Late night show.

In See, Nordmeer. Sonnenauf-und Untergang gehen fast in einander über. Jetzt um 23.20 ist sie noch nicht weg, und wenn Leni s Wache beginnt um 01.00 kommt sie schon wieder. Wir haben einen unglaublich gutes Datennetz hier, sind über 30 Meilen von der Küste entfernt. Mit norwegischem Segeln laufen wir immer über 6 Knoten, kommen gut voran. Manchmal ist s trotzdem stinklangweilig, bis morgen Abend müssen wir noch durchhalten. Unser Ziel ist Reine der zweitsüdlichste Hafen ( winzig) auf den Lofoten. Sea U Bert

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Kurs Lofoten.

In See, noch 120 Meilen bis zum Polarkreis. Die Wettervorhersage sieht gut aus für einen Langschlag zu den Lofoten. Wir verlassen den kleinen Hafen von Bud, lassen die Hustadvika rechts liegen und ersparen uns damit eine weitere schwierige Passage durch kleine Inseln und Riffe. Wir setzen die Segel, aber eine Maschine läuft mit. Der Wind kommt aus der richtigen Richtung, ist aber mit 2 Beaufort noch etwas schwach auf der Brust. Dafür haben wir kaum Seegang, nur eine lange Dünung schaukelt uns durch die Norwegische See. Wir sitzen mit unseren neuen Deckchairs (Doppelsitzkissen mit Gelenk, in jede Lage zu knicken, cool) an Deck rum und genießen die Sonne. Ein Angelstop beschert mir einen grätigen Skipper: kaum ist die Angel im Wasser, beißt ein Fisch, reißt sich aber wieder los und dann ein Haker – der neue Pilker will auch nicht wieder an Bord. Das war ja ein voller Erfolg! Dann eben keinen Fisch zum Abendessen. Der Skipper-Chefkoch zaubert Hackfleischböller in Pilzsoße mit Paprikagemüse und Kartoffeln von zu Hause. Lecker! — Es ist um 21 Uhr noch taghell und ich muss in die Koje. Bert übernimmt die erste Wache bis 1 Uhr. Verdunklungsaktion in der Achterkajüte (da schlafen wir auf See, weil weniger Bewegung). Die Bulleyes werden mit Kissen zugestopft, die Luke oben mit einer Isomatte. Wir haben Probleme! Aber man kann sonst echt nicht einschlafen bei dem Licht hier oben auf zur Zeit 64° Nord. __/)__/)__ All’s well und hell on board – Marlene

Möwenperspektive.

Ã…lesunds Hausberge, der Fjellstua, bietet einen traumhaften Blick über die Stadt und umzu. Aber vorher muss man (bzw. Frau) 418 Stufen erklimmen (Bus oder Minilok ist auch möglich, aber das geht ja gar nicht). Da kommt Frau ganz schön aus der Puste, aber als sie den Liebsten da ganz unten an Bord entdeckt, ist alle Mühe vergessen. Runter ging’s übrigens ganz leicht.
All’s well on board – Marlene

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Norwegisches Segeln?

In See, Harøyfjorden. Www.momos-Meilen.de ist die Website von den Mosers, mit denen wir parallel überein Atlantik gesegelt sind. Kurz vor ihrer Weltumseglung waren sie auch hier oben, bis zum Nordkap. Wunderbare freche Texte und umwerfende Fotos, die beste Reisebeschreibung die wi kennen. Da nennen Sie das Motorsegeln, also mit mitlaufender Maschine segeln, norwegisches segeln. In den Fjorden weht der Wind entweder rein oder raus, nie von de Seite. Hier draußen gibt es so viele Felsen, das man dauernd die Kurse ändern muss. Für uns als Motorsegler überhaupt nicht schlimm. Heute segeln ihr wieder mal richtig. Noch vier Stunden bis Bud. Sea U Bert

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Ã…lesund.

24 Stunden Dauerregen, alles wie daheim. Jede Menge schöne Jugendstilhäuser, die nach dem großen Brand 1904 gebaut worden sind. Alle Welt hat damals geholfen, allen voran Wilhelm II, der bereits nach wenigen Tagen selbst hier war. Schöne Stadt mit viel Schifffahrt und Scheisswetter. Morgen wollen wir weiter nach Bud, danach nach Kristiansund. Da es auf dem Weg dahin eine schwierige Strecke gibt, brauchen wir gutes Wetter. Soll kommen.

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Vogelinsel Runde

In Runde längsseits beim alten Fischkutter, das ist unsere Welt. Das Sauwetter verleitet uns zum Bummeln. Wir liegen inzwischen in Ã…lesund, einer großen Stadt, und freuen uns über Ruderhaus und Heizung. Morgen fahren wir ganz bestimmt nicht weiter. Sea U Bert

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Armer Segler

Ã…lesund. Viele Kneipen zu, nur altes Brot an Bord. Die Lösung :Armer Ritter. In der Version mit Käse nun :armer Segler. War sehr lecker. Ansonsten Dauerregen. Sea U Bert

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Norwegens gefährlichstes Kap.

Sieht ja ganz harmlos aus, der westlichste Zipfel Norwegens. Aber ab 4 Windstärken bleibt man lieber Zuhause. Da wird’s hier ungemütlich. Wir sind bei 2 Windstärken unter Maschine mit Großsegel als Stabilisator sehr bequem drumrum gefahren. Die Sonne hat gefehlt, aber die Grauschattierungen haben auch was.
All’s well on board – Marlene

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