Mariestad, Schweden. Nee, so kann man das nicht sagen. Der Göta Kanal ist ein wunderschöner Weg durch Schweden, das sowieso unser Lieblingsland ist. Allerdings ist er auch ein anstrengender Weg. Glücklicherweise bestätigten uns das auch zwei nette Segler, die nur halb so alt waren wie wir. Heimkehr ist schon ganz schön dick für diesen Kanal, besonders, wenn wir die 58 Schleusen und 45 Brücken gern ohne Schramme passieren wollten. Zwei haben wir dennoch. Der Tiefenalarm des Echolots piepte fast ununterbrochen. Dies führte dazu, das die 2,25 m tiefe Heimkehr sich oft festsaugte und dem Rudergänger einen abwechslungsreichen Job bescherte. Bei einem Schiff von Heimkehrs Kaliber scheint mir mindestens ein zusätzlicher Helfer auf den Schleusen dringend angeraten. Zwei sind besser. Da haben Marco und Julia einen guten Job gemacht. Da ab 25. August Nachsaison ist, durften wir nur im Konvoi fahren. Liegenbleiben, weil’s so schön ist, ging nur mit 4 bis 5 Tagen Wartezeit bis zum nächsten Konvoi. Das ist natürlich zu lang. So sind wir nun in 5 Tagen von der Ostsee in den Vänern geschippert und haben uns gefreut über den Ruhetag hier in Mariestad. Wie Eingangs schon berichtet, nennen die Schweden den Kanal ja ‘Divorce ditch’ – Scheidungsgraben. Leni und ich sind immer noch verheiratet. Die Fotos sind von unseren Freunden Anita und Hagen aus Schweden. Sea u Bert