Author: Bert

Westerems.

Die westliche Einfahrt nach Borkum und in die Ems ist die Westerems. Nach dem Krieg hatte mein Vater zwei Kutter bauen lassen, die Osterems und die Westerems. Sie waren 15 m lang und sowohl Krabben- als auch Muschelkutter. Mit ihrem geringen Tiefgang konnten sie sich auf den Muschelbänken trockenfallen lassen. Das Bild zeigt ein Halbmodell der Westerems, das in Heimkehrs Ruderhaus hängt. Sea u Bert

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Wir laufen aus.

Borkum. Am Sonntag um 6.00 Uhr werden wir auslaufen. Wir müssen, weil am Montagabend und Dienstag ein schwerer Sturm in die Nordsee kommt. Bis dahin müssen wir auf Helgoland einen sicheren Platz haben. Wir werden am Sonntagabend dort sein. Sea u Bert

Die Borkumer Kleinbahn.

Borkum. Hauptverkehrsmittel auf der Insel, es sind 7 Kilometer vom Hafen ins Dorf. Die Dampflok hat mich auch kurz nach meiner Geburt nach Hause gebracht, wir wohnten am Hafen. Sie ist Baujahr 1940, also viiiiel älter als ich. Sea u Bert

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Nicht gut.

Borkum. Marlenes 80-jährigen, schwerkranken Vater geht es schlecht. Wir fahren heute noch mit dem Katamaran nach Emden und von dort mit einem Mietwagen nach Eitze bei Verden. Wenn es geht wollen wir dann am Sonntag weiter nach Helgoland. Sea u Bert

Die Vernehmung.

Borkum, Mai 1945. Genau an der Pier, an der gestern Heimkehr festgemacht hat, wurde mein Vater nach Kriegsende vom englischen Secret Service vernommen. Er war Oberleutnant zur See und hatte eine Gruppe von neun zu Vorpostenbooten umgebauten Fischdampfern. Diese musste er hier in Borkum an die Royal Navy übergeben. Sein nahezu akzentfreies Englisch erregte das Mistrauen des Secret Service, er musste einfach ein Spion sein. Die Vernehmung führte ein Full Captain der Royal Navy durch. Dieser hatte Schwierigkeiten zu glauben, dass mein Vater nicht in der HJ war und nur zum Lernen der Sprache sich in England aufgehalten hatte. Er fragte schließlich nach einer bestimmten Regatta und wo sein Schiff, eine Hamburg (ich glaube IV) nach der Regatta festgemacht hatte. “In Portsmouth, im dritten Hafenbecken an der südlichen Pier”. Waren noch andere Yachten dort? “Ja, bei uns längsseits lag eine englische Ketsch vom Royal Ocean Racing Club.” Wer war der Skipper auf der englischen Yacht? Darauf mein Vater: “Ein großgewachsener, dunkelhaariger Marineoffizier.” Darauf der Engländer: Ja, Peter, das war ich. Damit waren die Zweifel ausgeräumt. Sea u Bert

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Das Grabbag – der Inhalt.

Borkum. Das Grabbag ist also ein wasserdichter Beutel, den man mit einem Griff beim Verlassen des Schiffes im Seenotfall mitnehmen muss. Der Inhalt: Pässe, Ausweise, Hausschlüssel, evtl. Autoschlüssel, Kreditkarten, Hand-GPS mit Ersatzbatterien, Seenotsignale, Seekrankheitspillen, Trinkwasser und wichtige Medikamente. Sea u Bert

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