Ja, gewöhnungsbedürftig ist die Schaukelei schon. Aber wir sind schon gut trainiert. Das Frühstücksmesser saust nicht mehr durch die Gegend, dafür ist der schöne Kaffee, den wir mit viel Mühe der Nespresso-Maschine entlockt haben (Bert hält sie in etwa 45,5 Grad Schräglage, ich bediene die Knöpfe und halte die Tasse), überall – nur nicht mehr in der Tasse. War ein Ellenbogen, keine Welle. Zu blöd. Sonstige Beschäftigungen: duschen an Deck (erst mit Seewasser, dann kurzes Nachspülen mit Süßwasser), Rückenturnübungen, Tee (!) und Muffins, lesen, Hörbücher hören (heute Columbus, kann man ja noch was lernen), funken mit zwei anderen Yachten, Rigg inspizieren, schlafen, kochen und essen. Alles dauert viel länger, weil man genau überlegen muss, was man wo hinstellt, und nicht vergessen, sich festzuhalten, sonst gibt’s blaue Flecken. Heute Morgen zum Sonnenaufgang waren kleine Delphine bei uns, nachmittags hatten wir Besuch von einer Spatelraubmöwe. Sie ist auf dem Heimflug vom Winterquartier in Afrika über die Nordsee in die arktische Tundra – sagt mein schlaues Buch. Wir folgen ihr, aber nur bis zur Nordsee. Dann biegen wir rechts ab nach Oberndorf. ___/)___ All’s well on board. Marlene