St. Agnes, Isles of Scilly. Nach der Fotosession am Bishop Rock haben wir uns einen wunderbaren Ankerplatz gesucht. Westlicher kann man in England nicht ankern.
St. Agnes, Isles of Scilly. Nach der Fotosession am Bishop Rock haben wir uns einen wunderbaren Ankerplatz gesucht. Westlicher kann man in England nicht ankern.
In See, Bishop Rock, die kleinste bebaute Insel der Welt. Für uns einer der aufregendsten Leuchttürme überhaupt. Dies ist das wahre Lands End von England. Der erste Versuch, den Leuchtturm zu bauen, startete 1840. Eine Gußeisenkonstruktion wurde mit dem Felsen verbolzt. Nach den ersten Winterstürmen war alles wieder weg. 1858 hat man die Arbeit wieder aufgenommen mit einer aus Granit gemauerten Konstruktion. Der größte Test folgte 1874, als der Leuchtturm von 40 m hohen Seen bearbeitet wurde. Die Laterne war weggewaschen, aber der Leuchtturm hat den Sturm überstanden. Seit damals schickt er alle 15 Sekunden einen weißen Blitz in den Atlantik. Der letzte Leuchtturmwärter verließ den Turm 1992. Wir sind heute bis auf 200 m an den Bishop rangesegelt, haben das Beiboot mit Marlene und Kameras ausgesetzt. Nach einstündiger Fotosession habe ich sie heile und trocken wieder aufgefischt. Darüber hat sie sich gefreut, denn ich hätte ja auch nach Amerika weitersegeln können. Sea U Bert
Während in Deutschland von Herbst geredet wird, kann hier davon keine Rede sein. So soll das Wort Scilly aus sunny und Islands gebildet worden sein. Wir glauben das gern. Sea U Bert
St. Mary’s. Fast jeden Abend sehen wir sie trainieren. Genauso war es in Falmouth. Die Gigs sind heute ganz beliebte Raceboote. Sie sind 32ft lang und 5 breit und wiegen eine drittel Tonne. 1790 soll das erste gebaut worden sein.. Angeblich bekam früher der Lotse den Job, der zuerst beim Schiff war. Also zack zack. So sausten von allen Inseln die Boote los. Auch wurden sie als Rettungsboote eingesetzt und bargen die Schiffbrüchigen von ihren Schiffen ab. Dafür gab es manchmal Belohnung vom Reeder z B von einem amerikanischen, dessen Schiff hier verloren ging. Die Belohnung kam in Gold Dollars. Das nächste Boot hieß dann golden Eagle, denn der war auf den Münzen zu sehen. Das Boot wird hier heute noch gerudert. Sea U Bert
Tresco. Eine Sammlung von über 30 Gallionsfiguren gesunkener Schiffe gesammelt seit 1840. Mein Vater (war hier 1935) hat mir viel von diesem mystischen Ort erzählt. Verbirgt sich doch hinter jeder Figur oft tragische Schiksale. Der norwegische Schooner Sophie allerdings, der 1860 treibend in der Nähe der Inseln gefunden wurde hatte nur noch den Hund an Bord, der Tisch war gedeckt und ein Braten war im Ofen. Die Besatzung hatte die Befürchtung, das Schiff würde auseinanderbrechen und hat sich von einem Dampfer abbergen lassen. Die erbeutete Kohlenladung kam den Scilly Bewohnern im Spätherbst gerade recht. Mit Ehrfurcht: Bert
Tresco. Ein besonderes Klima herrscht hier auf der zweitgrößten Insel der Scilly Islands. Immerhin mit 180 Einwohnern. Dagegen ist Helgoland ja eine Großstadt. Mehr Sonne und niemals Frost. Das macht der Golfstrom, der nie kälter als 9Grad wird. Inseln mit Warmwasserheizung also, mit dem Heizkessel im Golf von Mexiko. Wenn wir allerdings jetzt im Sommer morgens in den Ocean steigen, hat er nur 16 Grad. Zu kalt. Die Abbey Gardens sind eine einzige Tropenlandschaft mit riesigen Zypressen, Kakteen und Palmen überall. Die Gärten wurden durch die von Seeleuten mitgebrachten Pflanzen ausgestattet. Mehr als 4000 Sorten kann man hier zählen, wenn man nur früh genug aufsteht. Das sind wir heute. Sea U Bert
Tresco, Scilly Islands. Neptun, der römische Gott des Meeres, bei den Griechen Poseidon genannt, thront am oberen Ende der Neptun Steps in Abbey Gardens. Leni und ich sind die Stufen zu ihm mit Respekt und Würde hoch geschritten. Ursprünglich wer sein steinernes Ebenbild eine hölzerne Gallionsfigur am Bug eines hier gestrandeten Schiffes. Mit Respekt, Bert