nicht der Skipper). Mit der Erfahrung jahrelanger Holzschiffspflege müssten wir doch auch einen alten Seehund aufpäppeln können. Morgen werden wir mal den Rat von Meister Bieritz von der Yachtwerft Glückstadt einholen. Ob der schon mal einen Seehund geleimt hat, bleibt abzuwarten. Sea u Marlene
Was hat sich bewährt, Teil 24.
Filterwechsel-Intervalle. Die Betriebsstunden und Daten für den letzten Öl- bzw. Filterwechsel schreiben wir mit einem Filzer direkt auf die Motoren. Die gehen nicht so leicht verloren wie Zettel. Sea u Bert
Was hat sich bewährt, Teil 22.
Ankerfindeleine. Tripleinen mit Bojen zur Markierung der Ankerposition sind sehr unbeliebt auf den Ankerplätzen, weil sie natürlich Plätze blockieren. Wir haben eine kräftige, gelbe Schwimmleine von nur 1,5 m Länge am Anker befestigt. Am Ende ein gespleißtes Auge. Wenn der Anker sich nun verhakt, ist die schwimmende Leine schnell zu finden. Eine andere Leine zum Hieven wird daran befestigt und der Anker rückwärts herausgezogen. Ganz ohne Tauchen geht es meistens nicht. Sea u Bert
Heimkehr im Radio
Zürich, Oberndorf. Im neuen Internetradio ‘Segelradio’ läuft ein fast eineinhalbstündiges Gespräch zwischen dem Redakteur Hinnerk Weiler und der Heimkehr Crew. Läßt sich runterladen als Podcast. www.Segelradio.de Heute nacht haben das schon 349 Leute getan.
Vom Vulkan zum Hurrikan.
Oberndorf. Wir hatten ganz schön zu tun in den letzten Tagen, bis unser 2. Vortrag endlich fertig war. Bei uns sah es zeitweise chaotisch aus: Zwei PC’s liefen heiß, Beamer auf dem Esstisch, Leinwand, Musik- und Tonanlage vorm Sofa, der große Tisch übersäht mit Zetteln, vollgeschrieben mit Musikideen, Notizen und to do’s. Eine Stunde vorm großen Auftritt haben wir die letzten ‘Regieanweisungen’ in den Ablaufplan getippt und nochmal Fotos verschoben oder rausgenommen, damit der Vortrag nicht zu lang wird. 690 Fotos und drei kleine Videos haben wir in knapp zwei Stunden an die Wand ‘geworfen’ und über 100 Besucher mitgenommen auf die Reise mit unserer Heimkehr von der Karibik über die British Virgin Islands, Turcs + Caicos und Bahamas nach Amerika. Der historische Saal im Gasthaus ‘Zur Sietwende’ in Oberndorf-Niederstrich war mit unseren Gastlandsflaggen geschmückt und die für die Pause vorgesehenen Dölling-Würstchen wurden schon vor Beginn probiert. War ein toller Abend, vielen Dank ans Publikum. Wer mehr lesen möchte: www.oste.de und dann ‘Blaues Netz Oste’ anklicken. ____/)____ Wegen der großen Nachfrage gibt es eine Wiederholung: Am 10.02.2012 um 19.30 Uhr, ebenfalls wieder im Gasthaus ‘Zur Sietwende’ (Henning) in Oberndorf-Niederstrich, Niederstricher Deich 2. Wir freuen uns auf Euch. Sea U in Oberndorf Marlene und Bert Foto: Oste.de
Was hat sich bewährt, Teil
Kurzwelle mit Pactormodem. Das ist einer der wenigen Ausrüstungsteile an Bord, ohne das wir nicht auf eine intercontinentale Reise gehen würden. Wir sind Seefunker, haben also die Long Range Scheine, wir sind nicht Amateurfunker. Prüfung und Lehrgang bei letzterem sind aufwändig, aber man lernt eine Menge und hat ein weiteres Teilnehmerfeld über die Welt verteilt. Wir werden den Schein im nächsten Winter machen und wollen dann von zu Hause aus mit Segelfreunden in der Welt schnacken. Aber auch mit Seefunk funktioniert die Sache hervorragend. In den Häfen finden sich die Yachties, die die gleiche Richtung haben und dann schlägt man eine Zeit und Frequenz vor. Und dann dran bleiben. Schiffe, die noch im Hafen liegen, versorgen die, die schon draußen sind, mit Wetter so lange noch Internetverbindung besteht. Auf See dann haben wir uns immer zuerst die Position, Wetter und Schiffsdaten durchgegeben. So bekommt man eine hervorragende Ergänzung zu den Wetterberichten. Im Atlantik zwischen Bermuda und den Azoren haben wir uns so über die Strömungsdaten ausgetauscht, die uns mit 1,5 kn entgegenstanden. So kann man sich helfen. Auch technische Hin- und Herberatungen und schließlich Rezepte für den gefangenen Thunfisch sind willkommene Abwechslung auf den langen Ozeanstrecken. Apropos Wetter: Wir bekommen jeden Morgen ein Mail über unsere Kurzwelle von Wetterwelt in Kiel. Wir hatten nie Probleme mit dem Empfang. Für die Installation braucht man einen Fachmann, weil Kurzwelle immer noch etwas Zauberei ist. Wir haben das mit Yachtfunk.com gemacht und alles hat funktioniert. Das war nicht bei allen so, die wir getroffen haben. Ihr könnt ihn auf der boot in Düsseldorf treffen. Sea u Bert
Noch ein weiterer Termin für Vortrag!
Oberndorf. Am 10.2.2012 um 19.30 Uhr werden wir ein weiteres Mal unseren Vortrag (2.Folge) halten. Wieder im historischen Gasthaus ‘Zur Sietwende’ (Henning)in Oberndorf-Niederstrich, Niederstricher Deich 2. Wir werden berichten über die spannende Strecke durch Karibik und Bahamas, die amerikanische Küste bis rauf nach New York. Wir haben allerlei aufregendes erlebt auf diesem Stück, heftigste Gewitterstürme, einen Vulkanausbruch und schließlich einen auf die Heimkehr zulaufenden Hurricane. Wir freuen uns, wenn Ihr kommt. Oberndorf ist immer eine Reise wert, besonders diesmal, denn es gibt in der Pause die berühmten Dölling-Würstchen. Sea u Marlene und Bert