Also, das finde ich jetzt nicht mehr so lustig hier. Die Wellen sind für meinen Geschmack zu hoch, das muss doch nicht sein. Werde gleich mal mein Bügeleisen suchen und versuchen sie zu plätten. Wir machen nur das Nötigste, weil man eigentlich vier Hände bräuchte, zwei zum Festhalten und zwei, um etwas zu erledigen. Unser täglicher Ausflug aufs Vorschiff fällt heute wegen Schlechtwetter leider aus. So sitzen wir gemütlich eingekuschelt auf der breiten Ruderhausrückbank, naschen Kekse, trinken Tee, lesen (Bert: Die Tochter des Leuchtturmmeisters, ich: Auf der Route der Albatrosse von Heide Wilts) oder lassen uns was vorlesen, hören “Illuminati” von Dan Brown, ein spannendes Hörbuch. Bloß nicht rausgucken, und wenn, dann nach Lee, da sind die Wellen nicht so hoch. ___/)___ Nachtwache, 02.30 Uhr. Es pfeift ganz ordentlich im Rigg, Böen bis 27 Knoten. Schwarze Nacht, kein Mond, keine Sterne. Das phosphor… (ihr wisst schon, wie man das schreibt) Plankton beleuchtet die Szene und sitzt auf jeder Welle. Die brechenden Schaumkämme leuchten überall auf dem Meer. Sieht toll aus. Wenn’s bloß nicht so schaukeln würde! Wie schon gesagt: All’s medium-well on board – Marlene