Schwimmwesten. Ein viel diskutiertes Thema. Vor unserer Reise bin ich zu einem wirklichen Experten gegangen, habe ihm gesagt, was wir vorhaben und ihn gefragt, welche er nehmen würde für sich und seine Kinder. Diese Frage hat einen ernsten Hintergrund. Es gibt tolle, atomsichere Schwimmwesten mit gewaltigem Auftrieb, nur: Sie sind schwer. Die Schwinmmweste, die unbequem ist, wird nicht getragen. Wir haben uns für eine leichtere, Auftrieb 150 N, entschieden. Der Kragen ist mit Fleece gefüttert. Wir haben zwei verschiedene Fabrikate an Bord: Secumar und Kadematic. Bitte denkt daran, sie soll auf fast nichts bzw. Bikinis getragen werden. Und das nicht nur von hier bis Helgoland, sondern Monate lang. Jeden Tag. Wir tragen außerdem an der Schwimmweste ein UKW Funkgerät. Darüber später mehr. Also: ‘Die schlechteste Schwimmweste ist die, die nicht getragen wird!’ Bei unseren Freunden von der MOMO haben sich die Schwimmwesten mehrfach auf der Reise selbst ausgelöst. Die Salztabletten vertragen die Luftfeuchtigkeit in den Tropen nicht. Das ist um so ärgerlicher, weil es die Ersatzteile nicht überall gibt. Secumar verwendet eine CO2-Flasche mit einem Kunststoffspezialverschluss, die auch in segelintensiven Großstädten wie Kapstadt nicht zu bekommen ist. Und blöd finden wir auch, dass diese Flaschen in Deutschland mehr als doppelt soviel kosten wie z.B. in den USA. Ich würde heute keine Schwimmweste mehr kaufen, an deren Druckflasche nicht ein normales Gewinde ist. Übrigens: Wer mit der ARC über den Atlantik will, dem ist eine Schwimmweste mit Spraycap und Schrittgurt zwingend vorgeschrieben. Sea u Bert