In See. Eine Frequenz, die etwas aus der Mode ist, dennoch kennt sie jeder erwachsene Seemann. Die Not- und Anruffrequenz auf Grenzwelle, so wie der Kanal 16 auf UKW. In der Zeit von Satphones und Email per SSB Pactor wird die 2182 khz nur von wenigen Schiffen abgehört. Früher selbstverständlich auf der Mitteldistanz. Die Reichweite liegt bei 600 Seemeilen. Wir hören 2182, denn es ist eine der Notrufmöglichkeiten, wenn man wie wir weit draußen ist. Mit der Funkboje EPIRB, die wir natürlich auch haben, kann man nur den Mayday-Fall ausrufen, mit Grenzwelle könnte man auch mit der Küstenfunkstelle reden. Ist ja schließlich ein wesentlicher Unterschied, ob ein Hubschrauber gebraucht wird oder ein Schlepper. Wir empfangen heute auf dieser Frequenz Finisterre Radio, die stündlich eine Suchmeldung nach einer überfälligen deutschen Yacht ausstrahlen, den Namen wollen wir hier nicht nennen. Diese Suchmeldung haben wir inzwischen auch per Navtex empfangen. Wir liegen auf der Strecke und beteiligen uns an der Suche, indem wir die Yacht stündlich über UKW rufen. Die Reichweite bei UKW ist von der Antennenhöhe abhängig und beträgt zwischen 20 und 60 Meilen. Es könnte sein, dass die Yacht ihr Rigg verloren hat und nur noch ein UKW-Handfunkgerät zur Verfügung steht. Und wir werden ab sofort Radarkontakte, die langsam sind oder treiben, anlaufen und gucken. Wir nehmen solche Dinge sehr ernst, so läuft auch das UKW bei uns 24 Stunden und ist auch nicht leise gestellt. Sea u Bert