In See, noch 63 Meilen bis zur englischen Küste. Der Wind ist eingeschlafen, haben trotzdem Großsegel, Besan und gereffte Fock dichtgeknallt stehen. Irgendwo aus dem Norden kommt blöder Schwell, der uns hin- und herschubst. Da stabilisieren die Segel etwas. Eine Maschine schnurrt vor sich hin und lädt die Batterien wieder voll. Der Tidenstrom hilft auch mit und schiebt uns gen England. Haben viele Wegpunkte in den Kartenplotter eingegeben, vor der Themsemündung gibt’s Untiefen und Sände, da wollen wir sauber durch. Wird spannend. Mein Kapitän stöbert schon im ‘Reeds’ (nautischer Alleswisser), auch das blaue Wunder genannt, wie er die Heimkehr sicher die Themse hinauf nach London bringt. Unser Etmal (gesegelte Meilen in 24 Stunden) gestern betrug 159 Meilen. Das ist sehr gut für einen dicken Fischkutter! Ach ja, die Topplampe ist ausgefallen. Wer da wohl in den Mast muss? Aber sonst: All’s well on board Marlene