Skagen. Nach meiner Erinnerung gab es in Skagen vor 30 Jahren so um 300 Fischkutter. Die europäisch/dänische Fischereipolitik hat hier großen Schaden angerichtet. Jeder Fischkutter hatte 3 Mann, nährte 3 Familien. Die Kutter blieben nur einen Tag draußen, der angelandete Fisch war nie älter. Inzwischen sind bis auf zehn alle alten Kutter abgewrackt. Nicht, weil sie unrentabel waren, sondern weil die Fangquoten zusammengekauft wurden und auf große Fabrikschiffe übertragent wurden. Das Bild macht es deutlich: Der Große frisst den Kleinen. Nur 10 Mann arbeiten auf dem großen Schiff, aber es hat die Quoten von 30 kleinen Kuttern aufgesogen. Und damit auch die Arbeitsplätze. Bleiben 80 an Land. Was machen die? Stehen am Hafen und trinken Bier. Die modernen Schiffe bleiben über zwei Wochen auf See, und so alt ist auch der frische Fisch. Ich finde, hier ist irgendwas nicht richtig. Sea U Bert
Author: Bert
Wir sind in Skagen, Top of Danmark
Sehr ruppig war’s. Ein schmales Windfenster, leider nicht so südlich wie vereinbart. Anyway, wir sind drüben. Von hier hoffen auf Westwinde um im Schutz von Jütland nach Süden zu Segeln. Waren lange nicht mehr in Dänemark, freuen uns auf Ymer und Wienerbroed. Sea U Bert
Kleine Welt.
Marstrand, Schweden. Plötzlich steht ein Schwede vor der Heimkehr und fragt: “Heißt Du Bert?” Es war Torbjörn. Der sagte: “Weißt Du noch? Du hast mich damals in Horta auf den Azoren in den Hafen gebracht.” So langsam fiel es uns wieder ein. Ja, eine schwedische Yacht kam mit Totalausfall von Elektrik und Maschine und auch nur einem heilen Vorsegel in die Bucht von Horta. Wir konnten ihn in bewährter Schubs-Taktik mit dem Beiboot sicher und heil an die Pier bringen. Ehrlich gesagt hatten wir die Geschichte schon vergessen. Nun hat Leni auch noch Bilder von damals gefunden, denn ich war wohl auf dem Weg zum Brötchenholen und sie hat die Aktion fotografiert. Heute hat Torbjörn, der in Marstrand wohnt, uns zum Kaffeetrinken eingeladen. Ratet mal wo? Na klar, Bergs Konditori. Sea U Marlene und Bert
Heute Stapellauf!
Hamburg. ‘Out of Office’ heißt das heute erscheinende Buch von Dirk Mennewisch. Wir zählen zu den wenigen Glücklichen, die das Manuskript während seiner Entstehung lesen durften. Dirk ist mit seiner Segelyacht ‘M’ parallel mit uns über den Atlantik gesegelt. Getroffen haben wir ins nur in Glückstadt und Las Palmas. Der dichteste Punkt der Annäherung (cpa) im Atlantik war etwa 100 Meilen. Per Satphone haben wir regelmaessig die Positionen ausgetauscht. Das Buch wird Euch gefallen, er hat eine tolle lockere Art zu schreiben. Und Heimkehr kommt auch drin vor. Ab Montag im Buchhandel ! Well done Dirk! Sea U Bert
Ersatzteile sind da!
Marstrand. Heute kam unser Ersatzteilpäckchen an, das Dirk uns geschickt hat. Es sind zwei Öldrucksensoren. Vier Tage unterwegs für 3,50€ finden wir toll. Danke Dirk! Sea U Bert
Auch hier übertreiben die Zeitungen etwas
Die Ruhe vor dem Sturm…
Herrliches Wetter in Marstrand, das Warten wird uns leicht gemacht. Unsere nächste Hoffnung für ein Auslaufen nach Dänemark ist Sonntag. Also abwarten und Kaffeetrinken. Bitte Daumendrücken! Sea U Bert
Ein harter Tag.
Marstrand, Schweden. Alternativprogramm für ungeduldige Skipper: ein neues Hotel mit Restaurant, Muckibude und Spa. Erstmal Lunch zum Stärken, dann auf Laufband und Fahrrad, anschließend vier Stunden Entspannung in Sauna 75 Grad, 40 Grad (Dampf) und 25 Grad (Salz). Wir schwimmen, sitzen im Bottich mit heißem Wasser auf der Terrasse, im Sprudel-Whirlpool heiß oder kalt, laufen a la Kneipp durch einen Bach mit Kieselsteinen (autsch!) … lesen und schlafen auf einem geheizten Steinbett ein. All’s well on board – Marlene.
Da braut sich was zusammen.
Marstrand. Dies ist der Grund, warum wir immer noch hier sind. Genaugenommen das dicke Tief oben in der Mitte. Für einene Trip nach Skagen der falsche Wind, nur immer auf die Nase. Und ab morgen bis zum Wochenende wird’s heftig, von 9 bis 10 Windstärken ist die Rede. So bleiben wir noch etwas. Bis Sonntag hat Bergs Konditori noch auf. Danach wird’s schwer. Geduldiger Skipper hat immer guten Wind. Sea U Bert
Marstrand.
Gegründet im 13. Jahrhundert vom Norwegischen König Hakon. Seit 1658 ist es schwedisch und es wurde sogleich mit dem Bau der Carlsten Festung begonnen. Der Bau ähnelt der Elbphilharmonie, denn er wurde erst 200 Jahre später fertig. Schon seit 1900 Schwedens Segelmekka, noch heute finden fast alle wichtigen Regatten hier statt. Für uns ist Marstrand Jugenderinnerung, aufregende Natur und niedliche, verschachtelte Schwedenhäuser. Ist immer eine tolle Stimmung hier. Solange wie dieses Mal (eingeweht) waren wir noch nie hier. Sea U Bert