Sind in Yarmouth.
Das liegt auf der Isle of Wight. Schöner kleiner Hafen mit ganz niedlichem Dorf. Wir haben 20 Stunden gebraucht. Bei der Flaute war das bequem, nur lang. Nun Treffen wir Liz und Bill wieder und gehen dann nach Gosport, auch noch im Solent. Dort liegt die Victory von Lord Nelson, und die würd ich gern mal sehen. Das Bild zeigt den berühmten Leuchtturm Needles, am Westausgang des Solent, im Dunst. Sea u Bert
Nach durchsegelter Nacht hilft die sehr kühle Dusche.
Alles in Watte, weiß in weiß. Wir sind in England, Nebel kommt.
Dem Sonnenaufgang entgegen.
In See, im englischen Kanal. Meine Wache von 2.30 Uhr bis … (mal sehen, wie lange der Skipper schlafen kann). Bei einer Nacht nehmen wir die Wachen nicht so genau. Sonst halten wir uns schon an den 4-Stunden-Rhythmus. Gerade Maschine kontrolliert, alles schnurrt fein vor sich hin. Sonst alles friedlich, der Mond ist untergegangen und hat seine glitzernde Mondstraße mitgenommen, die Sterne funkeln, der Orion ist zu sehen. Heimkehr steamt nach Osten. Dank nun mitlaufendem Strom und gesetztem Großsegel, das den wenigen Wind auch noch in Vortrieb umsetzt, laufen wir 6,3 Knoten. Ich weiß, das ändert sich nach ca. 6 Stunden wieder. Dann sind wir schon froh, wenn 4 Knoten auf der Logge stehen. Apropos Log: mein Skipper hat in heldenhaftem Taucheinsatz das kleine Logrädchen wieder gangbar gemacht. Hatte sich Krümelkram reingesetzt. Und jetzt hat er auch noch ein leckeres Brot gebacken! Es riecht hier wie in der Backstube. Mmh, freu mich schon aufs Frühstück. All’s well und schnurrig on board – Marlene .
Nachts ist s am Schönsten.
In See. Noch über 60 Meilen bis nach Needles, den westlichen Eingang zum Solent. Eine halbe Stunde nach Mitternacht ist es ja noch fast gestern Abend. Ich habe gerade angefangen ein Brot zu backen, das dauert in der Backmaschine 2,5 Stunden. Frisches Brot zum Frühstück auf See ist doch ein Wort oder? Mal sehen was Sie sagt wenn s nachher so gut riecht. Wir machen mit einer Maschine gegen wenig Wind 4,7 kn über Grund. Der Strom im Kanal ist doof. Kommt meistens von vorn. Der halbe Mond zieht eine Bahn über die See und es ist eigenartig warm draußen. Auf dem Radar im 6 Meilen Radius nur zwei Kontakte. Eine Yacht die uns sehr langsam überholt hat und ein vor Anker liegender Tanker. Es ist ruhig, es ist friedlich. Heimkehr weiß wo sie hinwill. Ich habe wenig zu tun, höre Musik und guck auf Radar und Plotter. Wir mögen diese Stimmung. Macht nichts, dass wir morgen müde sind. Sea U Bert .
Ausgelaufen
In See. Leider ist ja unsere Kurzwelle ausgefallen, deswegen können wir später nicht mehr berichten. Wir laufen jetzt in die Nacht, was Leni und ich sehr gern mögen . Es macht sich dann so eine besondere Ruhe breit, alles hat seinen Platz und seine Ordnung, wir haben den nächsten Wegpunkt in 80 Meilen, morgen Abend je nach Strom, der Wind kommt fast von vorn, aber mit nur 6 Knoten. Da der Ostwind bleiben soll, nutzen wir die Chance und dampfen diesen langen Schlag nach Needles oder Yarmouth auf der Isle of Wright. Gute Nacht. .
Morgen geht s weiter. Da wir nun Ostwind haben, genau auf die Nase wollen wir eine Flaute nutzen und nach Weymouth oder Poole zu dampfen. Morgen erstmal nach Dartmouth.
Workhorse.
Das Beiboot ist bei den Weitwegseglern ein Arbeitspferd. Auch deren Schuhe. Unseres ist ein Pischel , das haben wir mindestens 12 Jahre. Es ist schwer, wiegt ohne Motor schon 140kg. Dazu kommt noch der 18 PS Aussenborder. Durch Form und Gewicht liegt es aber gut im Seegang, da haben wir schon einiges ausprobiert. Es hat eine faltbare Badeleiter ( gut für Taucher) und in der Backskiste ist viel nützliches verstaut. Nützlich, wenn s mal ernst wird. Schwimmwesten, Knallpengfeuerwerk, Kompass, Anker, 30m Leine dazu, Wasser, Riemen, Signalhorn, Taschenlampe und das was ich vergessen habe. Den Pyjama haben wir in Bequia machen lassen, die Tropensonne frisst alles. Wir können es auch während der Fahrt aussetzen, wie jetzt gerade bei Bishop Rock Lighthouse. Auch einer von uns kann das allein, in weniger als 2 Minuten. Das hat einmal einem Amerikaner bei New York das Leben gerettet. Auch haben ihm schwedische und nordamerikanische Felsen und karibische Korallen keine nennenswerten Schäden zugefügt. Altersgerecht hat es von Leni schon einige Flicken bekommen. Wir lieben unser Beiboot. Es heißt Blaufuchs. Danke Blaufuchs. Marlene und Bert.
Pilot Gig.
Salcombe. Über diesen tollen Sport habe ich schon mehrfach berichtet. Überall haben wir mehr Mädchen als Jungs in den Booten gesehen. Sea U Bert