Sonntag der 13. !

Helgoland. Gerade festgemacht an Helgolands Ostkaje fällt uns ein Windmühlen- Versorger auf, der eigenartige Manöver im Hafen fährt. Er kommt immer näher, versucht vor uns am Yachtschlengel festzumachen. Dies gelingt dem Highspeed- Schiff nicht. Es treibt mit den strammen Ostwind auf unser Vorschiff. Der Kapitän kam nach achtern gelaufen und rief “I have no engine!”. Das Schiff verfügt normalerweise über 2500 PS . Da Heimkehr aber mit drei Vorleinen festgemacht war, gab es kein Entkommen. Die ‘Sea Gale’ lief mit ihrem Heck auf unser Vorschiff. Heimkehr ist sehr stabil gebaut, trotzdem gab es Schäden. Mit Hafenamt, Polizei und Kapitän hinterher großes Schadensmeeting auf Heimkehr. Sea U Bert

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Auslaufen vor dem Aufstehen.

Wer nach Helgoland möchte und die Tide zum Freund haben will, muss früh aufstehen. Nach einer Nacht mit Dauerregen ein herrlicher Morgen.

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Drei Flaggen.

Oberndorf. Drei Flaggen sind nicht so furchtbar viel, nachdem wir ja schon einmal mit 32 in die Oste eingelaufen sind. Dennoch war es eine schöne Reise, gut 1500 Meilen lang und mit außergewöhnlich gutem Wetter. Die Oste begrüßt uns mit einem riesigen Möwenspektakel. Schön, wieder in der Oste zu sein. Sea U Bert

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Das war eng.

Brunsbüttel. Der Tanker füllte in der Länge die komplette Schleuse. Wir mussten an seiner Seite entlang bis zu seinem Bug. Auf der einen Seite stramm am Schleusenfender, auf der anderen 70 cm bis zum Tanker. Sea U Bert

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Kanal.

Heute heißt er offiziell NOK, Nord-Ostsee-Kanal, international wird er einfach kurz Kiel-Canal genannt. Dieses gigantische Bauwerk von fast 100 km Länge wurde in nur acht Jahren von 1887 bis 1895 gebaut. Kaiser Wilhelm schaffte sich mit dem Kanal eine schnelle Möglichkeit, Flottenverbände der kaiserlichen Marine von Wilhelmshaven nach Kiel zu verlegen ohne den weiten und vom Feind belauerten Umweg um Skagen herum. Gleich zu Beginn wurde der Kanal mit einer Wassertiefe von 9 m (heute etwa 12 m (gerade nachgemessen) und einer Sohlbreite von 22 m gebaut. Zur Fertigstellung 1895 wurden gleichzeitig zwei Hochbrücken, fünf Drehbrücken und 16 Fähren fertig gestellt und in Betrieb genommen. Über weite Strecken mussten tiefe Einschnitte ins Land gegraben werden, an anderer Stelle wurde der Kanal mit Dämmen 3 m über dem Niveau gebaut. Eine ungeheure Leistung, wenn man sich vorstellt, dass die Manager als Transportmittel das Pferd zur Verfügung hatten. Irgendwie glaube ich, das damals wohl ohne Computer und E-Mail gearbeitet worden ist. Auch eine gewaltige logistische Leistung, mussten doch alle Teile für diese zahllosen Baustellen herangeschafft werden. Viele Tausend Arbeiter mussten untergebracht und verpflegt werden. Besonders, wenn wir die Elbphilharmonie und den Berliner Flughafen betrachten, ziehen wir vor der gewaltigen Leistung der Menschen von damals den Hut. 98,5 km schippern wir nun mit HEIMKEHR von Kiel nach Brunsbüttel quer durch Schleswig Holstein. Sea U Bert

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