In See, Atlantik nordöstlich von Terceira, über Kurzwelle. Die erste Nacht ist sehr dunkel. Seit ein paar Stunden ist es bedeckt und düster. Der Wind ist weg, wir sind dicht an Kern des Hochs. Heute nachmittag war es mit 25 Grad sehr warm. Auch das Wasser ist etwas unter Golfstromeinfluss wärmer und von 18 auf 21° gestiegen. Wir laufen bei ruhiger See direkten Kurs. Den haben wir etwas geändert, denn wir wollen vor Falmouth zunächst den französischen Hafen Camaret anlaufen. Der Trip ist alllerdings nur 30 Meilnen kürzer. Leni hat vor langer Zeit dort mal tauchen gelernt. Vielleicht will sie auch nur gucken, ob der Tauchlehrer noch immer so gut aussieht. Wer weiss. Anyway es sind noch etwas über 1000 Meilen dorthin. Zum Abendessen gab es ein Kohl-Rindfleisch aus dem selbst in USA eingemachten Fleisch. Der Kohl stammt frisch vom Acker von Veronika und Wolfgang, zwei Münchnern, die sich auf Terceira zur Zeit ein schickes Haus bauen. Sea u Bert
Author: Bert
Nun geht’s wirklich los!
Leni studiert den Atlantik.
Auslaufen einen Tag verschoben!
Weil ein Tief mit 44 kn Wind in der Prognose unserer Kurslinie etwas zu nahe kommt, haben wir unsere Abreise um einen Tag verschoben. Morgen: Neues Spiel, neues Glück. Ihr wisst schon: Geduldiger Schipper hat immer guten Wind! Sea u Bert
Abschiedsessen- Lapas.
Ohne weitere Worte.
Immer auf dem gelben Strich lang.
Terceira, Azoren. Hoffentlich können wir den gelben Strich auch sehen, weil doch das Wasser so blau ist. Anyway, da geht’s lang. Erst kurz vor Falmouth werden wir unseren alten Kurs kreuzen, also wird unsere Atlantikumrundung erst dann beendet sein. Sea u Bert
Wieder lief eine Yacht mit Mastbruch ein.
Terceira, Azoren. Dies ist schon die vierte Yacht, die wir auf den Azoren mit gebrochenem Mast treffen. Sea u Bert
Abschiedstern.
Terceira, Azoren. Wir finden, unsere Sterne werden immer besser. Auch hier haben wir unseren sternigen Fußabdruck hinterlassen. Einen Monat waren wir hier auf den Azoren, auf drei Inseln: Flores, Faial und Terceira. Freitag früh laufen wir aus, vorher werden wir noch etwa eine Tonne Diesel bunkern. Der örtliche Markt versorgt uns mit frischem, ungekühltem Gemüse. Tomaten, Paprika, Zwiebeln, Möhren (hat nur Zweck, wenn sie ungewaschen und ungekühlt sind), Blumenkohl, Weißkohl und Süßkartoffeln, die hier besonders lecker sind, kommen an Bord. Und natürlich Äpfel, Bananen und Apfelsinen. Auch wenn wir noch Käse aus den USA haben, werden wir tüchtig Azorenkäse einkaufen. Und Brot für die ersten Tage. Ein Kilo Frikadellen wird Bert auch noch braten. Das letzte Stück Atlantik bis England oder Frankreich ist 1200 Seemeilen lang. Der Kurs 47°, Nordost. Wir hoffen, dass wir es in gut 10 Tagen schaffen. Ab jetzt geht es so richtig Richtung Oberndorf. Seit wir dort vor wenig mehr als zwei Jahren am 16. Juni abgelegt haben, liegen 12.637 Seemeilen, das sind über 23.000 Kilometer, in unserem Kielwasser. Wen wundert’s, dass die Sehnsucht nach Oberndorf immer größer wird. Sea u Marlene und Bert
Nachttöpfe und Milchkannen.
Richtig schöne alte Geschäfte gibt’s hier in Angra. Eine Milchkanne hab ich gekauft. Nur so. Sea u Bert