In See, zwischen Wellenbergen und -tälern. Als ich aus der Koje komme, ist ordentlich Seegang. Die Schiffsbewegungen sind ungemütlicher geworden. Zum ersten Frühstück gibt’s erstmal ein Superpep-Kaugummi gegen Seekrankheit. Die Seebeine sind leider noch nicht da. Trotz Nieselregen raus zum Duschen an Deck. Das hilft und macht munter. Das zweite Frühstück in Form von Tee, Brot, Marmelade, Käse, Wurst, Erdnussbutter, Nutella und Honig schmeckt schon viel besser als das erste. Heimkehr benimmt sich wie ein trunkener Schmetterling, torkelt durch die Wellen. Kokett schaukeln würde ich das nicht nennen. Bert hat mir nachmittags das Gedicht ‘Segelschiffe’ von Ringelnatz aufgesagt, “… sie schaukeln kokett in des Schicksals Hand wie trunkene Schmetterlinge …” Die Zeilen passen. Haben an Deck Kakao mit den letzten leckeren Küchlein von Terceira genossen. Sitzen nur da und beobachten die Wellen, die sich unter uns hindurchschieben. Ganz schön große sind dabei, aber Heimkehr hebt ihren Hintern und lässt sie elegant unter sich hindurchrollen. Gut macht sie das. ___/)___ Heutige Schiffsbegegnungen: ein 270 m langer Frachter und STELLA, eine schwedische Segelyacht. Über Funk erfahren wir, dass sie nach La Coruna, Spanien, wollen. Heute endlich mal wieder Sterne und eine ganz dicke Milchstraße. Wo ist eigentlich der Mond? Der könnte sich auch mal zur Nachtwache melden. Da wir uns an den Seegang gewöhnt haben: All’s well on board – Marlene