In See, im Englischen Kanal. 70 Seemeilen bis Fowey/England. Beim Ablegen heute Morgen in Camaret tauchte noch im Hafen ein Delphin neben uns auf. Na, wenn das kein Glück bringt! Seelenruhig hat er da sein Frühstück gefangen. Wir haben erst unterwegs gefrühstückt, mit frischem Baguette. Nicht die Zeit verpassen, erstmal auslaufen, damit wir den Tidenstrom mit uns haben. Mit Sonnenschein sind die ersten Meilen Schaukelei gut zu ertragen und wir gewöhnen uns schnell wieder daran, uns festzuhalten und die Teemug gesichert abzustellen. Wir segelmotoren, 7 Knoten Wind aus NW bei fast Nordkurs bringen unsere Heimkehr nicht in Wallung. Klüver-, Groß- und Besansegel sind gesetzt und helfen ganz gut. Wir laufen 6,3 Knoten über Grund. Wenn’s so weiterläuft, sollen wir morgen früh vor der englischen Küste sein. Befinden uns jetzt im Verkehrstrennungsgebiet. Ist wie Autobahn an Land. Die Fahrbahn der in den Kanal fahrenden Schiffe haben wir schon überquert, sind jetzt sozusagen auf dem Mittelstreifen. Vor uns liegt die Fahrbahn der auslaufenden Schiffe in den Atlantik. Bis zu 21 große Frachter, Tanker und Fähren sehen wir auf dem Plotterbildschirm dank AIS, und mittendrin kurvt ‘Hermine’, ein Fischkutter, kreuz und quer. Cool. All’s well on Board