Borkum, Mai 1945. Genau an der Pier, an der gestern Heimkehr festgemacht hat, wurde mein Vater nach Kriegsende vom englischen Secret Service vernommen. Er war Oberleutnant zur See und hatte eine Gruppe von neun zu Vorpostenbooten umgebauten Fischdampfern. Diese musste er hier in Borkum an die Royal Navy übergeben. Sein nahezu akzentfreies Englisch erregte das Mistrauen des Secret Service, er musste einfach ein Spion sein. Die Vernehmung führte ein Full Captain der Royal Navy durch. Dieser hatte Schwierigkeiten zu glauben, dass mein Vater nicht in der HJ war und nur zum Lernen der Sprache sich in England aufgehalten hatte. Er fragte schließlich nach einer bestimmten Regatta und wo sein Schiff, eine Hamburg (ich glaube IV) nach der Regatta festgemacht hatte. “In Portsmouth, im dritten Hafenbecken an der südlichen Pier”. Waren noch andere Yachten dort? “Ja, bei uns längsseits lag eine englische Ketsch vom Royal Ocean Racing Club.” Wer war der Skipper auf der englischen Yacht? Darauf mein Vater: “Ein großgewachsener, dunkelhaariger Marineoffizier.” Darauf der Engländer: Ja, Peter, das war ich. Damit waren die Zweifel ausgeräumt. Sea u Bert