… und doch ist ein Schiff nicht dafür gebaut im Hafen zu liegen.. Was war das für ein Tag? Aufgestanden sind wir um drei Uhr, haben seeklar gemacht und um 4:15 Uhr im Hafen von Risör in Norwegen abgelegt. Der Starkwind von gestern war weg und wehte heute den ganzen Tag nur noch mit etwa fünf Windstärken. Hinter dem Horizont kam ein erster Lichtschimmer hervor. Als wir dann im ersten Büchsenlicht durch die dunklen Felsen ins Skagerrak ausgelaufen sind, merkten wir sofort die alte See von gestern. Schon nach wenigen Meilen war klar, dass wir diesen Tag nicht geschenkt bekommen würden. Vor der norwegischen Küste läuft ein starker Strom, der nun gegen den Schwell vom gestrigen Starkwind anstand. Das bedeutet eine See von deutlich über 2 m. Unsere Heimkehr kann das. Für die Crew dauerte es schon etwas, sich daran zu gewöhnen. An so einem Tag merkt man dann ganz schnell, ob wirklich alles festgezurrt ist oder nicht. Schnell war sie heute unsere Dicke, sie war über über acht Knoten schnell. Schon 14 Stunden später sind wir nach Skagen an der oberen Spitze Dänemarks eingelaufen. Es kam uns vor, als wenn wir in eine Party hineingeplatzt sind. Ein Haufen Yachten, alle feiern, sind fröhlich und spielen Sommer. Kontrastprogramm zur Ruhe Norwegens. Aber auch toll. Jetzt ist erst mal Feierabend. Gute Nacht