Author: Bert

Das Bordleben geht weiter…

Annapolis, USA. Nachdem ich nun meine rechte Hand nicht mehr so gut gebrauchen kann, ist heute Leni in die Kettenlast eingefahren. Dort hat sie weitergemacht. Löcher gebohrt, Gewinde geschnitten , Schaltkasten versetzt. Olaf wird stolz auf sie sein. Ich armer Kerl musste unentwegt Werkzeuge heranschleppen. Natürlich hat sie sich nicht so blöd angestellt wie ich und ist unverletzt wieder an Deck erschienen. SeaU Bert

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Shit happens.

Annapolis, USA. Die gute Nachricht ist, dass wir die Ankerwinsch nun mit Andreas Telefonseelsorge zum Laufen bekommen haben. Danach wollte ich in meinem neuen Lieblingsarbeitsplatz Kettenlast etwas Holz abstechen, um den Schaltkasten zu versetzen. Stecheisen auf Heimkehr sind scharf. Abgerutscht, Stecheisein in den Arm, da wo man den Puls fühlt. Erste Hilfe von Leni mit Druckverband, dann sehr schnell an Land. Ein Hafenmeister, den wir nach dem Hospital gefragt haben, hat seine Kollegen alamiert, und es stand schon einer auf der Pier, der uns zu einer nur 80 m entfernten Notfallpraxis gebracht hat. Dort wurde genäht, und da wir ein blaues Schiff haben, mit blauem Garn. Festpreis für sowas 200 $. In Amerikas Segelmekka hat sogar der Aeskulapstab ein Segel. Ich habe sehr viel Glück gehabt. Nun hab ich frei, sitz hier rum und guck Leni bei der Arbeit zu. SeaU, Bert

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Piekfeine Nachbarn.

Annapolis, USA. Hier liegt die ‘Manitou’, die ehemalige Yacht von J.F. Kennedy. Sie steht zum Verkauf. Wenn also jemand 900.000 Dollar übrig hat, wir können das vermitteln.

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Sonntagsarbeit.

Annapolis, USA. Mein neuer Lieblinbgsplatz, die Kettenlast. Leider ist das Schiff in diesem Bereich nicht isoliert, so konnte ich auch nicht frieren. Waren inmmer knapp unter 40 Grad in dem Backofen. Die Relaisbox mußte neu und die elktrischen Anschlüsse anders. Morgen kommt Mike, morgen wird sie eingebaut. Leni hat Eiskaffee gemacht, das half. SeaU Bert

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Die Ankerwinsch ist da.

Annapolis, USA. Das Biest wiegt über 50 kg, macht einen sehr stabilen Eindruck. Der Einbau ist mit Arbeit verbunden. Oben gibt es eine dicke Planke, die natürlich nicht so schön werden kann wie die, die Heiko gebaut hat, drunter kommt eine Stahlplatte, die natürlich nicht so schön ist, wie wenn Olaf sie gemacht hätte. Wir hoffen, dass alles am Montag fertig wird. Ist so ein blödes Gefühl, wenn mann nicht von der Stelle kann, auch wenn wir gar nicht wollten. Der Anker ist im Grund und wir hängen dran, bei jedem Wetter. SeaU Bert

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Geheimtip – nur mit geschlossenen Augen lesen.

Annapolis, USA. Die Schiffe, die durch den Intracoastal Waterway fahren, bekommen durch das braune Wasser einen unansehnlichen Bart (hier Moustache genannt). Das spezielle Putzmittel kostet 15 US-Dollar. Als dann die Chefin aus dem Laden war, kam die Lady, die uns das Zeugs gezeigt hatte, und flüsterte uns zu: Mit Zitronensaft geht’s genauso gut. Im One-Dollar-Shop kostet ein Liter Zitronensaft – wer hätte das gedacht – einen Dollar. Wir haben es probiert, man kann den Dreck so abwischen. Auch die grauen Streifen, die der Regen auf den Yachten hinterlässt, sind mit Zitronensaft (unverdünnt) einfach abwischbar. Mit Wasser nachspülen, fertig. Jahrzehntelang schrubben wir nun schon auf den grauen Streifen rum, dabei ist es so einfach. Sauer macht lustig, sag ich doch immer. ___/)___ ZiU, Bert

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Witwenpromenade

… nennt man diese Dachterrassen in der Chesapeake Bay. Von dort, so heißt es, haben die Witwen der nicht zurückgekehrten Kapitäne jahrzehntelang Ausschau nach ihrem Liebsten gehalten.

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