Author: Bert

Silvesterbier.

Champagner kann jeder. Wir haben uns für Silvester zwei ferne Biere aufgehoben. Ein Yuengling aus USA, wie wir finden, das einzige Bier, das da drüben schmeckt, und ein Piton, von St Lucia, Karibik. Beide haben wir wohl gehütet hierhergeschippert. Lecker. Ich vertrag auch gar keinen Champagner. Prost Neujahr. Marlene und Bert

P1020080kdkdkd.jpg

Gruß an Bord.

Zum Jahreswechsel versuchen wir alle zu grüßen, die wir unterwegs getroffen haben und von denen wir wissen, wo sie ungefähr sind: Momo in Capetown Südafrika, SuAn in Brisbane Australien – Crew in Deutschland, Thule in Capetown Südafrika – Crew in Flensburg, J&B in Lagos Portugal, Cymbaline in Flensburg, Suzie Too in Florida, Tribe in Florida, Mido in Gran Canaria, Rasmus in St.Lucia, Manatee in Jolly Harbour Antigua, Traversay aus Kanada in London, Pjotter in Holland, Destiny in Martha’s Vineyard USA, Pacific High in Florida, Kalandia in Lymington England, Flying Penguin in Cape Caneveral Florida, Catacaeus in Brisbane Australien, Cisa in Lagos Portugal, Spruce II in Grenada Karibik, Jan Wellem in Palma, Infinity in England, Eden in Berlin, Paulinchen in Lasalle Detroit River Kanada, Wahkeena in Teneriffa, So Long in Korfu, Blue Pearl in Fehmarn, Destiny II in Florida, Nauta in Sylt, Amanda in Glückstadt, Wildeman in Rubicon Lanzarote, Ole Pinelle II in der Türkei, Blue Chip in Lanzarote, Cayenne in See kurz vor Hawaii, La Buena Vida in Kanada, Lojan in Rio de Janeiro Brasilien, Akka in Opua Neuseeland, A’Capella in Jacksonville Florida, Joss in Fehmarn, Nemir aus Neuseeland in Deltaville Virginia, USA. ____/)____ Es ist ein wunderschönes Gefühl, so viele Freunde verteilt über die ganze Welt zu haben. Wenn man sich trifft an einem Ankerplatz oder in einem Hafen irgendwo ganz weit weg von zu Hause, schafft das eine besondere Verbindung. Mit allen diesen Schiffen und Crews, die wir hier grüßen, haben wir dieses Empfinden. Und wir verfolgen akribisch die Kurse all dieser Yachten. Wir wünschen ihnen allen an Bord: Fair winds und eine glückliche HEIMKEHR. Allen unseren Freunden und Lesern an Land ein glückliches neues Jahr! Sea u Marlene und Bert und Heimkehr

P1070630.JPG

Was hat sich bewährt, Teil 16.

Die elektrische Zentralwinsch. Eine große Arbeitserleichterung und ein gehöriges Stück Sicherheit. Sie sitzt bei uns mittschiffs hinter dem Großmast und hat auf beiden Seiten sehr kräftige Augen mit Snatchblöcken, über die wir alle möglichen Fallen und Schoten umlenken können. Wir benutzen sie zum Setzen des Großsegels, das durchgelattet und aus starkem Tuch ein schweres Biest ist. In See fahren wir die Reffleinen von Fock und Klüver bzw. der Passatsegel auf dieser Winsch. Wenn ein Squall auf dem Radar zu sehen ist, kann einer allein innerhalb von 30 Sekunden die Segelfläche per Knopfdruck auf Null bringen (unsere Passatsegel haben zusammen eine Fläche von 100 qm). Eines muss man wissen: E-Winschen sind stark, aber dumm. Wenn irgendetwas hakt und man passt nicht auf, reißt die Winsch das Segel oder die Rutscher auseinander. Wenn mit der E-Winsch gearbeitet wird also immer höchste Konzentration und alle Ohren und Augen im Rigg! Sea u Bert

P1010935.JPG

Zu Besuch bei unserer Nachbarin in Oberndorf.

Wie kann der schon anders heißen?? ‘Balu’ natürlich und so verhält er sich auch. Wenn der so guckt, kann man ihm keinen Wunsch abschlagen. Wie seine Waldbrüder hat er einen ziemlichen Dickschädel. ‘Versuchs mal mit Gemütlichkeit…’

P1030743kkkkl.jpg

P1030736kkklll.jpg

Endlich Weihnachten in Oberndorf!

Heilig Abend in Oberndorf. Die CD’s mit den Weihnachtsliedern sind noch an Bord – in unserem Zuhause für zweieinhalb Jahre. Das schmälert die Weihnachtsstimmung ein wenig. Vor zwei Jahren waren wir in St. Lucia, Karibik. In der Karibik war es wunderschön, aber Weihnachten können die dort nicht. Die rotblinkenden Palmen haben uns den Tanne(n)baum nicht ersetzt. Auch nicht der IKEA-Adventskranz, täuschend echt aus Kunstoff. Eine Kirche war für uns nicht erreichbar. Um Heimweh und andere schwere Stimmungen zu vermeiden, haben wir Weihnachten dann ausfallen lassen. Es fand einfach nicht statt. Kein besonderes Essen, keine Geschenke, nichts. So ging es ganz gut. Im nächsten Jahr, das haben wir uns versprochen, fliegen wir über Weihnachten nach Hause, nach Oberndorf und wir werden einen anständigen Tannenbaum haben und bestimmt liegt Schnee auf dem Deich. ___/)___ So haben wir es gemacht. Doch es kam etwas anders. Eine Routineuntersuchung bescherte ein besorgniserregendes Ergebnis und wir mussten nach Nürnberg fahren ins Krankenhaus. Komplikationen verlängerten den Aufenthalt über Weihnachten hinaus. Wir waren in Deutschland, es lag Schnee, aber wir waren nicht zu Hause. Wir ließen Weihnachten ausfallen, zum zweiten Mal. Einzig: Wir waren zusammen, Leni war die ganze Zeit bei mir im Krankenhaus. ___/)___ Dieses Mal sind wir in Oberndorf. Der Tannenbaum hängt (ja, bei uns hängt der,) Leni schmückt ihn mit Muscheln aus den Ozeanen der Welt, der Kamin brennt. Die Kirche am Fluss ist dicht bei. Ich habe die traditionelle Apfelsuppe auf dem Herd und der Heilbutt für heute Abend liegt im Kühlschrank. Ja, wir wollen Weihnachten traditionell, meinetwegen auch altmodisch feiern. Wir werden in die Kirche gehen und sind dankbar, dass wir beide gesund um den Atlantik segeln konnten. Dankbar sind wir auch für den rührenden Empfang, den uns die Oberndorfer nach unserer Reise bereitet haben. Heimat, das sind insbesondere die Menschen. ___/)___ Wir denken heute besonders an unsere Freunde draußen in der Welt, die noch nicht wieder zu Hause sind. An zwei, die ihre Heimat noch nicht gefunden haben, sie in der Welt suchen und sich doch nach ihr sehnen. Besonders auch an Brigitte und Uwe von ‘Momo’, die statt in Kapstadt heute lieber zu Hause im Finkenweg wären. Sie haben noch einige Monate zu segeln, bis sie wieder in Europa sind. _______/)___ Gesegnete Weihnacht und allen eine glückliche Heimkehr. Marlene und Bert

Was hat sich bewährt, Teil 15.

Eine Zack-Zack Badeleiter. Ok, das morgendliche Bad könnte ja auch 2 Minuten warten, aber wenn einer über Bord fällt, ist so eine Leiter lebenswichtig. Diese ist eine aus Aluminium selbst gebaute Taucherleiter. Die Stufen sind so angeordnet, dass man oder frau mit Flossen rauf und runter kann. Flossen und Taucherbrille/Schnorchel sind der Anzug fürs allmorgendliche Schwimmen und Schiffsbauchkratzen. Gilt natürlich nur für warmes Wasser, aber das hatten wir reichlich. Falls jemand über Bord fällt und keine Leiter ist draußen, haben wir Stufen, die in die Bordwand eingelassen sind. Kennt Ihr den Film auch? Alle springen über Bord in der Flaute, keiner hat an die Badeleiter gedacht, alle ertrinken. Schudder.

P1010966.JPG

P1010967.JPG

Der weiße Hai.

….ist in Südafrika kein Film. Den gibt’s hier. Eine Flagge wie diese bedeutet, dass der Sharkspotter, der auf dem Berg sitzt, keinen Hai gesehen hat. Sichtet er einen, setzt er die rote Flagge. Junge Surfer sind manchmal schlauer, suchen trotzdem die perfekte Welle und zahlen mit dem Leben oder schwersten Verletzungen. Wie vor einigen Wochen geschehen. Sea u Bert

k-P1020577.JPG

Australien-Besuch.

Oberndorf. Kaum zu Hause angekommen, können wir schon die nächste Crew in die Arme nehmen: Gabi und Lutz von SuAn machen Weihnachtsurlaub in Deutschland und besuchen uns in Oberndorf. Da ihre SuAn in Australien geblieben ist, setzen wir ihr und natürlich der Crew zu Ehren die australische Flagge. Ehrensache! Es gibt viel zu erzählen. Wer im Logbuch der SuAn schmökern möchte: www.trade-wind.de

DSC00065.JPG

DSC00058.JPG