In See, Atlantik/Biskaya. Noch 120 Meilen bis Camaret-sur-Mer. Flaute, kein Wind, kein Seegang, nur noch diese angenehme, lange Atlantikdünung. Die gefürchtete Biskaya ist auch dieses Mal friedlich, wie vor zwei Jahren. Großsegel und Besan sind dichtgesetzt zur Stabilisierung und der Motor bringt uns zum Ziel. Wir werden übermütig und machen Heimkehr landfein. Putzen das Ruderhaus, klopfen die Polster aus, bearbeiten Roststellen, pumpen fehlende Luft ins Beiboot. Ich lege schon mal die ‘Arrival’-Checkliste und die französische Gastlandsflagge bereit. Die Sonne scheint, Gymnastik und Badevergnügen an Deck, später auch Mittagsschläfchen und Kaffeetrinken. Der Schiffsverkehr nimmt zu, wir sehen Tanker, Containerschiffe, Fischerboote und Autotransporter. Wir kreuzen die großen Schiffahrtslinien (nein, ich werde Schiffahrt NICHT mit drei F schreiben – sieht doch nicht aus). Auf dem Kartenplotter fünf AIS-Signale um uns herum. Ab jetzt müssen wir besonders wachsam sein. Abendessen: ein großer Blumenkohl (musste dringend weg), dazu Schinken und Butter. Selbst der Koch meinte: na ja. Der Nachtisch war schon besser: Mango und Pfirsich (aus der Dose) mit Schlagsahne. Ein Hochseebrot fürs Frühstück ist auch schon in Arbeit. ___/)___ Kaum Bewölkung, der Halbmond gab ein kurzes Gastspiel und jetzt endlich mal wieder Sterne am Himmelszelt. Kein Windhauch, die Wasseroberfläche ist glattgebügelt, die Sterne spiegeln sich im Wasser. All’s well on board – Marlene