Oberndorf. Bei nur 6 Grad Wassertemperatur hat Marco heute das erste Bad in der Oste versucht. Preis: Eine Flasche Sprudelwasser. Er hat sie sich verdient. Sea u Bert
Author: Bert
Frischzzellenkur für Oberndorfer Seehund
Oberndorf. Mit dem wohlwollenden Blick von Nils Uhtenwoldt, dem Vorsitzenden der Oberndorfer Oste-Touristik, beendet Marlene das Make-up des Seehundes. Voher hatte er noch den Werkstattbesen rasiert um die neuen Barthaare zu gewinnen. Wir hatten im Winter den ramponierten Freund der Oberndorfer Kinder adoptiert und aufgepäppelt. Nun soll er noch über Ostern ‘ausgewildert’ werden (sobald er wieder trocken ist hinter den Ohren). Wenn er seinen angestammten Platz am Mocamboanleger wieder eingenommen hat, sollen die Oberndorfer Kinder aus der Kiebitzschule einen Namen für den armen Kerl finden, den er bisher nicht hatte. Oste-Touristik Mitglied Petra Reese hat schon mal angefangen und ‘Tobbi’ ins Heimkehr Gästebuch geschrieben! Sea u Bert
Was hat sich bewährt, Teil 34.
Einkochen. Diese Konservierungsmethode aus der Zeit unserer Eltern und Großeltern ist ein bisschen aus der Mode gekommen. Zu Unrecht finden wir. Denn es ist verglichen mit der Tiefkühlung, die uns an Bord meistens nicht zur Verfügung steht, eine unheimlich energiesparende Methode, Lebensmittel für lange Zeit ohne Kühlung haltbar zu machen. Wie funktioniert’s: 500 g ungewürztes Fleisch in twist-off-Gläser füllen, Deckel lose drauflegen und für 20 Minuten unter Druck im Schnellkochtopf sterilisieren. Den Schnellkochtopf nicht abdampfen, sondern mit dem Öffnen warten, bis er drucklos ist. Dann die Gläser fest verschließen. Das Fleisch, z.B. gekauft auf Helgoland oder in Charleston/USA, ist jetzt fix und fertig zum Verarbeiten für die leckersten Gerichte. Ich habe gerade in der letzten Woche ein Curry aus Fleisch gemacht, das wir vor etwa einem Jahr in Charleston eingemacht haben. Sea U Bert
Im Kuhstall ist die Hölle los.
Oberndorf. Bei strahlendem Sonnenschein sind unsere ‘Kühe’ auf dem Scheunendach unglaublich fleißig. Beste Leistung bisher: 150 kWh/Tag. Klar, dass wir nur noch am Tag Wäsche und Geschirr waschen, den Strom dafür liefert die Photovoltaik-Anlage. Cool. Leider mussten wir einige Bäume im Garten stutzen, da Schatten für die Stromproduktion nicht gut ist. Da ordentliche Kühe ja bekanntlich einen Namen brauchen, haben wir eine Umfrage gestartet und 200 Kuhnamen erhalten. Danke an alle für die aktive Mithilfe bei der Namensfindung, besonders an die kreativen Bahnfahrer. Jetzt haben wir die Qual der Wahl und müssen 128 Kuhnamen aus der Liste raussuchen, denn so viele Solarzellen liegen auf dem Dach. Foto: Bauer Bert bei der Inspektion seiner ‘Kühe’. Muuuh. Marlene
The Brits an der Oste.
Oberndorf. Unsere Freunde Liz und Bill von der Segelyacht KALANDIA haben uns besucht. Da wird natürlich sofort die englische Flagge gesetzt. Große Freude, viele schöne Geschichten von unseren gemeinsamen Erlebnissen (erstes Treffen auf Lanzarote, Atlantiküberquerung, die schwimmenden Schweine in den Bahamas, Einklarieren in USA, Charleston etc.), Treffen mit unseren Oberndorfer Freunden und dabei Osteland-Aquavit und Löpel-Hans kennenlernen, Cuxhaven besichtigen – im Nebel! -, Sundowner mit Dark and Stormy im Garten, Glückstadt und Heimkehr in der Werft besuchen, den Beatles-Platz in Hamburg besichtigen … es war einfach Klasse und die Zeit viel zu kurz. Bye Bye Kalandia, see you probably in the Baltic. Marlene und Bert
Werftleben
Oberndorf-Glückstadt. Elbe-Kreuzfahrten machen wir auch immer gerne, wir sind wieder mal die besten Kunden der Fähre Wischhafen-Glückstadt. Natürlich mit dem Ziel, Heimkehr nach der langen Reise im Atlantik für die Ostsee fit zu machen. Die Ruder- und Antriebswellen werden ausgebaut (Überraschung: eine Welle muss neu, Lochfraß an einigen Stellen – sehr ärgerlich), die Wellenlager werden erneuert, die Drucklager sind zur Überholung, der Rumpf wird geschliffen und neues Antifouling, Wasserpass und Blau werden gemalt, Anschlagpunkte für die Besanwanten werden ersetzt durch nichtrostendes Material, der Echographgeber bekommt eine neue Verschraubung … puh, die Liste ist lang und dem Skipper fällt bestimmt noch einiges ein, was getan werden könnte. Aber bei Sonnenschein macht die Arbeit Spaß und wir kommen Dank Hilfe von Jan-Olaf und Rolf super voran. All’s well in Glückstadt. Marlene
Frühjahrskur für Seehund.
Unter fachkundiger Aufsicht der Yachtwerft Glückstadt haben wir am Wochenende dem Oberndorfer Seehund die Risse zugespachtelt. Der Freund der Oberndorfer Kinder hat arg unter der Witterung gelitten, große Risse hatten sich gebildet, der arme Kerl drohte sogar auseinanderzubrechen. Nach dieser Verjüngungskur soll er bald wieder seinen Platz am Anleger der Oste-Touristik in Oberndorf einnehmen. Der Meister in der Werft hat uns gefragt, wie der Seehund heißt. Da wussten wir keine Antwort. Hat er keinen Namen, dann muss Oberndorf aber schnell einen finden! Sea u Bert
Vor dieser Frau ziehen wir den Hut!
Brigitte Moser. Brigitte fliegt heute von Grenada nach Hause in den Finkenweg. Wir haben eine große Hochachtung vor ihr, es war nicht immer einfach auf der Reise mit der Momo um die Welt. Sie hatte raue Bedingungen, beinhart auf dem Weg von Neuseeland nach Neukaledonien, mit Flaute bei ausgefallener Maschine und Sturm beim Einlaufen durch das Riff nachts. Aber Brigitte sagt: “Nein, für den Finkenweg ist’s noch zu früh!” Dann nachts im Sturm vor der südamerikanischen Küste verloren sie den Mast. Schließlich segelten sie mit einem 20 qm Notrigg und Maschine in nur sechs Tagen von Kourou nach Grenada. Dort war ihre Weltumsegelung geschafft. Wohlbehalten aber fix und fertig liefen sie dort ein. Die überzeugte Schwäbin, die mir einst in Porto Santo das Spätzleschaben beibrachte, kochte bei jedem Wetter. Wo andere mehr ans Überleben denken, bringt Brigitte im Sturm ein komplettes Menü auf den Tisch. Nicht nur beim Tankreinigen in Kapstadt zeigt sie, dass sie weiß Gott keine Angst vor schmutzigen Fingern hat. Brigitte ist eine tolle Frau, zupackend, mutig, fröhlich und charmant. Was für eine Frau! Brigitte, wir verneigen uns vor Dir. Chapeau! Sea u Marlene und Bert
Was hat sich bewährt? Teil 33.
ARC – Atlantic Rallye for Cruisers. Ganz offensichtlich wird ARC geliebt oder gehasst. Wir trafen einige, die auf ARC geschimpft haben. Wozu, teuer und man könne ja auch alleine über den Atlantik segeln. Tja, aber alle, die gemeckert haben, waren nicht dabei. Haben nie teilgenommen. Andersrum waren alle, die teilgenommen haben, begeistert. Wir auch. Wir sind absolute ARC-Fans. Gebucht hatten wir ARC eigentlich nur, um einen Termin zu haben. Damit wir nicht Ausreden vor uns selbst finden die Sache aufzuschieben. Schon lange vor dem Start hatten wir erste Kontakte mit anderen ARC-Schiffen per Mail oder Kurzwelle. Mit Momo und SuAn zum Beispiel. Auf dem Weg nach Süden trifft man dann immer mehr Segler mit der quadratischen ARC-Flagge unter der Saling. Schließlich kommen dann alle 225 Boote in Las Palmas zusammen. Wir haben eine Menge Freunde gewonnen. Freundschaften, die alle heute, drei Jahre danach, noch bestehen. Über zwei Jahre bestand allein die Funkrunde im Atlantik. Die Partys, ja da wollten wir eigentlich gar nicht mitmachen, aber dann war es so nett, dass wir kein einziges dieser Treffen ausgelassen haben. Wir glauben, dass viel von dieser verbindenden Atmosphäre von der ARC-Crew, von den sogenannten Yellow-Shirts ausgeht. Wir würden es immer wieder so machen. Sea u Bert
Kreuzfahrt.
Oberndorf-Kiel-Oslo. Da wir schon ganz ausgetrocknet waren und mal wieder Wasser und Seeluft schnuppern wollten, haben wir vorletzte Woche kurzentschlossen einen Kurztrip mit der Colour-Line-Fähre nach Oslo gemacht. 59,– Euro pro Person hin und zurück, da muss man (und frau) doch zugreifen. Die meiste Zeit haben wir hoch oben in der Observation Lounge über der Brücke verbracht, Kaffee getrunken und die Wellen gezählt. Foto: Kiel Leuchtturm aus luftiger Höhe. Sea u Marlene