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Färöer

Vågur – auf der südlichsten Insel Suduroy. Die Färöer bestehen aus 18 Inseln. Das ganze ist 113 km lang und 75 km breit. Kein Punkt ist mehr als 5 km vom Meer entfernt. Insegesamt leben 50700 Menschen auf den Inseln, 21000 davon rund um die Hauptstadt Thorshavn. Die Färöern gehören zu Dänemark, allerdings nicht so richtig. Und sind auch nicht in der EU. Farörisch ist wieder als Amtsssprache eingeführt worden und wird auch überall gesprochen. Für uns nicht zu verstehen, klingt isländisch. Die dänische Gastlandsflagge zu setzen wäre voll daneben. Die Menschen hier sind überwiegend evangelisch.
Es muss ordentlich einklariert werden, mit Zoll und Polizei als Immigration. Crewliste und Schiffspapiere. Crewlist-Formular bringt der Hafenmeister mit. Der Zoll interessiert sich nicht sehr für Alkohol, die Angabe „übliche Menge“ reichte. Formell, eine Flasche, eine Stange Zigaretten. Yachthäfen gibt s nur in der großen Stadt, sonst liegt man an Gummireifenpiers, wie in Norwegen. Im Supermarkt gibt’s dänisches, wie z.B. Ymer, Cocio Kakao, Riberhuskäse und meinen geliebten Buko Rejerost. Es gibt eine international operierende Airline, Atlantic Airlines mit drei Airbus und zwei Hubschraubern. Mitten im Golfstrom soll es hier immer warm sein, in diesen Tagen ist der wohl abgeschaltet. Mehr als 12° hatten wir noch nicht. Die Nationalblume ist die Sumpfdotterblume, Butterblume auf platt. Alles nette Leute hier.
Sea U Bert
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Eingeweht.

Vågur. Immer ist s hier nicht gemütlich. Ein Glück, dass wir ne Heizung haben. 12 Grad Windstärke 6 und viele waagerechte Schauer. Wir wollen morgen versuchen ins nächste Dorf zu kommen, 5 Meilen nördlicher. Tvøroyri. Sea U Bert
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Alte Freunde.

Vågur. Heimkehr neben unseren Freunden von der Johanna. Heute kam der Chief Engineer der Johanna, auch den hatten wir damals 2007 in Lerwick kennengelernt. Wir fühlen uns immer besonders geschmeichelt, wenn Seeleute unsere Heimkehr mögen. Das fischkutterige ist es. So sagt auch Gudmundur, dem die hiesige Werft gehört. Er hat hier ein Slip bis 1500 t. Und repariert große Fischereifahrzeuge. Wir sind beeindruckt, dass wir hier zwei alte Freunde haben. Sea U Bert
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Radtour.

Vågur, Färöer. Steile Klippen, Duft wie Helgoland. Sehr rau. Prima Sommer sagen Sie hier, wenn’s nicht regnet und der Wind unter 6 ist. Ich finde 11 Grad fürSommer etwas wenig. Ab morgen Stiefel.
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Geschafft!

Vågur Suduroy, Faröer. Wir sind sehr glücklich, dass wir es bis auf die Färöer geschafft haben, haben nach 36 Stunden festgemacht an dem 100 Jahre alten Kutter Johanna. Genau an dem hatten wir einst in Lerwick Shetland 2007 gelegen als wir zum ersten Mal dort einliefen. Der Kapitän hatte uns damals die Leinen abgenommen und uns ein Einlaufbier in die Hand gedrückt. Genau der ist hier Hafenmeister und hat uns heute begrüßt und einklariert, bei 11 Grad und einem Hauch von Sonne. Nach dem Hafenmeister kam der Zoll. Alle nett hier. Sea U Bert

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Land in Sicht!

In See, noch 7 Meilen bis zu den Färöer-Inseln. Puh, wie aufregend. Der Landfall ist für mich immer wieder total spannend. Alles ist vergessen: die Schaukelei, die Müdigkeit. Wir haben uns fein gemacht, haben eine Seewasserdusche ‘genossen’ (14°C), haben alle Handbücher bereit und planen das Einlaufen in den Vagsfjordur auf der südlichen Insel Suduroy, zum kleinen Ort Vagur. Aber jetzt gibt’s erstmal Arbeit: Segel runter, Fender und Leinen bereitlegen. Ach ja, anscheinend ist telefonieren hier sehr teuer. Müssen wir noch rausfinden. Die Färöer sind doch nicht so richtig Dänemark, und auch nicht EU.
All’s well und ziemlich aufgeregt on board Marlene

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Da ist es!

In See, noch 40 Meilen. Frisch aus der Hochsee-Backstube: Ein Ciabattabrot mit Gruss an die Bäcker Dieter und Klaus in Oberndorf. All’s lecker on Board Marlene

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Die Engel backen Brot.

In See, 02.15 Uhr. Wir durchqueren gerade den Färöer-Shetland-Channel. Noch 80 Meilen bis zu unserem Ziel im Süden der Färöer-Inseln. Alles ist friedlich, der Horizont ist rot-orange. Hier wird’s auch gar nicht dunkel zu dieser Jahreszeit. Prima zum Schippern bei Nacht. Nachteil: keine Sterne zu sehen, viel zu hell. Da bei rotem Himmel die Engel da oben Brot backen, macht meiner das auch. Es riecht hier wie in der Backstube auf Helgoland. Bert hat ein Brot im Rohr (= Backautomat) und ich freu mich schon auf’s Hochsee-Frühstück.
All’s well on Heimkehr Marlene

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Kalte Sonne

In See. Um 8 sind wir ausgelaufen von Fair Isle. Wir lieben diese Insel und ihre Menschen und Tiere. Besonders haben es uns natürlich die Papageientaucher angetan, jeden abend haben wir uns auf die Lauer gelegt un diese putzigen Kerle zu beobachten. Sie haben keine Scheu vor Menschen. Der Nordatlantisache Ozean zeigt aich sehr freundlich, kaum Wind, eine Maschine läuft mit, keine Wolke am Himmel, aber kalt ist es, 10 Grad jetzt um 21.30 bei strahlendem Sonnenschein. Sonnenuntergang ist erst um 23.00 , eine Stunde später als zuhause. Richtig dunkel wird s hier nicht. Die Distanz von Fair Isle zur südlichsten Faröerinsel Syderoe ist ingesamt 200 Meilen, jetzt haben wir noch 109 nach, die hälfte ist geschafft. Bis Oberndorf sind s von hier Luftlinie nur 700 Semeilen,etwa 1300km. Nachdem Leni gestern bei 11 Grad gebadet hat, scheint sich hier Golfstrom auszuwirken, 14 Grad. Der ist für uns ein Wunder, wir haben ihn auf seiner ganzen Länge begleitet. Von Florida bis zum Polarkreis. Damit der hier auch fröhlich durchfliessen kann fällt jetzt die Wassertiefe von 350m auf 3500m vor den Färöern. Sea U Bert

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