Author: Bert
Kinderkunst in Tresco.
Wenn man etwas länger bleibt.
St. Mary’s. Immer wieder haben wir das beobachtet. Nach ein paar Tagen lernt man sie Einheimischen kennen. Vielleicht auch, weil Heimkehr ein sehr auffälliges Schiff ist. Der Hafenmeister, der auch das 500 PS Lotsenboot fährt kommt jeden Morgen zum Schnack längsseits und auch der Ordnungshüter teilt mit uns die Freude über einen gelungenen Sonnenuntergang. Das nette Mädchen im Ticketshop sagt ‘See you tomorrow.’ Es lohnt sich länger zu bleiben. In der letzten Nacht allerdings war das eine harte Probe. Es war sehr ruppig an unserer Mooring und unser Mooringgeschirr hat einen Höllenlärm gemacht. Heute Abend geh ich nun auch ins ‘Hotel zur Schraube’ in die Achterkajüte. SeA U tomorrow. Bert
Wir haben uns getrennt.
St. Mary’s, Isles of Scilly. Es war einfach nicht mehr auszuhalten. Ich habe die Konsequenzen gezogen und habe in einem nahegelegenen Hotel, dem ‘Hotel zur Schraube’, übernachtet. Nach über zwanzig Jahren war das wohl das erste Mal, dass wir getrennt geschlafen haben (wenn nicht einer von uns auf Reisen war). Was war geschehen? Durch den Schwell im Hafen gab es im Vorschiff ein derartiges Geknatsche und Gequietsche durch die Mooringleinen, außerdem sausten die Kojen achterbahnmäßig auf und ab. Dem Alten macht das nix aus, mir schon. Das Hotel zur Schraube ist der Spitzname unserer Achterkajüte. So hießen früher auf den alten Frachtern die achteren Aufbauten über Maschine und Propellern, wo hauptsächlich das Maschinenpersonal wohnte. Also passt doch wieder alles. Ich habe herrlich geschlafen. Heute haben wir dann die Leinen mit Kunststoffschläuchen entquietscht. Vielleicht schlafe ich heute Nacht wieder beim Alten. Sonst- all’s well on board – Marlene
Der Dampfer Scillonian…..
….heute mit der Nummer drei, bringt täglich Gäste nach St. Mary’s.. Etwa 1935 ist mein Vater, der damals fast ein Jahr in England war, hierher geschippert. Während seines Aufenthaltes hier hat er eine Geschichte für ein Jugendbuch geschrieben. Ein etwa 14jähriger Junge war an Bord des Dampfers Augustus, der wegen einer Reparatur an der großen Dampfmaschine hier zwischen den Inseln vor Anker gehen musste. Der Kapitän war der Onkel des Jungen. Er durfte nun eins der besegelten Beiboote nutzen und hatte eine Woche Zeit, um die Inselwelt zu erforschen. Ich habe das Buch zu Hause. Kein Wunder also, wenn diese spannenden Inseln in meiner Familie immer Thema waren. Schön, dass wir endlich hier sind. Sea U Bert
Uralt Pub nach unserem Geschmack.
Bei Niedrigwasser überall feinster Strand.
Wir bereiten uns vor.
St .Mary’s, Scilly Islands. Wir liegen ja in einer offenen Bucht an einer Mooring. Heute Nacht soll nun schlechtes Wetter kommen, zunächst mal 6 Windstärken, leider genau aus der Richtung, zu der hin unsere Bucht, der St. Mary’s Pool, offen ist. Der nette Hafenmeister Mike sagt, die Moorig vertrüge alles, wäre nur eine Frage des Komforts an Bord. Darauf hin haben wir unsere Mooringleinen stark verbessert: 25 mm Leinen mit eingespleissten Kauschen mit einem dicken Schäkel an der Kette befestigt und unsere beiden Grünen Leinen als Reserve ganz lose gefahren. Das Schamfilen ist die Hauptgefahr. Schön, dass wir all sowas an Bord haben. Ok, alles doppelt angenäht, mal sehen wie wir schlafen können. Vielleicht lieber achtern? Sea U Bert