Oberndorfer Apfelkuchen.
Vor Anker, Deep Bay, St. John, Antigua. 5809 Seemeilen seit Oberndorf. Gestern gab’s Oberndorfer Apfelkuchen auf türkisem Wasser. Der war lecker. Bilder in Kürze. Heute sind wir auf See, von Antigua nach Nevis. Das sind etwa 40 Meilen ziemlich nach Westen. Wir wollen zwischen Nevis und Kitts durch und eigentlich an der Westküste von Nevis ankern. Der Hauptort heißt Charlestown. Leider ist heute der Wind etwas blöd, nämlich aus Südwest. Da könnte es vor dem Ort etwas ruppig sein. Auf der anderen Seite geht’s auch nicht, weil da von Osten der Atlantikschwell kommt. Sieht aus, als wenn wir wählen können, wer uns durchschaukelt. Schön ist hier, dass wir fast immer Tagestörns haben. Die Inseln sind wie eine Perlenschnur. Heute haben wir etwa 12 Knoten Wind, mit dem wir zwischen 4 und 5 Knoten segeln. Die Luft ist 30 Grad, mit dem Wind angenehm. Das Wasser übrigens immer 28 Grad. Kann man (und Frau) aushalten. Sea u Bert _____/)___
… aus englischen und amerikanischen Einflüssen. Deutlich wird’s an diesem Notarztwagen, das Auto englisch, das Nummernschild eher amerikanisch.
Eine Marina an der Westseite von Antigua. Diese Marina ist völlig amerikanisch. Es ist alles da: schöne Häuser am Wasser, piekfeine Anleger, Subway für leckere Sandwiches in amerikanischen Weichbrötchen und ein Original amerikanischer Supermarkt. Völlig 1:1 wie in den Vereinigten Staaten. Einziges Wunder: Marlenes Lieblingsmarmelade aus Schottland, die es eigentlich nur bei Engel auf Helgoland gibt, gibt’s auch hier. Auch die Elektrizität ist elektrisch, jedenfalls was die Elektrizität angeht: 230 V 60 Hz, eine bisher uns unbekannte Konstellation. Unsere Waschmaschine mag’s auch nicht. _____/)_____ Sea u Bert
Lord Horatio Nelson. Der Kurs über den Atlantik nur wenige Meilen neben unserem, über 300 Jahre später. Wahrscheinlich haben wir das gleiche GPS.
Vor Anker. Falmouth Harbour, Antigua, Westindies. 5788 Meilen seit Oberndorf. Diese Insel, die wiederum einen neuen Staat bildet, hat 70.000 Einwohner und eine eher britische Vergangenheit, zumindest was die letzten 300 Jahre angeht. Mein alter Marinekamerad Horatio Nelson hat von hier aus das Kommando über die Leeward-Island-Flotte geführt. Für uns, die wir gestern nach English Harbouzr, einem wirkliuchen Naturhafen eingelaufen sind, war es schon besonders, die alten Gebäude und Anlagen zu sehen, die Nelsonb bauen ließ. Ist alles noch da. Die zweite Nacht liegen wir vor Anker in Falmouth Harbour, dem größeren der beiden Naturhäfen. Antigua ist scheinbar das karibische Zentrum für Megayachten. Davon gibt’s hier reichlich. Kamerad Nelson hat, wie wir im Museum sehen konnten, fast den gleichen Kurs hierher gesteuert wie wir. Wir finden’s toll hier. _____/)_____ Sea u Bert
Wenn keine Seebestattung, dann so. Dieser Friedhof in Port Louis hat uns beeindruckt: direkt am türkisen Wasser unter Palmen gelegen, viele Gräber eingerahmt mit Muscheln und direkt daneben eher schäußlich geratene Mausoleen.
So geht’s doch viel einfacher, als dieses umständliche Gefummel mit den Blüten. Hier in Antigua gehen die Vögel direkt an den Zuckertopf.