Momo sicher im Hafen.

Kourou, French Guyana. Heute abend so um 20.00 Europäischer Zeit haben die Momos an einer Mooringtonne in Kourou festgemacht. An Bord alles wohlauf. Sea u Bert

neuer Kurs Kourou

Crew und Schiff sind wohlauf. Nach Hinweisen von LISON-LIFE und Noonsite haben die Momos nun ihren Kurs geändert auf Kourou, Französisch Guayana, auch bekannt durch den ‘Weltraumbahnhof’ der Europäischen Weltraumorganisation. Hier können Trägerraketen und sogar bemannte Raumflüge gestartet werden.
Wahrscheinlich werden Brigitte und Uwe erstmal hinter den Teufelsinseln ankern, bevor sie mit der richtigen Tide in den Fluss nach Kourou einlaufen können. Diese Inseln kennt in Deutschland fast jeder, denn dort wurde der Film ‘Papillon’ gedreht. Bis dorthin sind es noch 36 Seemeilen. Zur Zeit haben sie einen prima Schiebestrom, Brigitte holt Schlaf nach und Uwe repariert, so hat er eine UKW-Notantenne geriggt.
Die Beiden freuen sich sehr über die vielen Grüße, die über die Heimkehr-Website und aus den verschiedenen Funkrunden im Nord- und Südatlantik gekommen sind. Sea u Bert

MOMOs Mastbruch, wer ist schuld?

Ganz klar, wir: Marlene und ich beide je zur Hälfte. Normalerweise essen wir, wenn Momo auf See ist, kein Fleisch. Als mentale Brücke zu Brigitte, die ja Vegetarierin ist. Am Abend vor dem Mastbruch hatten wir das vergessen. Auf der Haupversammlung der Osteland AG haben wir jeder ein Riesenschnitzel gegessen. Das muss es gewesen sein, tut uns leid, Momo. Machen wir nicht wieder. Fair winds Marlene und Bert

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Mastbruch!

Atlantik, vor French-Guayana. Ein schlechter Tag für Momo. In der letzten Nacht haben sie in rauer See den Mast verloren. Brigitte und Uwe sind wohlauf. Den ersten Plan, unter Maschine nach St. Lucia weiterzufahren, haben die Beiden im Laufe des Vormittags geändert. Sie gehen jetzt nach Cayenne in French- Guayana. Dies liegt so etwa in der Mitte der Nord-Ost-Küste von Südamerika. Diesel ist genug an Bord, beide sind gesund, das Wetter ist rau aber nicht böse. Also wünschen wir den Momos, dass das große Glück, das sie hatten, ihnen treu bleibt. Fair winds Momo! Marlene und Bert ____/)___ Das Bild zeigt Momo in glücklicheren Zeiten.

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Fröhlicher Landmann.

Oberndorf. Bert hat ein neues Spielzeug bekommen: Einen Anhänger für den Rasentrecker. 40 Schaufeln Sand passen da rein und jetzt macht es auch viel mehr Spaß, die tiefen Treckerspuren im Rasen zu verfüllen. Warum wir unseren Rasen ‘umgepflügt’ haben ist schnell erklärt. Wir wollen unseren Strom selber machen und bekommen Solarzellen aufs Dach. Dafür mussten die großen Bäume leider gestutzt werden, weil sie zuviel Schatten machen. Das ging nur mit Hilfe von großem Trecker und Arbeitsbühne. All’s well in Oberndorf (bis auf unseren Muskelkater nach zwei Tagen Holzfällerei). Marlene

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Was hat sich bewährt, Teil 30.

Kakerlaken, auch bekannt als Gemeine Küchenschabe oder Cockroach. Na, die haben sich natürlich nicht bewährt. Trotzdem ein paar Worte über diese ungeliebten Viecher. Wir haben gelernt, dass man alle Etiketten von den Dosen abmacht und keine Kartons an Bord nimmt. Schuhwechsel auf der Pier sowieso, weil sich überall Kakerlakeneier verstecken können. Die Sache mit den Etiketten werden wir nicht wieder machen. Die Biester können übrigens auch fliegen. In Las Palmas habe ich eine eher kleinere Sorte direkt vor mir landen sehen. Überhaupt haben wir nirgendwo mehr Kakerlaken gesehen als auf den Kanarischen Inseln. Fast alle Yachten haben diese blinden Passagiere irgendwann auf ihrer Reise, aber viele Crews mögen nicht drüber reden, ist wohl irgendwie peinlich. Wir hatten welche. Beißen tun sie nicht, sie sind nur eklig. In USA und in der Karibik gibt es die besten Gegenmittel, wie Roach-Motel. Das sind streichholzschachtelgroße Plastikboxen, in denen sich ein giftiger Köder befindet. Sea u Bert

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Was hat sich bewährt, Teil 29.

Dieselfilter mit Vacumeter. Wir haben Separfilter. Ein hervorragendes System. Der Kraftstoff wird durch Strömungsleitbleche in eine kräftige Drehbewegung gebracht. Dadurch schleudern schwere Partikel und Wasser aus und sinken in einen gläsernen Topf. Erst dann wird der Diesel von unten durch ein Mikrofilterelement gedrueckt. Von unten bedeutet, dass ein Teil des Schmutzes von allein wieder herausfällt, in den Glastopf hinein. Um diesen Glastopf herum haben wir ein halbes Dutzend Magnete angeordnet, die zusätzlich noch alles magnetische, z.B. Rost, anziehen. Wir haben beobachtet, dass der Filter nach kurzem Motorstopp wieder ok war. Wie merken wir das? Auf den Filtern haben wir Unterdruckmesser, die den erhöhten Unterdruck auf der Saugseite anzeigen. Wir inspizieren die Maschinen einmal während jeder Wache, wenn wir motoren. Meistens kurz vor dem Wachwechsel, weil das Öffnen der Maschineraumtür natürlich Spektakel macht. So wechseln wir die Filter auch nicht nach Betriebsstunden, sondern erst wenn nötig. Noch schöner wären natürlich umschaltbare Doppelfilter, die haben wir nicht, dafür aber zwei Maschinen, die wir abwechseln können. Nachdem wir in der kurzen ruppigen See des Delaware River mehrfach Filter wechseln mussten, können wir das jetzt in einer Zeit von unter 4 Minuten. Gute Vorbereitung ist alles. Sea u Bert

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‘Neu und beachtenswert’

Zürich. Der neue Podcastsender ‘Segelradio’ hat mit der Heimkehr-Crew ein Gespräch geführt, wir berichteten. Dieses Interview hat sich gehörig herumgesprochen. Bei I-Tunes wurde es als ‘Neu und beachtenswert’ empfohlen und inzwischen schon über 3600 Mal heruntergeladen. Nette Kommentare gab’s auch. Das Herunterladen geht ganz einfach über I-Tunes. www.segelradio.de – Auf dem Bild Segelreporter Hinnerk Weiler auf der Pier in Charleston/USA. Sea u Bert

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Was hat sich bewährt, Teil 28.

Schwimmwesten. Ein viel diskutiertes Thema. Vor unserer Reise bin ich zu einem wirklichen Experten gegangen, habe ihm gesagt, was wir vorhaben und ihn gefragt, welche er nehmen würde für sich und seine Kinder. Diese Frage hat einen ernsten Hintergrund. Es gibt tolle, atomsichere Schwimmwesten mit gewaltigem Auftrieb, nur: Sie sind schwer. Die Schwinmmweste, die unbequem ist, wird nicht getragen. Wir haben uns für eine leichtere, Auftrieb 150 N, entschieden. Der Kragen ist mit Fleece gefüttert. Wir haben zwei verschiedene Fabrikate an Bord: Secumar und Kadematic. Bitte denkt daran, sie soll auf fast nichts bzw. Bikinis getragen werden. Und das nicht nur von hier bis Helgoland, sondern Monate lang. Jeden Tag. Wir tragen außerdem an der Schwimmweste ein UKW Funkgerät. Darüber später mehr. Also: ‘Die schlechteste Schwimmweste ist die, die nicht getragen wird!’ Bei unseren Freunden von der MOMO haben sich die Schwimmwesten mehrfach auf der Reise selbst ausgelöst. Die Salztabletten vertragen die Luftfeuchtigkeit in den Tropen nicht. Das ist um so ärgerlicher, weil es die Ersatzteile nicht überall gibt. Secumar verwendet eine CO2-Flasche mit einem Kunststoffspezialverschluss, die auch in segelintensiven Großstädten wie Kapstadt nicht zu bekommen ist. Und blöd finden wir auch, dass diese Flaschen in Deutschland mehr als doppelt soviel kosten wie z.B. in den USA. Ich würde heute keine Schwimmweste mehr kaufen, an deren Druckflasche nicht ein normales Gewinde ist. Übrigens: Wer mit der ARC über den Atlantik will, dem ist eine Schwimmweste mit Spraycap und Schrittgurt zwingend vorgeschrieben. Sea u Bert

Danke – Full House.

Oberndorf. Vielen Dank an alle unsere Zuhörer bei den beiden letzten Vorträgen über den zweiten Teil unserer Reise um den Atlantik. Es hat uns Spaß gemacht, über unsere Reise zu berichten, und wir haben uns sehr über die vielen freundlichen Reaktionen gefreut. Ein Jammer, dass wir nicht mit allen unseren Gästen in Ruhe weiterklönen konnten. Wir wollen noch diese Woche beginnen, an der dritten Folge zu arbeiten. Termine dafür haben wir allerdings noch nicht. ____/)____ Wer den ersten Teil unseres Vortrags “Nach Süden bis die Butter schmilzt” (von der Oste über den Atlantik in die Karibik) verpasst hat, hat am 14.03.2012 um 19.30 Uhr Gelegenheit in Freiburg an der Elbe. Sea u Marlene und Bert

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